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Montag, 12. Februar 2024

Der Strand von Villa Florida

Fährt man von Asuncion aus, die Ruta 1 in Richtung Encarnacion, landet man nach ca.160 km in Villa Florida. Es ist ein kleines Städchen, das am Rio Tebicuary liegt.
Bei starken Regenfällen, wie wir sie im Dezember hatten, steigt der Wasserpegel des Tebicuary stark an und die breiten Sandstrände verschwinden für einige Zeit, bis sie langsam wieder auftauchen.
Es ist Sommer und am Wochenende sind die Strände von Villa Florida gut besucht. An den Wochentagen dagegen ist man oft allein auf weiter Flur.
Auch die Freunde des Angelsports finden hier viele schöne Ecken zum Fischen und fährt man mit dem Boot den Fluß herunter gibt es viele tolle Ankerplätze.
Die Kühlbox sollte immer gut gefüllt sein, denn außer in der Stadt Villa Florida selbst und am Hauptstrand "Playa Paraiso" sucht man, entlang des Flusses, vergeblich nach lecker Bierchen oder einer Bratwurst.
Ob zum Fischen, Campen, Baden oder Entspannen, Villa Florida steht immer mit ganz oben auf unserer Ausflugsliste.

Mittwoch, 12. Oktober 2022

Was (oder wer) war zuerst da?

Das Huhn oder das Ei? Diese Frage kann ich leider nicht beantworten, aber wenn mich jemand fragt, ob zuerst der Fisch oder der Fischreiher am Teich war, habe ich da eine ganz klare Meinung.
Noch kein Grätentier im Teich, aber der Fischreiher steht schon Gewehr bei Fuß. Ich kenne mich mit Vögeln (Vögeln groß geschrieben) nicht so aus, aber ich nehme an, dass es ein Silberreiher war, der da gestern den neuen Fischteich begutachtete. Warum ist da eigentlich noch kein Fisch drin?
Ich könnte jetzt etwas von Quantenphysik erzählen, aber ich mache es kurz. Vorgestern hat Helmut 200 Jungfische bestellt, die wir gestern Nachmittag abholen konnten. Der Fischreiher war einfach nur ein paar Stunden zu früh am Start.
In unserer Nähe gibt es ein, ich nenne es mal, Fischereibetrieb, der 1998 von einem Belgier gegründet wurde. Eco Pez oder Granja Aida ist in ganz Paraguay bekannt und produziert jährlich bis zu 250 Tonnen Fisch für das ganze Land. Wir waren gestern Nachmittag vor Ort und holten unsere kleine Bestellung von 100 Tilapia und 100 Pacu ab.
Ein Jungfisch Pacu kostete 3000 Gs und ein pubertierender Tilapia 2000 Gs. Am Nachmittag dann die Umsetzung in ihr neues zu Hause.
Wir essen nicht jeden Tag Fisch, also sind 200 Fische (wenn sie mal groß sind) viel zu viel für uns. Aber wir haben ja noch unseren Reihner. So heißt unser neuer, weißer, gefiederter Freund jetzt und der darf uns ruhig ( einmal im Monat!!!) besuchen.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Die Touris sind los

