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Donnerstag, 17. Oktober 2024

Fußballwochenende in Argentinien

Mit meinen alten Männern ging es am vergangenen Wochenende nach Argentinien zum Fußballturnier. Insgesamt 8 Mannnschaften spielten um den Turniersieg. Am Samstag hatten wir drei Gruppenspiele und mit einer Niederlage und zwei Siegen stolperten wir ins Halbfinale.
Das Halbfinale wurde dann am Sonntagvormittag angepfiffen. Die Feierlichkeiten der Nacht steckten wohl noch in unseren Knochen und so ließen wir unseren Gegner sportlich fair ins Finale einziehen. Auch wenn wir nicht den Sieg mit nach Hause genommen haben, so hatten wir viel Spaß und jede Menge Bewegung. Außerdem konnten wir das erste Mal unsere neuen Uniformen austragen, welche von der "Posada la Familia" gesponsort wurden.
Das nächste internationale Turnier ist nach der Sommerpause am 15.März in Buenos Aires geplant. Bis dahin rollt der Ball jeden Samstag weiter in Acahay.

Montag, 12. Februar 2024

Der Strand von Villa Florida

Fährt man von Asuncion aus, die Ruta 1 in Richtung Encarnacion, landet man nach ca.160 km in Villa Florida. Es ist ein kleines Städchen, das am Rio Tebicuary liegt.
Bei starken Regenfällen, wie wir sie im Dezember hatten, steigt der Wasserpegel des Tebicuary stark an und die breiten Sandstrände verschwinden für einige Zeit, bis sie langsam wieder auftauchen.
Es ist Sommer und am Wochenende sind die Strände von Villa Florida gut besucht. An den Wochentagen dagegen ist man oft allein auf weiter Flur.
Auch die Freunde des Angelsports finden hier viele schöne Ecken zum Fischen und fährt man mit dem Boot den Fluß herunter gibt es viele tolle Ankerplätze.
Die Kühlbox sollte immer gut gefüllt sein, denn außer in der Stadt Villa Florida selbst und am Hauptstrand "Playa Paraiso" sucht man, entlang des Flusses, vergeblich nach lecker Bierchen oder einer Bratwurst.
Ob zum Fischen, Campen, Baden oder Entspannen, Villa Florida steht immer mit ganz oben auf unserer Ausflugsliste.

Samstag, 20. August 2022

Der Weg zum Lago Ypoa

Alle guten Dinge sind vier, denn erst im vierten Anlauf erreichten wir  tatsächlich die Ufer des Lago Ypoa. Seit ein paar Monaten findet man in Quiindy einen Wegweiser zum See, der seit 1992 Naturschutzgebiet ist. Er soll eine maximale Tiefe von 2,60 m haben. Vom Busterminal Quiindy sind es 27km gut befahrbare Erdstraße (trockenes Wetter vorausgesetzt), die einen durch große Weideflächen und weite Landschaften führt.



Nach ca.30 min Fahrtzeit endlich der erste Blickkontakt zum See.
20 min später erreichten wir dann zum ersten Mal die Ufer des Lago Ypoa.
Das Wetter war klasse und so war es nicht verwunderlich, dass wir an diesem Tag nicht alleine diesen Ausflug planten.
Noch ist es am Strand vom Lago Ypoa ruhig und ein Ausflug dorthin ist mehr oder weniger ein Geheimtipp. Doch etwas abseits vom Hauptstrand entdeckten wir auch die ersten Zeichen von Zivilisation.
Wir sind gespannt, was am See in den Sommermonaten los ist und beim nächsten Mal sind die Kühlbox und ein paar Bratwürste auf alle Fälle mit im Gepäck.

Montag, 15. Oktober 2018

10 Tage Paraguay

Zwei Wochen Herbstferien in Deutschland bedeuteten für Jil 10 Tage Paraguay erleben. Und auch wenn das Wetter mit viel Regen und wenig Sonne daher kam, konnten wir doch einiges mit Jil unternehmen. Beim Aufstieg auf den "Cerro Acahay" war uns der Wettergott noch gnädig und verwöhnte uns mit blauem Himmel und guter Fernsicht.
Gegrilltes Fleisch am Straßenrand geht bei jedem Wetter und auch wenn es für Vegetarier in einem klassischem Fleischland nicht leicht ist, gab es auch für Jil immer etwas zu essen.
Für ein 16-jähriges Mädel gibt es bestimmt interessantere Dinge aber auch ein Besuch der Basilika in Caacupe stand mit auf der "zu erledigen Liste".
Auch für uns das erste Mal, war der Salto Cristal bei Regenwetter.
Auf den kleinen Wasserfall folgte der große Bruder und auch hier wieder dicke Wolken und dennoch eindrucksvoll wie immer.
Am Abreisetag gabs dann doch nochmal ein wenig Sonne und bevor es in den Flieger ging, war noch Zeit für einen Abstecher in die Hauptstadt.
Heute sitzt Jil wieder auf der Schulbank und wir hoffen, dass ihr der kurze Trip in eine andere Welt gefallen hat und sie vielleicht einmal wieder in Paraguay vorbei schaut.

