Sonntag, 12. Juli 2009

rauchende Colt's

Sonnenschein, strahlend blauer Himmel und Temperaturen um die 15°C, lockten heute zu einem Sonntagsspaziergang. Unsere drei Hunde Asta, Laah und Vista waren mit dabei und freuten sich über den Ausflug in die Nachbarschaft.Laah ist jetzt ein Jahr alt und noch sehr vespielt. Besonders Hühner reizen ihren Spieltrieb und auch heute scheuchte sie wieder ein gackerndes Huhn durch die Botanik. Das hörte der Besitzer und dachte, dass Laah eines seiner Hühner killt. Mit gezogener Pistole kam er durch die Büsche gesprungen und wollte Laah erschiessen. "Tötet dein Hund mein Huhn, töte ich deinen Hund."
Dem Huhn fehlten vielleicht drei, vier Federn, aber es war wohlauf und längst wieder auf dem schützenden Grundstück. Auch Laah hatte längst wieder andere Dinge im Kopf und ich konnte den aufgebrachte Hühnerbesitzer beruhigen und auch seine Pistole steckte er wieder weg.
Viele werden jetzt denken "Oh Gott, wie im wilden Westen", aber man muss die Paraguayer verstehen. Für sie sichert ein Huhn eine Woche das Essen und da hat natürlich ein Huhn einen höheren Stellenwert als ein Hund.
Den Spaziergang konnten wir mit allen Hunden fortsetzen und auch das Huhn hat noch ein paar Tage länger zu leben.

Samstag, 11. Juli 2009

"Expo die Zweite"

Zum zweiten Mal in dieser Woche, ging es gestern abend zur Expo nach Roque Alonso. Dieses Mal hatten alle Hallen und Stände geöffnet und wir bekamen viele nützliche Informationen und Tips. Unter anderem erfuhren wir wo es Parkett gibt, wo gute und günstige Fenster und Türen gebaut werden oder wo man Wischmopps zu kaufen bekommt.Bei dem gestrigen Besuch wurden wir von Freunden und ihren Gästen begleitet und es wurden auch einige Einkäufe getätigt. Beim Stopp in der Halle des paraguayischen Rumherstellers "tres leones", gab es eine kostenlose Probe des Rum's, die von netten Mädels serviert wurde.Nicht nur hier gab es hübsche Mädels zu sehen, sondern alle grösseren Aussteller hatten Models engagiert, um für ihre Produkte zu werben und zu einem Foto, waren diese immer gerne bereit.
Am Ende unseres Besuch's, gingen wir noch in die Karaokebar auf dem Messegelände, wo noch ein paar lecker Bierchen über den Tisch gingen und Paul und Marie ein Liedchen im Duett trallerten.Es war ein lustiger Abend und im nächsten Jahr sind wir ganz sicher wieder da. Vielleicht bekomme ich bis dahin auch einen Werbevertrag mit einem lecker Bierhersteller.

ökologisches bauen

In Deutschland ist es voll im Trend, das bauen mit Lehm und Ton. Auch auf unserer kleinen Farm gibt es reichlich Tonvorkommen und da denke ich nicht mehr an ökologisches bauen, sondern an ökonomisches bauen.Da ich mich im Umgang mit Lehm und Ton noch nicht so recht auskenne, habe ich die erste Tonprobe gestochen und meinen ersten Tonkuchen gebacken, um zu testen, welche Eigenschaften der Ton, oder besser gesagt der Lehm nach dem trocknen hat.Die Grundidee ist, aus den Rohstoffen, die unser kleines Stückchen Land hergibt, ein kleines Haus zu bauen, welches wir, sollte es uns nicht gefallen, einfach wieder in der Natur entsorgen können.
Natürlich werde ich euch über weitere Forschungsergebnisse und Fortschritte immer auf dem Laufenden halten.

Donnerstag, 9. Juli 2009

3 mal G

...dachte ich mir heute morgen beim Anblick unseres Wohnzimmers und des Esszimmers. Gesehen, gelacht und gestrichen. Jetzt ist es 21.30 Uhr und zum Lachen bin ich jetzt zu müde, aber gestrichen habe ich alles. Da Kay bis morgen auf unser kleinen Farm ist, habe ich die Gelegenheit genutzt, mich kreativ auszutoben. Zu allem Unglück muss ich jetzt auch noch darüber berichten, da er mir ebenfalls den Blog aufs Auge gedrückt hat.
Trotz einiger Pannen, wie umgekippte Farbeimer und umgekippter Leiter inklusive mir, sind jetzt auch die letzten hässlichen braunen Balken aus unserem Haus verschwunden. Normalerweise sind solche Sachen kein Problem, aber irgendwie stand das Vorhaben unter keinem guten Stern. An der Wand habe ich mal was Neues ausprobiert, wem es nicht gefällt, möge es bitte für sich behalten, das würde ich nicht mehr ertragen ;)

Mittwoch, 8. Juli 2009

Kfz-Steuer ????

...Da war doch noch was? Was man neben der Stromrechnung auch nicht vergessen sollte, ist die Kfz-Steuer, die sogenannte Habilitacion, zu bezahlen. Gestern morgen fiel es uns schlagartig ein, dass wir wohl auch damit in Verzug geraten waren. Am 30. Juni war der Stichtag. Das kann bei den Camineros schon mal teuer werden. Gott sei Dank, fragen die netten Kollegen in Aregua nur noch nach dem werten Befinden, und wünschen eine gute Fahrt, sonst hätte es uns auch schon erwischt.
Also, nix wie hin zur Municipalidad und bezahlt.
Der Spass kostete 251.000 Gs, 250.000 Gs Steuern und 1000 Gs für Papier und Siegel, in Form eines Aufklebers, den man sich an die Windschutzscheibe klebt.
Die Habilitacion, mit den schönen Erdbeeren, die übrigens auch auf dem Führerschein sind, wurde diesmal etwas anders ausgestellt.
Letztes Jahr stand sowohl Kay´s, als auch mein Name drauf. Diesmal machte mir der Beamte den Vorschlag, "Heimes Kay y otros" draufzuschreiben, mit der Begründung dass, dann auch andere Personen, ohne notarielle Vollmacht damit fahren dürften.

Kennt sich damit vielleicht jemand aus, denn ich traue dem Frieden nicht ganz.
Was ist, wenn ich bei der nächsten Kontrolle, nicht als "otros" anerkannt werde?