Auch wenn es sich in den letzten Tagen nicht unbedingt so angefühlt hat, aber er kommt mit großen Schritten - der Sommer.
Und wie soll es anders sein, pünktlich zur bevorstehenden Badesaison, machte uns unser Pool einige Sorgen.
Mir fiel auf, dass der Wasserstand täglich um 5 cm sank, was einen Wasserverlust von ca. 1500 Litern bedeutete. Also ging es an die Ursachenforschung.
Verdunstung konnten wir bei der großen Menge mit Sicherheit ausschließen. Blieb also nur ein Schaden im Betonbecken oder der Verrohrung. Zuerst suchte ich nach irgendwelchen feuchten Stellen im Bereich der Poolmauern. Negativ, keine Auffälligkeiten. Jedoch fiel mir auf, dass der Pool nur bis zur Höhe der Einlassdüsen das Wasser verlor und sich der Terrassenboden nahe der Düsen etwas abgesenkt hatte.
Hammer und Meißel mussten her und nach zwei Stunden schweißtreibender Arbeit, wurde ich mit einem erfrischenden Wasserstrahl belohnt.In einem Rohrbogen hatte sich ein 3 cm langer Riss gebildet und hier plätscherte nun das Wasser fröhlich in das Erdreich.Ob das Rohr schon kaputt war, als es eingebaut wurde und sich mit der Zeit das Wasser langsam seinen Weg gesucht hat, oder ob es einfach nur Materialermüdung war, werden wir nie erfahren. Jedenfalls musste geflickt werden und das war gar nicht so einfach.
Eine Möglichkeit war, den Bereich nahe der schadhafte Stelle weiträumig freizulegen um dann die Verrohrung zu erneuern. Das befand ich aber als sehr arbeits- und zeitaufwendig und so entschloss ich mich, die Verrohrung einfach mit der paraguayischen Zauberknete Poxilina zu ummanteln und zu schauen ob die Knete hält was sie verspricht.Knappe 5 Minuten brauchte ich für die Reparatur und tatsächlich, als wieder Druck auf die Leitung kam, blieb das Rohr trocken.
Drei Tage ließ ich die Unglückstelle aber noch unter Beobachtung, bevor ich dann letztendlich der zweikomponentigen Zauberknete mein Vetrauen schenkte und den Boden wieder schloss. Das nahm dann unser Manni auch gleich zum Anlass, um die Wassertemperatur zu testen.Manni befand die 22°C als ausreichend und so erkläre ich hiermit offiziell die Poolsaison als eröffnet.
Montag, 30. Oktober 2017
Montag, 9. Oktober 2017
Fiesta Patronal de Acahay
Nein, das ist kein Auto aus einem Spielzeugmuseum. Es ist ein Auto von einem Kinderkarussel, welches noch voll im Arbeitsleben steht.
Jedes Dorf, jedes Wohngebiet und jede Stadt hat in Paraguay ihren eigen Schutzheiligen. In Acahay, 12km von unserer kleinen Farm entfernt, ist dies "la virgen del Rosario. In jedem Jahr dankt man diesem Schutzpatron und veranstaltet für ihn ein Fest, mal groß, mal weniger groß.Und da kann man dann eben immer wieder antike Fahrgeschäfte und Karussells für die kleinen Gäste bestaunen. Der TÜV hat hier natürlich nichts zu sagen und kann sich entspannt bei einem lecker Bierchen die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. So ist am Samstag der geplante Stierkampf buchstäblich ins Wasser gefallen.Es war trotzdem ein gelungener Nachmittag, denn die Bierstände waren überdacht und lecker Bierchen war reichlich vorrätig.