Samstag, 13. Januar 2018

Urlaub in Paraguay

In diesem Moment befindet sich unsere Tochter Marie im Landeanflug auf Lissabon. Knapp zwei Wochen Paraguayurlaub sind vorbei und Marie ist mit ihren Freunden auf dem Weg ins winterliche Deutschland.
Nun ist Paraguay nicht unbedingt ein typisches Urlaubsland, und doch kann man hier einiges unternehmen. So besuchten die Vier die Wasserfälle von Foz de Iguazu sowie den kleineren Bruder, den Salto Cristal und waren begeistert von dem Naturspektakel.
Zum Farmurlaubsbespaßungsprogramm gehört auch immer das Erklimmen des Cerro Acahay, um sich einmal einen "Überblick" von Paraguay zu beschaffen.
Natürlich wurden auch die einen oder anderen lecker Bierchen vernichtet, ob auf der Farm oder bei Freunden.
Und wenn mal Entspannung auf dem Plan stand, tauchten die Vier ins ganz normale Farmleben ein.
Es war eine schöne Zeit mit Marie, Christoph, Tommy und Nicole und wir hatten jede Menge Spaß.
Nun heißt es für die Vier wieder dicke Jacke und Socken anziehen, um den derzeitigen, deutschen Temperaturen zu zu trotzen.

Montag, 13. November 2017

Sonntagsausflug zum Lago Ypoa

Sonntagmorgen 8.00 Uhr, strahlender Sonnenschein und blauer Himmel, die Kühlbox ist einsatzbereit und die Badehose gepackt. Unser Ziel, der Largo Ypoa, ca. 30km Luftlinie von unserer Farm entfernt. Und dann gings auch schon los, immer im Schatten des "Cerros Acahay".
Geführt werden wir von Google-Maps, das für uns die kürzeste Strecke ausweist. Holzbrücken sind dabei ganz normal, aber auch immer wieder ein Foto wert.
Dass bei der kürzesten Strecke die Wege des Öfteren abenteuerlich sind, kann sich jeder denken und manchmal kommt man nicht drum herum, umzukehren und einen anderen Weg zu suchen.
So fahren wir ca. 40 Minuten durch viel Landschaft und verlieren dabei den alten Vulkan von Acahay nicht aus den Augen.
Der Granja "Yvaga Rape" wollten wir schon immer mal einen Besuch abstatten und da liegt sie plötzlich auf unserer Route. Also machen wir unseren ersten Stop für eine kleine Erfrischung und einen kurzen Rundgang.
Nach zwei gescheiterten Anläufen ist es unser dritter Versuch, irgendwie an den Lago Ypoa zu gelangen und dieses Mal wählen wir den Weg von Crapegua aus, in Richtung Beni Loma. Tatsächlich gibt es auch einige Hinweisschilder auf den schönen See. Und dann ist er, wie aus dem Nichts, zu sehen und streckt sich blau am Horizont durch die Landschaft.
5 Minuten später stehen wir vor einem Tor und sehen, nicht weit entfernt, ein Kanu auf dem der Bootsmann gerade ein kleines Nickerchen machte.
"Früher gab es hier einen Campingplatz und die Kanus fuhren die Touristen auf den See. Doch diese Zeiten sind schon lange vorbei." erklärt uns der freundliche Seemann.
Da ein breiter Schilfgürtel den See umgibt, fragen wir ihn, ob er uns nicht auf den See schippern kann. "Nein, ich warte hier auf irgendwelche Wissenschaftler, die ich verschiffen soll."
So bleibt uns nur die Sicht auf den See aus der Ferne, aber der Fuhrmann tut uns den Gefallen und posiert vor meiner Kamera.
Mission Lago Ypoa zum dritten Mal gescheitert. Aber wir werden nicht aufgeben und ein vierter Versuch lässt bestimmt nicht lange auf sich warten.
Es war trotzdem ein schöner Sonntagsausflug und so ging es, unverrichteter Dinge, wieder Heimwärts, in Richtung Cerro Acahay, der immer noch am Horizont zu sehen war.
Im Nachhinein ärgere ich mich darüber, dass ich den Kanuten nicht nach seiner Telefonnummer gefragt habe. Oder besser, Helmut habe fragen lassen. So wird der nächste Ausflug zum Lago Ypoa eben wieder eine Reise ins Ungewisse.

