Donnerstag, 15. November 2012

wieder nach Hause

So schnell gehen drei Wochen vorbei. Während ich hier jetzt sitze, befinden sich meine Eltern im Landeanflug auf Frankfurt. Gestern Nachmittag verabschiedeten wir sie am Asuncioner Flughafen und sie traten wieder ihren Heimweg ins kalte Deutschland an.
Es waren drei schöne Wochen und im Gepäck sind eine Menge Fotos und Erinnerungen. Bei uns kehrt nun wieder für zwei Wochen der Alltag ein, bevor sich dann der nächste Besuch angekündigt hat.

Dienstag, 13. November 2012

15 Jahre fehlen

So ein Geburtstag hatten wir noch nicht auf unserer kleinen Farm. Mein Vati hat nichts anderes in seinem Urlaub zu tun gehabt, als sein 85. Lebensjahr bei uns zu vollenden. Eine kleine Feier war das wenigste, was wir ihm organisieren konnten und das haben wir natürlich gemacht.
Liveband, Schwein am Spieß, und viele liebe Gäste werden für meinen Vater unvergesslich bleiben.

Sonntag, 11. November 2012

angeln in Acahay

Temperaturen um 28°C und wolkiger Himmel-ideales Angelwetter. Wir machten uns gestern Nachmittag auf, zu den Tilapiateichen von "ECO-PESC", 6,5km von Acahay entfernt. Eine grosse Anlage, die unter belgischer Hand, ganz Paraguay mit frischem Tilapia versorgt. Der Weg dorthin ist gut ausgeschildert und sollte man die Orientierung verlieren, findet man immer jemanden, der einem den Weg erklärt. Die Anlage ist täglich geöffnet, auch wenn manchmal das große Eingangstor geschlossen ist. Nach einer kurzen Einweisung durch das Fischerspersonal kann auch schon losgeangelt werden.
Für einen Angler sind 5000Gs zu entrichten, wobei eine Angel und Köder im Preis mit inbegriffen sind, sollte man dieses nicht dabei haben. Wir hatten natürlich unser hochmodernes Kampfgeschirr dabei, doch nach einer Weile mussten wir feststellen, dass die paraguayische Ausführung einer Angel, bestehend aus einer Bambusrute mit angeknoteter Sehne, ohne Pose und Blei um ein vielfaches erfolgreicher war als unser unzerstörbarer Glasfiberstab mit Hightechedelstahlangelsehnenaufwickelgerät. Nach zwei Stunden hochkonzentriertem Fische füttern, hatten wir den Eimer voll und packten unsere Sachen.
9,5kg Fisch hatten wir zusammen gefischt, wobei mein Vater mit 5 Fischen am Ende der Champion war. Für ein kg Tilapia wurden dann 18.000Gs berechnet und wer die Fische auch gleich noch gesäubert in die Kühltasche stecken möchte, haut nochmal 2.000Gs drauf.
Am Abend gab es dann zwei Bleche mit gebackenem Fisch, der so lecker war, dass die Fische schneller weg waren, als ich den Fotoapparat draufhalten konnte.
Es war ein schöner Nachmittag und wenn die Sonne wieder mal hinter den Wolken feststeckt, sind wir bestimmt ab und zu dort anzutreffen. Petri heil

Freitag, 9. November 2012

Nagelprobe

Wir brauchten ein paar Latten und unser Capataz sägte uns diese mit der Kettensäge zurecht. Mein Vater fragte mich, ob ich denn keine Kreissäge oder Handkreissäge hätte. Ich erklärte ihm, dass wir hier in Paraguay anderes Holz haben, als man es von Deutschland her kennt und sich eine Handkreissäge schnell mal in Rauch auflöst. Sein skeptisches Gesicht sagte mir, dass er mir nicht so recht glaubt und dass unser Holz doch nicht viel härter als in Deutschland sein kann. Ich gab ihm ein Stück Urunday und ein paar Nägel. Nun ist mein Vater bestimmt nicht handwerklich ungeschickt und ein Nagel bekommt er immer in die Wand. Doch an nach vier krummen Nägeln legte er fassungslos den Hammer beiseite.
Dann zeigte ich ihm noch, dass nicht jedes Holz schwimmt. Während der Lapachostuhl knapp unter der Wasseroberfläche schwamm, ging das Stück Holz vom Urunday wie ein Stein unter. Nun sah auch mein Vater ein, dass die Kettensäge in Paraguay die bessere Wahl ist.

Dienstag, 6. November 2012

Äarger mit der Wasserversorgung

Bisher zahlten wir für unseren Wasseranschluss, eine monatliche Pauschale von 15.000Gs. Nicht immer wurde Druck auf die Wasserleitungen gegeben und oftmals kam auch mehr Druckluft als Wasser aus dem Wasserhahn. Nun kam die Wasserwirtschaft auf die geniale Idee, die Wasseruhren abzulesen und die monatlichen Rechnungen dem Verbrauch anzupassen. 50.000Gs stand nun auf unserer letzten Rechnung und auch wenn das noch günstig erscheint, ist es für Paraguay doch sehr viel Geld. Und nicht nur bei uns erhöhte sich die Rechnungssumme, sondern in der gesamten Nachbarschaft hörte man ein lautes "Sind die denn bescheuert?" durch die Fensterläden. In den nächsten Tagen soll es eine Versammlung geben, wo jeder seinen Frust los werden kann. Wir haben schon mal eigene Maßnahmen gegen den Preiswucher ergriffen und ich habe unsere eigene Wasserquelle freigelegt.
Frisches Quellwasser aus den Tiefen des Berges sprudelt nun aus einer Felsspalte und wir müssen nur noch eine Möglichkeit finden, das Wasser 50m hoch über eine Distanz von 550m zu pumpen. Beim freilegen der Quelle entdeckte ich dann noch diesen alten Bekannten.
Ein kleiner Aal und ein Babyaal schlängelten sich durch den Modder und wurden in unseren Teich gesetzt. Ob sie da bleiben, wissen wir noch nicht, aber trotzdem gab es einen Namen für die kleinen Fische. Und ich finde einen passenderen Namen als Aalfred und Kaala konnten wir nicht finden.