Jedes Dorf, jedes Wohngebiet und jede Stadt hat in Paraguay ihren eigen Schutzheiligen. In Acahay, 12km von unserer kleinen Farm entfernt, ist dies "la virgen del Rosario. In jedem Jahr dankt man diesem Schutzpatron und veranstaltet für ihn ein Fest, mal groß, mal weniger groß.Und da kann man dann eben immer wieder antike Fahrgeschäfte und Karussells für die kleinen Gäste bestaunen. Der TÜV hat hier natürlich nichts zu sagen und kann sich entspannt bei einem lecker Bierchen die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. So ist am Samstag der geplante Stierkampf buchstäblich ins Wasser gefallen.Es war trotzdem ein gelungener Nachmittag, denn die Bierstände waren überdacht und lecker Bierchen war reichlich vorrätig.
Samstag, 16. September 2017
Wie ein Huhn über den Atlantik fliegt
Eigentlich sind wir mit unseren Hühnern ganz zufrieden. Es ist keine besondere Rasse, aber sie legen Eier, brüten und die Hähne kommen mit fleischiger Hühnerbrust daher. Eben ein ganz normales paraguayisches Landhuhn.
Bei unserem letzten Aufenthalt in Deutschland hatten wir drei Legehühner laufen, welche auch jeden Tag ein Ei legten. Dazu stolzierte ein wunderschöner Hahn nebenher, der sich um das Glück der Hühner kümmerte. Das Ergebnis wären bestimmt tolle Hühner, mit guter Legeleistung und fleischigem Körperbau. Wieso eigentlich wären?
Kurzer Hand packten wir ein paar Eier mit in den Koffer und vier Tage später schummelten wir einer unserer Hennen, welche gerade sowieso brüten wollte, die Kuckuckseier ins Nest.Ein paar Tage später fehlten vier der acht Eier. Ob Eierdiebe daran schuld waren oder gar die Henne die Eier entfernte, wissen wir nicht.
Auf die anderen vier Eier passte die Henne nun besser auf und vor drei Tagen klopfte es an die Eierschale. Zwei Küken pellten sich aus ihrer sicheren, kalkigen Behausung und sind heute mit der Ziehmutter schon flott unterwegs.Was aus den Kleinen nun wird, ob Hahn oder Henne wissen wir nicht, jedoch eine Frage kann ich nun mit Sicherheit beantworten.
"Was war zuerst da? Das Ei oder das Huhn?"
Bei unserem letzten Aufenthalt in Deutschland hatten wir drei Legehühner laufen, welche auch jeden Tag ein Ei legten. Dazu stolzierte ein wunderschöner Hahn nebenher, der sich um das Glück der Hühner kümmerte. Das Ergebnis wären bestimmt tolle Hühner, mit guter Legeleistung und fleischigem Körperbau. Wieso eigentlich wären?
Kurzer Hand packten wir ein paar Eier mit in den Koffer und vier Tage später schummelten wir einer unserer Hennen, welche gerade sowieso brüten wollte, die Kuckuckseier ins Nest.Ein paar Tage später fehlten vier der acht Eier. Ob Eierdiebe daran schuld waren oder gar die Henne die Eier entfernte, wissen wir nicht.
Auf die anderen vier Eier passte die Henne nun besser auf und vor drei Tagen klopfte es an die Eierschale. Zwei Küken pellten sich aus ihrer sicheren, kalkigen Behausung und sind heute mit der Ziehmutter schon flott unterwegs.Was aus den Kleinen nun wird, ob Hahn oder Henne wissen wir nicht, jedoch eine Frage kann ich nun mit Sicherheit beantworten.
"Was war zuerst da? Das Ei oder das Huhn?"
Montag, 4. September 2017
kein Reisespaß ohne Reisepass
Gültigkeit bis zum 29 August 2017, so stehts in unseren Reisepässen. Eigentlich hatten wir vor, uns in unserem dreimonatigen Deutschlandaufenthalt um diese Angelegenheit zu kümmern und neue Pässe zu beantragen. Doch wie sich herausstellte, ist dies für im Ausland lebende deutsche Staatsbürger gar nicht so einfach. In zwei Bürgerämtern waren wir vorstellig und konnten die heiligen Mauern unverrichteter Dinge wieder verlassen. Man sei nicht zuständig für uns, da wir keinen Wohnsitz in Deutschland haben.
