Dienstag, 24. Januar 2012
deutsche Spuren in Paraguay
Der Urlaub für Dirk und Jörn neigt sich langsam dem Ende. Nachdem wir den beiden, drei Wochen lang Paraguay gezeigt haben, besuchten wir in den letzten Tagen ein paar deutsche Einwanderer und Jörn und Dirk konnten verschiedene Meinungen über das Auswandern nach Paraguay hören. Da gibt es welche, die schon über zehn Jahre hier leben und heute sagen, dass sie nicht wieder nach Paraguay auswandern würden. Sie hörten viele, schlimme Geschichten über Überfälle, Kriminalität und die paraguayische Mafia. Natürlich gab es auch positive Meinungen über Paraguay und deutsche Auswanderer die sich hier, auch nach vielen Jahren immer noch sau wohl fühlen.
Zum Beispiel machten wir in Villarrica Station und kehrten im Hotel Paraiso ein, welches von einem deutschen Ehepaar geführt wird. Eine leckerere kalte Platte, war eine willkommene Abwechslung zum täglichen Rindersteak und Fleischteller.Nach dem Abendessen ließen wir uns einen leckeren Eimer Sangria schmecken und eine lustige, deutschsprachige Runde hinterließ bei den Beiden doch noch einen positiven Eindruck von Paraguay.
Heute Abend gibt es nun das letzte Abendessen bei uns auf der Farm und bevor es morgen die grossen Wasserfälle gibt, gibt es heute noch den kleinen.
So, Badehose eingepackt und los geht`s.
Freitag, 20. Januar 2012
die Cowboys von Quiindy
Gestern Morgen wurden die Pferde gesattelt und wir machten einen kleinen Ausflug in die Natur.Die Pferde borgten wir uns aus der Nachbarschaft zusammen und unser Capataz und unser Nachbar übernahmen die Führung über Wiesen, Felder und Bäche.5 Stunden dauerte unser Ausritt und natürlich gehörten kleine Pausen mit einem lecker Bierchen mit zum Ausflugsprogramm.Auf unserem Ausritt trafen wir auch diesen jungen Mann.Auf 110 Jahre wird sein Alter geschätzt was man ihm nicht unbedingt ansieht. Es war ein toller Ausflug mit viel Natur pur.Am Ende waren wir aber wieder froh, festen Boden unter den Füssen zu haben und die Pferde freuten sich über eine erfrischende Dusche.
Dienstag, 17. Januar 2012
100000km durch Paraguay
Vor gut drei Jahren stand für uns die Frage, Gebrauchtwagen oder Neuwagen, im Raum. Wir entschieden uns damals für einen Neuwagen der Marke ZX-Auto, einem chinesischen Hersteller, der neu auf dem paraguayischen Automarkt war. Das Auto wird in China zusammengebastelt, wobei der Motor ein Nissan Turbodiesel ist, das Chassis von Isuzu ist und der Rest aus chinesischen Fabriken stammt. Nach gut drei Jahren auf paraguayischen Strassen stehen nun 104000km auf dem Tachometer. Probleme hatten wir, sehen wir mal von einem Kräftemessen mit einer Kuh ab, keine. Doch die paraguayischen Strassen sind nicht immer die besten und nun war es Zeit einiges an Verschleißteilen zu wechseln, da die Klappergeräusche und das Quitschen immer lauter wurden.
Dirk hat eine kleine, freie Autowerkstatt in Neuenhagen bei Berlin und da er schon mal hier ist und Urlaub macht, holte er heute den Werkzeugkasten aus der Werkstatt und legte sich unter unser Auto. Neue Stoßdämpfer, Querlenkerbuchsen, Traggelenke, Stabilisatorbuchsen und verschiedene Gummis wurden gewechselt.Jörn übernahm in der Zeit den Ölwechsel mit Filter. Am Ende blieben keine Schrauben über und der Verschleiß der ausgebauten Teile war deutlich zu erkennen.Eigentlich wollten wir bei der Gelegenheit auch gleich den Zahnriemen wechseln, aber Dirk sagte uns, dass unser Auto gar keinen hat, sondern eine Steuerkette. Was auch immer das sein mag, das quitschen und klappern ist jedenfalls weg und wir können das Radio wieder etwas leiser drehen.