Zwei Wochen sind Franzens nun bei uns zu Besuch und ihr Urlaub neigt sich so langsam dem Ende. Natürlich haben wir einiges unternommen, wobei wir nicht das volle Programm geschafft haben. Da war zum Beispiel ein Geburtstag in der Nachbarschaft, auf dem Conny und Andy herzlich von den Paraguayern aufgenommen wurden.
Und selbstverständlich gehörte auch eine Flusswanderung, mit einem anschließendem Bad in einer 22°C kühlen Lagune dazu.
Und dass in Paraguay alles oft anders kommt als geplant, konnten unsere Freunde bei dem Besuch der Hauptstadt lernen. Eigentlich standen ein Abstecher in die Altsatdt und ein Bummel über den Mercado Quadro auf dem Plan, aber die Pumpe unserer Klimaanlage machte einen dicken Strich durch diese Vorhaben.
Kurz entschlossen machten wir uns wieder auf den Rückweg. Ein Stop in unsere alten Wirkungsstätte Aregua zog sich dann etwas in die Länge. Der Besuch in der Pizzeria von Steffen und ein Abstecher zu den Nachbarn des Geländes unserer ehemaligen Kartbahn, ließ uns erst nach Sonnenuntergang wieder in Richtung Farm fahren.
Ebenfalls auf dem Touriprogramm stand ein kleiner Angelausflug. Auch hier wieder die Erfahrung, dass meist alles anders kommt, als geplant. Die Köder wurden vergessen und so suchten wir uns ein schattiges Plätzchen zum entspannen. Natürlich nicht vergessen, wurde die Kühlbox mit dem lecker Bierchen und nach einer leckeren Erfrischung machte ich mich auf die Suche nach Würmern und buddelte mit den Händen in der Erde.
Die Suche war erfolgreich und so kam die Angel doch noch zum Einsatz. Während sich Conny, Andy und Helmut auf Fischjagd begaben, wollte ich unser Auto etwas näher an unsere Angelstelle fahren. Es stellte sich heraus, dass diese Idee nicht unbedingt einer meiner besten war, denn kurze Zeit später steckte ich wieder einmal bis beide Ohren im Schlamm fest.
Trotz der herbeigerufenen Anglerkollegen, konnten wir unser Auto an diesem Abend nicht mehr aus der Erde Paraguays befreien und ließen es alleine zurück. Mit Spaten und frischer Energie bewaffnet machten wir uns dann am nächsten Morgen auf, den Wagen zu befreien. Ein Trecker war auch schon vorsorglich bestellt, jedoch bevor dieser eintraf hatten Andy und ich das Auto trocken gelegt und konnten mit mit eigener Kraft das Schlammloch verlassen.
Die letzten drei Tage gehen wir nun ruhig an und werden unseren Pool belagern, bevor es dann am Montag wieder ins kalte Deutschland geht.
Dann heißt es bis bald, denn das Versprechen liegt schon vor, dass es nicht der letzte Besuch von Andy und Conny in Paraguay war.

Freitag, 11. Januar 2013

Ausflug nach Alberdi

Alberdi ist ein kleines Fischerstädtchen am Rio Paraguay, ca. 140 km von Asuncion entfernt. Der Rio Paraguay markiert die Grenze zu Argentinien und viele kleine Boote transportieren den regen Grenzverkehr von Alberdi nach Formosa und wieder zurück.
Wir packten unsere Angelausrüstung auf die Ladefläche und wollten uns das kleine Städtchen einmal anschauen. Nach einem guten Frühstück machten wir uns, auf in Richtung Villeta. Kurz vor Villeta ging es dann links ab, in Richtung Alberdi, immer parallel zum Rio Paraguay entlang. Nach ca. 40 km gut asphaltierter Strecke endete der Asphalt plötzlich und vor uns lagen noch 60 km Erdstraße.
Die Holperpiste verlangte alles von Federn und Stoßdämpfern und nach geschätzten 30 km Schüttelfahrt machten wir Mittagspause in einer kleinen "Raststätte".
Nach einem Beefsteak mit Spiegeleiern ging es dann weiter nach Alberdi, wo wir nach weiteren, gut durchgeschüttelten 30 km ankamen.
Wir schauten uns den kleinen Markt von Alberdi an, wo man das eine oder andere Schnäppchen machen kann.
Wir hatten noch ein anderes Anliegen, denn bei Dirk seiner Einreise in Paraguay vor vier Wochen, vergaßen wir uns den Einreisestempel vom paraguayischen Zoll zu holen. Diesen wollten wir nun besorgen und suchten das paraguayische Zollbüro. Dieses fanden wir dann bei der Anlegestelle der Fähre und der freundliche Zöllner machte keine Zicken und stempelte ohne Fragen, Dirk`s Reisepass ab.
Eigentlich wollten wir jetzt noch die Angel auswerfen, doch nachdem wir die Erdstraße kennengelernt hatten, machten wir uns wieder auf den Rückweg, denn es war Regen angesagt und dieser hätte die Strasse für ein paar Tage unpassierbar gemacht. Auf dem Rückweg hielten wir noch kurz in dem Fischerdörfchen Villa Oliva.
Nun lagen nur noch ein paar km Erdweg vor uns und wir erreichten noch vor Sonnenuntergang den Asphalt.
Eine Stunde blieb uns noch, bevor die Sonne sich für diesen Tag verabschiedete und wir suchten uns einen Angelplatz am Rio Paraguay. Ein kleiner Wegweiser an der Straße führte uns an eine schöne Angelstelle, wo man sich auch ein Boot hätte ausleihen können. Da eine kleine Despensa auch ein lecker Bierchen auf Lager hatte, stellte wir unser Zelt auf und machten uns auf die Fischjagd. Zunächst brauchten wir einen Köderfisch und so hielten wir den Angelhaken als erstes in einen kleinen Seitenarm des Rio Paraguay.
Und tatsächlich war Dirk nach einer halben Stunde erfolgreich.
Schnell war die Angel auf die grösseren Fische umgebaut und der neue Köder angebracht. Bis zur völlige Finsternis warteten wir auf den großen Fang.
Doch die Fische hatten wohl an diesem Abend schon gespeist und so blieb unser Kescher leer. Die kleine Despensa hatte noch geöffnet und da es ja kein Fisch zum Abendbrot gab mussten wir uns mit ein paar lecker Bierchen zufrieden geben, bevor wir uns dann in das Zelt zur verdienten Nachtruhe begaben.
Gute Nacht John Boy. Gute Nacht Elisabeth.

