Mittwoch, 15. Juni 2011

die Rückwanderer

In 5 Stunden, um 7.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit, startet unser Flieger in Richtung Heimat. Die letzten zwei Tage nutzten wir zu ausgiebigen Shoppingtouren, wobei Helmut nicht unbedingt Klamottengeschäfte oder Schuhläden suchte. Ein großes schwedischen Möbelhaus und verschiedenen Baumärkten waren da schon interessanter und so ist es nicht verwunderlich, dass in unseren Koffern, neben Schrauben, Grünkohlsamen und Solarlampen auch ein Schubkarrenrad zu finden ist.
Auch unsere Lieblingsgastwirte von vor drei Jahren, besuchten wir und Franki und Bonzo, vom Restaurant "Trainierbahn" in Neuenhagen, freuten sich über die Überraschung.Natürlich durfte auch der Grieche in Schöneiche bei Berlin nicht fehlen und nach einigen Ouzos waren wir wieder einmal die letzten Gäste.Am Ende unser kulinarischen Rundreise durch Deutschland, stand heute noch ein saftiger Döner auf dem Speiseplan, der nicht nur super lecker war, sondern auch mit 2,00 Euro, nicht mein Urlaubsbudget sprengte.So, nun muss ich noch ein bisschen Koffer wiegen und gegebenen Falls Gewichte verteilen.
Es waren zehn schöne Tage, in der alten Heimat, aber jetzt freuen wir uns auf zu Hause und wenn alles planmäßig läuft, landen wir heute, um 23.50 paraguayischer Zeit Uhr, in Asuncion.

Montag, 13. Juni 2011

Pfingsten in Deutschland

Mein Elternhaus haben wir wieder verlassen und sind nun nach Neuenhagen bei Berlin gefahren, wo wir die letzten Jahre, vor unserer Auswanderung nach Paraguay, gelebt haben. Dabei machten wir einen kurzen Stop am Berliner Hauptbahnhof, den ich als fertiges Bauwerk noch nicht kannte.Seit Samstagnachmittag sind wir nun hier und neben den Besuchen bei Freunden, stand eine Partie Beachvolleyball am Strand des Werlsees auf dem Programm. Sonnenschein und 25°C luden auch zu einem erfrischenden Bad bei gefühlten 10°C Wassertemperatur, ein.Gestern Nachmittag versuchten wir dann unser Urlaubsgeld ein wenig aufzustocken und verwetteten 5 Euro auf der Galopprennbahn in Hoppegarten. Der grosse Gewinn blieb natürlich aus, aber ein Besuch dort ist immer ein Erlebnis.Jetzt bleiben uns noch drei Tage Deutschlandbesuch, wobei der heutige Pfingstmontag noch einmal ruhig angegangen wird, bevor morgen dann das große Shoppen los geht.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Urlaub in Salzwedel/ Hoyersburg

Nach zwei Tagen Deutschland, können wir sagen, dass Deutschland ein schönes Urlaubsland ist, wenn das Wetter mitspielt. Auf dem Tagesprogramm stehen, neben vielen Besuchen bei Freunden und Verwandten, Ausflüge in Stadt und Land.Heute Vormittag hielten mein Vater und ich auch mal die Angel in den Teich und eine Rotfeder und eine Karausche gingen mir an den Haken.Natürlich erhielten die Fischlein ihre Freiheit wieder. Somit habe ich dem Deutschen Anglerverein auch keinen wirtschaftlichen Schaden zugefügt und er möge mir verzeihen, dass ich ohne gültige Angelberechtigung in den Gewässern auf Beutejagd war.
Urlaub bei Mutti bedeutet natürlich leckere Vollverpflegung und da gerade Spargelzeit ist, gibt es das köstliche Gemüse, in allen Varianten, bis zum Abwinken.Glücklicherweise werden beim Fliegen nur die Koffer gewogen, denn bei unserem Rückflug nach Paraguay, werden auch wir, ganz bestimmt ein wenig Mehrgewicht mit nach Hause nehmen.

Dienstag, 7. Juni 2011

von der Farm in 30 Stunden nach Salzwedel

Unsere kleine Farm, war anfangs nur als Wochenenddomizil gedacht und wurde dann aber mehr und mehr zu unserem Lebensmittelpunkt in Paraguay. Seit einem Monat sind wir nun ganz auf die Farm gezogen und Fragen wie: “Wird euch das nicht zu langweilig?“, oder “Ist es euch dort nicht zu einsam?“ können wir, bis heute klar verneinen. Nach fast drei Jahren, Paraguay fühlen wir uns, auf unserer Granja sau wohl und haben uns an unser neues Leben gewöhnt.
Nach fast drei Jahren, wurde es aber auch einmal wieder Zeit, einen kleinen Urlaub in Deutschland dazwischen zu schieben. Gestern morgen 5.10 Uhr Asuncioner Zeit, startete unser Flieger in Richtung Sao Paulo.Sieben Stunden Aufenthalt, auf einem Flughafen wo man für ein Baguette und eine kleine Büchse Bier 14,00 Euro bezahlt, muss man nicht unbedingt haben, aber auch das ist überstanden. Fast pünktlich landeten wir heute, nach einem kurzen Umsteigestopp in Madrid um 12.00Uhr mitteleuropäischer Zeit in Berlin. Am Flughafen wurden wir von unserem Freund Keek empfangen und zum Bahnhof Spandau gebracht.Hier setzten wir uns noch einmal in den Zug und waren um 16.00Uhr am Ziel unserer Reise, in Salzwedel unserer Geburtsstadt, wo wir die nächsten Tage bei meinen Eltern wohnen werden. Telefonisch sind wir unter 0175 8431816 zu erreichen.
Die nächsten 10 Tage wird deutsch gesprochen und ich bin gespannt, was die Zeit bringt.
Jetzt wird erst einmal der Grill angefeuert und ein frisches lecker Geburtstagsbierchen geöffnet.

Donnerstag, 2. Juni 2011

"Wirtschafts"-hilfe Deutschland

Am Montag waren wir bei TIGO, um uns zu beschweren. Funktionierte unser Internetstick anfangs zufriedenstellend, kam in den letzten Wochen kaum noch eine vernünftige Verbindung zu Stande. Die Beschwerde half kurzzeitig. Für zwei Tage hatten wir tatsächlich einen guten Empfang, doch seit gestern erreichen uns wieder nur wenig Internetsignale.
Wenn man aber unbedingt etwas aus dem www. braucht, muss man Alternativen suchen und so machten wir uns auf den Weg zum nächsten Sendemast von TIGO, kurz vor den Toren von Acahay.Die Verbindung war genial und Helmut konnte unser Anliegen um die Welt schicken.
Wir brauchten einen Flieger nach Berlin und nach ca. einer Stunde war der Flug gebucht.Glücklicher Weise befand sich in der Nähe unseres Standpunktes eine kleine Tankstelle, welche auch einen Kühlschrank, gefüllt mit lecker Bierchen hatte, was mir zum heutige Vatertag sehr entgegen kam. Am Ende hatte ich einen Liter lecker Bierchen weniger im Geldbeutel und meine Kreditkarte war um 1440,00Euro belastet.
Am Montag fliege ich dann(natürlich mit Helmut), seit fast drei Jahren, das erste mal wieder über den Atlantik und mit Glück, lande ich Dienstag Mittag auf Berlin Tegel.
In diesem Zusammenhang gratuliere ich allen Vätern dieser Welt und denen, die es noch werden wollen, zum heutigen (deutschen) Vaddertach.