Sonntag, 15. Januar 2012
Chaco, Ballermann & Co.
Flaches Land, undurchdringbares Gestrüpp, trockener Lehmboden, Temperaturen um 40°C, Trinkwasserknappheit mit riesigen Salzwasserreserven und Tankstellen ohne lecker Bierchen - so würde ich den Chaco beschreiben, wenn mich jemand fragt. Und doch gibt es Menschen, die hier leben und sich wohlfühlen. So findet man im Chaco verschiedene Indianerstämme, welche dieses, auf den ersten Blick öde Land, seit ewigen Zeiten durchkreuzen und hier zu Hause sind. 28000 Indianer leben heute noch im Zentralchaco, doch auch für Diese wird der Lebensraum enger und enger und sie müssen sich der sogenannten Zivilisation anpassen. Denn der Chaco bietet mehr, als nur Dornen und Sonnenstich. Die Mennoniten, ursprünglich aus Friesland, die vor 80 Jahren nach Paraguay kamen, haben das Land bewirtschaftet und urbar gemacht und viele Ländereien und landwirtschaftliche Betriebe liegen fest in mennonitischer Hand. Wir haben am Dienstag die Kühlbox gepackt und sind in Richtung Filadelfia, der Hauptstadt der Kolonie Fernheim gestartet, um auch einmal den Chaco kennen zu lernen. Die Reise war schon seit längerem geplant und Mirtha und Ernst, die selbst eine kleine Estancia von 500ha im Chaco besitzen und sich gut dort auskennen, übernahmen die Organisation und Reiseleitung unserer kleinen Reisegruppe.
Am Dienstag Morgen, pünktlich um 5.00Uhr starteten wir von unserer kleinen Farm aus, in Richtung Villetta. Dort trafen wir um 7.00Uhr ein und stiegen in einen Mietwagen, der für 8 Personen Platz bot, um. Die Reiseverpflegung wurde eingepackt und bevor es in Richtung Chaco aufbrachen wurde die Temperatur des lecker Bierchenvorrates kontrolliert.
Dann konnte es losgehen und nachdem wir Asuncion und den Rio Paraguay hinter uns gelassen hatten, befuhren wir die Transchaco in Richtung Filadelfia, der Hauptstadt der Kolonie Fernheim.
550km lagen vor uns und die Begegnungen mit Menschen oder Fahrzeugen wurden weniger. Rechts und links der Fahrbahn immer das gleiche Bild. Dornenbüsche und Chacopalmen wechselten sich ab.
Aber auch einige wenige Lagunen säumten unsere Strecke und bei dieser, machten wir eine kurze Pause.
Nach sechs Stunden Autofahrt, drei Paletten Büchsenbier und 5 Pullerpausen erreichten wir dann unser Ziel Filadelfia.
Wir hatten im Hotel Florida reserviert und bezogen unsere Zimmer. Für ein Doppelzimmer incl. Frühstücksbuffet wurden 205.000Gs berechnet. Nachdem die Rucksäcke ausgepackt waren, war es Zeit für ein erfrischendes Bad im Hotelpool, der mit klarem, sauberem Wasser lockte. Vor dem Abendessen machten wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt Filadelfia, die mit vielen Schildern in deutscher Sprache und ihren sauberen Strassen eher an eine kleine deutsche Stadt erinnerte, als an eine Hauptstadt mitten im Chaco.
Erstaunlich fand ich auch die Stromversorgung, welche irgendwie so gar nicht paraguayisch war.