Sonntag, 11. November 2012

angeln in Acahay

Temperaturen um 28°C und wolkiger Himmel-ideales Angelwetter. Wir machten uns gestern Nachmittag auf, zu den Tilapiateichen von "ECO-PESC", 6,5km von Acahay entfernt. Eine grosse Anlage, die unter belgischer Hand, ganz Paraguay mit frischem Tilapia versorgt. Der Weg dorthin ist gut ausgeschildert und sollte man die Orientierung verlieren, findet man immer jemanden, der einem den Weg erklärt. Die Anlage ist täglich geöffnet, auch wenn manchmal das große Eingangstor geschlossen ist. Nach einer kurzen Einweisung durch das Fischerspersonal kann auch schon losgeangelt werden.
Für einen Angler sind 5000Gs zu entrichten, wobei eine Angel und Köder im Preis mit inbegriffen sind, sollte man dieses nicht dabei haben. Wir hatten natürlich unser hochmodernes Kampfgeschirr dabei, doch nach einer Weile mussten wir feststellen, dass die paraguayische Ausführung einer Angel, bestehend aus einer Bambusrute mit angeknoteter Sehne, ohne Pose und Blei um ein vielfaches erfolgreicher war als unser unzerstörbarer Glasfiberstab mit Hightechedelstahlangelsehnenaufwickelgerät. Nach zwei Stunden hochkonzentriertem Fische füttern, hatten wir den Eimer voll und packten unsere Sachen.
9,5kg Fisch hatten wir zusammen gefischt, wobei mein Vater mit 5 Fischen am Ende der Champion war. Für ein kg Tilapia wurden dann 18.000Gs berechnet und wer die Fische auch gleich noch gesäubert in die Kühltasche stecken möchte, haut nochmal 2.000Gs drauf.
Am Abend gab es dann zwei Bleche mit gebackenem Fisch, der so lecker war, dass die Fische schneller weg waren, als ich den Fotoapparat draufhalten konnte.
Es war ein schöner Nachmittag und wenn die Sonne wieder mal hinter den Wolken feststeckt, sind wir bestimmt ab und zu dort anzutreffen. Petri heil