Sonntag, 23. Oktober 2016

In drei Tagen ans Ende der Welt und zurück

Es ist schon eine Weile her, dass es hier den letzten Post zu lesen gab. Es gab aber auch keine besonderen Vorkommnisse.
Um das zu ändern entschlossen wir uns kurzer Hand, endlich unseren lange geplanten Bolivientrip, in die Tat umzusetzen. Am Dienstag schnallten wir unsere Rucksäcke auf und machten uns auf den Weg in unser Nachbarland. Am Busbahnhof in Asuncion, dann die erste Panne. Der Direktbus nach Santa Cruz hatte nur noch einen freien Platz und der nächste Bus fuhr erst wieder am nächsten Abend. Nun hatten wir keine Lust noch einen Tag in Asuncion rumzuhängen und so charterten wir uns einen Bus in den Chaco, nach Mariscal Estigarribia, womit wir nach dortiger Landung schon mal ein Drittel der Strecke hinter uns gehabt hätten. Pünktlich um 21.00Uhr startete dann auch der gut klimatisiert und bequeme Bus.
Über Nacht ließen wir dann auch die ersten 530km hinter uns und kamen am nächsten Morgen um 6.00Uhr am Zielort an.
In der Tankstelle des Ortes, erfuhren wir dann, dass in der nächsten halben Stunde ein Bus kommen würde, der weiter in Richtung Bolivien fährt. Dieser kam dann auch tatsächlich nach einer guten Stunde und wir setzetn unsere Reise fort. Nur nicht ganz so bequem und ohne Klimaanlage.
Der Gran Chaco ist aus unserer Sicht eher etwas eintönig. Wohin man guckt nur Sträucher und plattes , heißes Land. Ja und Sand und Staub und dieser drang nun durch alle Ritzen, und das waren nicht wenige, unseres Reisemobiles, denn die Straße hatte nun keine Asphaltdecke mehr, sondern bestand nur noch aus riesigen Löchern und Sandbergen. So war es auch kein Wunder, dass wir für die folgenden 140km nur schlappe 6 Stunden brauchten. Endstation des Buses war la Patria, eine kleine Ansammlung von staubigen Bretterhütten, einer Tankstelle und einem "Hotel". In einer kleinen Despensa, erfuhren wir, dass es am nächsten Moregn einen Bus nach Bolivien gibt und dieser gegen 7.00Uhr abfährt. So suchten wir das "Hotel" und bekamen auch das einzige und letzte Zimmer des Ortes.
Am nächsten Morgen wollten wir nur noch raus aus unserer lieblichen Behausung und standen pünktlich um 6.00Uhr an der vermeindlichen Bushaltestelle. Was nicht kam war der Bus. Wir haben schon oft gehört, dass die Busse im Chaco manchmal stecken bleiben und nicht mehr weiter kommen und so stand für uns nun die Entscheidung an, weiter zu warten oder uns wieder auf den Rückweg zu machen. Noch eine Nacht an diesem trostlosen Ort wollten wir auf keinen Fall bleiben und so entschlossen wir uns das nächst beste Fahrzeug, egal in welche Richtung, anzuhalten. Ein Convoi von vier LKW hielt dann auch vor unserer Nase und die freundlichen Trucker boten uns einen Platz auf den Beifahrersitzen an.
Der Zufall hatte entschieden und so waren wir nun wieder auf dem Rückweg. Die Trucks kamen aus Bolivien und hatten jeweils 25 Tonnen Salz geladen. Dass sie mit diesem Gewicht nun nicht die schnellsten waren ist klar, doch die gute Straße ließ die Tachonadel selten über 20 kmh rutschen.
Kurz vorm nächsten Etappenziel Mariscal Estrigarribia dann ein Platten an einem Fahrzeug unseres Convois.
Das Ende ist schnell erzählt. Der Reifenschaden wurde behoben und als wir dann am Zielort waren, stand dort auch ein komfortabler Reisebuss abfahrtbereit. Donnersatg Nacht gegen 24.00Uhr waren wir dann wieder auf unserer Farm und fielen erschöpft in unsere Betten.
Bolivien haben wir vorerst noch nicht bereist und vom Chaco haben wir für die nächsten Jahre auf alle Fälle genug. Doch wir werden es wieder versuchen und vielleicht satteln wir dann doch aufs Flugzeug um. Jetzt sind wir froh wieder zu Hause zu sein und nachdem wir gestern durch Zufall auch gleich noch in eine paraguayische Geburtstagsparty schlitterte, wissen wir wie schön es doch bei uns ist.
In diesem Sinne, euch allen einen entspannten und erholsamen Sonntag.