Nach ausgiebigen Recherchen im Internet fanden wir heraus, dass es eine Kannbestimmung gibt, die den Ämtern die Freiheit gibt, selbst zu entscheiden ob man den Antrag auf einen Reisepass, eines im Ausland lebenden Deutschen, bearbeitet oder nicht.
Da wird den Damen und Herren vom Bürgeramt tatsächlich die Entscheidung überlassen, ob sie etwas Sinnvolles tun möchten oder lieber ihr Image wahren. Wir sahen sofort ein, dass das Bürgeramt keine schnelle Lösung in Sachen Reisepässe für uns bereithält. Doch wer dann?
Wir erfuhren weiter, dass es eine amtliche Stelle in Berlin gibt, die nach vorheriger Terminabstimmung, Reisepassanträge für im Ausland lebenden Deutsche bearbeitet. Oder eben die jeweilige deutsche Botschaft im neuen Heimatland, für uns ist dies die deutsche Botschaft in Asuncion.
Letztendlich nahem wir unsere alten Reisepässe wieder mit nach Hause und klopften vergangenen Donnerstag an die Tür der deutschen Vertretung in Paraguay. Im Internet stand, dass diese am Nachmittag geöffnet hätte, doch der Einlass wurde uns verwehrt. "In Reisepassangelegenheiten ist vorher ein Termin zu vereinbaren" wurde uns zwischen Tür und Angel gesagt. Doch so einfach ließen wir uns nicht abwimmel und während sich bei mir die Fäuste ballten und ich mir einen Vorschlaghammer wünschte, behielt Helmut die Ruhe und versuchte telefonisch zu den Verantwortlichen der deutschen Botschaft durchzudringen. Und tatsächlich, nach mehreren Anläufen und einigen Warteschleifen hatte sie jemandem am Telefon. Jetzt hatten wir einen Termin, und bekamen auch sofort Einlass in die deutsche Botschaft in Asuncion. Wir waren alleine in dem kleinen Raum vor der dicken gepanzerten Scheibe, füllten unsere Reisepassanträge aus und reichten diese, mit zwei Biometrischen Passbildern durch den kleinen Schlitz des dicken Sicherheitsglases.
Jetzt wurde noch die Gebühr von 60,-Euro für den Pass zuzüglich 21,-Euro Auslandsgebühr fällig, alles natürlich in Guarani zu entrichten, und die Sache war erledigt. Per E-Mail werden wir nun informiert, wann unsere neuen Pässe fertig sind und das kann sechs bis acht Wochen dauern. Ich rechen mal mit zehn bis zwölf Wochen, denn dass "Arbeiten" und "Ämter" syntaktisch nicht in einen sinnvollen Zusammenhang zu setzen sind, hat uns die einfache Beantragung eines Reisepasses einmal wieder gezeigt.
Nach ausgiebigen Recherchen im Internet fanden wir heraus, dass es eine Kannbestimmung gibt, die den Ämtern die Freiheit gibt, selbst zu entscheiden ob man den Antrag auf einen Reisepass, eines im Ausland lebenden Deutschen, bearbeitet oder nicht.
Da wird den Damen und Herren vom Bürgeramt tatsächlich die Entscheidung überlassen, ob sie etwas Sinnvolles tun möchten oder lieber ihr Image wahren. Wir sahen sofort ein, dass das Bürgeramt keine schnelle Lösung in Sachen Reisepässe für uns bereithält. Doch wer dann?
Wir erfuhren weiter, dass es eine amtliche Stelle in Berlin gibt, die nach vorheriger Terminabstimmung, Reisepassanträge für im Ausland lebenden Deutsche bearbeitet. Oder eben die jeweilige deutsche Botschaft im neuen Heimatland, für uns ist dies die deutsche Botschaft in Asuncion.