Dienstag, 24. April 2012

ohne Kamera in die neue Woche

Am Sonntag packten wir unsere Angelkoffer, Badehosen und Grillzeug in die Satteltaschen und machten uns mit Gleichgesinnten auf zum großen Fischen. Als wir am späten Abend wieder zurück waren, bemerkte ich das Fehlen meines Fotoapparates. Am Montagmorgen machte ich mich dann bei Sonnenaufgang mit Pfred auf den Weg um die Kamera zu suchen. Vorher durchsuchte ich das Auto und alle Taschen nach der Knipse-ohne Erfolg. Auch meine Suchaktion zu Pferde blieb ohne Ergebnis und am gestrigen späten Nachmittag erklärte ich in tiefer Trauer, den Fotoapparat als "offiziell wech". Die Trauer war schnell verflogen und wir machten uns auf nach Quiindy, um nach einer neuen Kamera zu schauen. Ein schönes Model war auch schnell gefunden, aber wir wollten noch einen Preis zum vergleichen einholen. Als wir uns dann ins Auto setzten, lag da auf dem Boden der Beifahrerseite, wundersamer Weise mein Fotoapparat. Wie er da nun hin kam, kann sich keiner erklären und es wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben. Doch so kann ich euch doch noch ein paar Fotos vom Sonntag nachreichen.
Die Fische waren nicht so groß wie erhofft, doch wir hatten vorsorglich Bratwurst und Steaks mit dabei und so musste keiner hungern. Das Verschwinden meines Fotoapparates und das plötzliche wieder Auftauchen wird mir noch einige Tage Rätsel aufgeben. Sind es vielleicht doch die Außerirdischen, die sich langsam unter uns mischen oder drückt lecker Bierchen etwa auf den Sehnerv?

Montag, 16. April 2012

ein perfekter Sonntag

Blauer Himmel und angenehme Temperaturen um 28°C luden zu einem Ausritt am gestrige Sonntag ein. Also schnell die Pferde gesattelt und aufgesessen.
Unser Ziel war eine Ort, an dem zwei Flüsse zusammenfließen und man baden und angeln kann. Vorbei an einer Menge Rinder, ging es über riesige kommunalen Weideflächen bevor wir nach ca. 6km an unserem Ziel waren.
Beim nächsten mal ist der Grill mit im Gepäck, denn feiner Sandstrand, klares Wasser und absolute Ruhe laden zum Picknick ein. Doch dieses mal war es nur ein kurzer Ausflug und wir ritten wieder in Richtung Farm. Pünktlich zum Mittagessen waren wir wieder zurück und machten Stopp beim Haus unseres Capataz. Elso`s Frau, Ramona hatte Geburtstag und wir waren zum Essen eingeladen.
Es gab Hühnchen, Bratwurst und Reissalat. Nach einem schmackhaften Essen, setzten wir uns dann in den Schatten und schlürften ein paar lecker Bierchen. Dann erzählte uns Elso, dass in der Nähe ein deutsches Paar eine kleine Despensa eröffnet hat. Der Hintern konnte noch ein paar Kilometer im Sattel vertragen und so hieß es wieder aufsatteln und wir machten uns auf den Weg, zu unseren Nachbarn. Nach geschätzten 6km waren wir dort und lernten unsere Nachbarschaft kennen. Ute und Reiner wohnen seit drei Jahren fast neben uns und erst jetzt, trafen wir sie zum ersten mal.
Bei ein paar lecker Bierchen wurde bis in den späten Abend geplaudert, bevor wir dann den Heimweg antraten. Helmut tat nun doch der Hintern weh und sie zog es vor, mit dem Motorrad nach Haus zu fahren, mit dem Paul und Elso unterwegs waren. Elso und Paul übernahmen die Pferde und Helmut und ich stiegen auf`s Motorrad um. Leider hatte Paul noch den Motorradschlüssel in der Tasche, als sie schon über alle Berge waren. Reiner und Ute boten uns ihr Motorrad an und wir konnten unseres stehen lassen und heute morgen wieder tauschen.
Gegen neun Uhr waren wir dann wieder zu Hause und fielen k.o. ins Bett. Es war ein Sonntag, ganz nach meinem Geschmack und die Despensa von Reiner und Ute wird nun bestimmt öfter mal von unserem Pferd angesteuert.