Letztendlich nahem wir unsere alten Reisepässe wieder mit nach Hause und klopften vergangenen Donnerstag an die Tür der deutschen Vertretung in Paraguay. Im Internet stand, dass diese am Nachmittag geöffnet hätte, doch der Einlass wurde uns verwehrt. "In Reisepassangelegenheiten ist vorher ein Termin zu vereinbaren" wurde uns zwischen Tür und Angel gesagt. Doch so einfach ließen wir uns nicht abwimmel und während sich bei mir die Fäuste ballten und ich mir einen Vorschlaghammer wünschte, behielt Helmut die Ruhe und versuchte telefonisch zu den Verantwortlichen der deutschen Botschaft durchzudringen. Und tatsächlich, nach mehreren Anläufen und einigen Warteschleifen hatte sie jemandem am Telefon. Jetzt hatten wir einen Termin, und bekamen auch sofort Einlass in die deutsche Botschaft in Asuncion. Wir waren alleine in dem kleinen Raum vor der dicken gepanzerten Scheibe, füllten unsere Reisepassanträge aus und reichten diese, mit zwei Biometrischen Passbildern durch den kleinen Schlitz des dicken Sicherheitsglases.
Jetzt wurde noch die Gebühr von 60,-Euro für den Pass zuzüglich 21,-Euro Auslandsgebühr fällig, alles natürlich in Guarani zu entrichten, und die Sache war erledigt. Per E-Mail werden wir nun informiert, wann unsere neuen Pässe fertig sind und das kann sechs bis acht Wochen dauern. Ich rechen mal mit zehn bis zwölf Wochen, denn dass "Arbeiten" und "Ämter" syntaktisch nicht in einen sinnvollen Zusammenhang zu setzen sind, hat uns die einfache Beantragung eines Reisepasses einmal wieder gezeigt.
Donnerstag, 24. August 2017
Wieder zu Hause
Drei Monate Deutschland"urlaub" liegen hinter uns und am Dienstagmorgen landeten wir wieder wohlbehalten auf dem Asuncioner Flughafen.
Dem Kalender nach sollte in Deutschland Sommer sein, doch es war, glaube ich, der beschissenste Sommer, den ich je erlebt habe. Vielleicht war das auch gar nicht so verkehrt, denn so konnten wir uns voll und ganz auf unser Projekt "Sanierung eines Reetdachhauses" stürzen. Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden, auch wenn es noch drei deutsche Sommer dauern wird, ehe die ersten Feriengäste dort Quartier beziehen können.
Natürlich wurde alles ordnungsgemäß dokumentiert und in Bildern festgehalten, wobei ich den Vorher- Nachher-vergleich immer am interessantesten finde. Hier mal das neu entstandene Badezimmer.
Oder das Schlafzimmer.
Jetzt heißt es erst einmal akklimatisieren und langsam wieder ins Farmleben einsteigen. Der hiesige Winter hilft uns dabei und hält für die nächsten Tage blauen Himmel, Sonne und winterliche Temperaturen um 30°C bereit.
Dem Kalender nach sollte in Deutschland Sommer sein, doch es war, glaube ich, der beschissenste Sommer, den ich je erlebt habe. Vielleicht war das auch gar nicht so verkehrt, denn so konnten wir uns voll und ganz auf unser Projekt "Sanierung eines Reetdachhauses" stürzen. Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden, auch wenn es noch drei deutsche Sommer dauern wird, ehe die ersten Feriengäste dort Quartier beziehen können.
Natürlich wurde alles ordnungsgemäß dokumentiert und in Bildern festgehalten, wobei ich den Vorher- Nachher-vergleich immer am interessantesten finde. Hier mal das neu entstandene Badezimmer.
Oder das Schlafzimmer.
Jetzt heißt es erst einmal akklimatisieren und langsam wieder ins Farmleben einsteigen. Der hiesige Winter hilft uns dabei und hält für die nächsten Tage blauen Himmel, Sonne und winterliche Temperaturen um 30°C bereit.
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