Bei einem leckeren Abendessen ließen wir den ersten Tag unserer Butterfahrt ausklingen und fielen erschöpft in die Betten. Nach einem ausgiebigen Frühstück gingen wir am nächsten Morgen in das Heimatmuseum, wo wir viel über die Geschichte der deutschen Mennoniten und ihre Besiedlung des Chacos vor 80 Jahren erfuhren und wir konnten viele Ausstellungstücke bestaunen.
Nach dem Museumsbesuch, stand noch ein Besuch im Supermarkt auf dem Plan, wo übrigens überall deutsch gesprochen wird. Dann stiegen wir wieder in das Auto und drangen weiter in den Chaco vor.
Unser Ziel war eine mennonitische Familie, welche die Nachbarestancia von Ernst und Mirtha bewirtschaften. Als wir dort eintrafen, war der Grill schon angeheizt und es wurde Fleisch auf den Grill gelegt. In der Zeit wo das Fleisch vor sich hin brutzelte, redeten wir über Landwirtschaft und das Leben im Chaco.
Der Tisch war gedeckt und es wurde zum Essen gerufen. Mein Teller war schnell mit Fleisch und leckerem Salat gefüllt und der erste Bissen war schon in meinen Backen, als die Hausherrin das Tischgebet sprach und dem Herren für die netten Gäste und das gute Essen dankte. Ich hoffe, unsere Gastgeberin verzeiht mir meine Ungeduld, aber für mich war es das erste Tischgebet meines Lebens. Nach dem Mittagessen schauten wir uns noch die Estancia der Familie an, welche eine Größe von 1275ha hat. Die Felder sind mit Hirse, Mais oder Soja bestellt und ein kleiner Bestand von 350 Rindern ernährt die Familie und, in Erntezeiten, bis zu 150 indianische Familien. Am späten Nachmittag fuhren wir dann wieder zu unserem Hotel und ließen den Tag bei einem frischen lecker Bierchen ausklingen. Der nächste Tag begann mit heftigen Regenschauern und die nicht asphaltierten Strassen waren nur noch mit Allradfahrzeugen befahrbar.
Wir packten unsere Koffer und nach dem Frühstück machten wir uns auf den Rückweg nach Villetta. Wieder lag eine endlos erscheinende gerade Strasse vor uns, aber der Vorrat an lecker Bierchen war aufgefüllt und wir hatten noch einige Musik-CD`s im Gepäck. Einen kurzen Stopp gab es dann in einer paraguayischen Truckerstation, wo noch einmal der lecker Bierchenvorrat nachgefüllt wurde und ein kleiner Imbiss über den Tresen ging.
Nach sechs Autostunden erreichten wir die Stadtgrenze von Asuncion und in der Zwischenzeit ging uns die Musik aus und es gab nur noch eine CD, die noch nicht im Player war. Egal, echtes deutsches Musikgut gehört eben auch zu einer Chacotour und so brachten die grössten Hits vom Ballermann noch einmal Stimmung in unseren Kleinbus. Am späten Nachmittag waren wir dann wieder in Villetta. Unsere Chacotour war zu Ende und mit vielen interessanten Eindrücken und einigen Einblicken in das Leben im Chaco fielen wir erschöpft in`s Bett.
Am Dienstag Morgen, pünktlich um 5.00Uhr starteten wir von unserer kleinen Farm aus, in Richtung Villetta. Dort trafen wir um 7.00Uhr ein und stiegen in einen Mietwagen, der für 8 Personen Platz bot, um. Die Reiseverpflegung wurde eingepackt und bevor es in Richtung Chaco aufbrachen wurde die Temperatur des lecker Bierchenvorrates kontrolliert.
Dann konnte es losgehen und nachdem wir Asuncion und den Rio Paraguay hinter uns gelassen hatten, befuhren wir die Transchaco in Richtung Filadelfia, der Hauptstadt der Kolonie Fernheim.
550km lagen vor uns und die Begegnungen mit Menschen oder Fahrzeugen wurden weniger. Rechts und links der Fahrbahn immer das gleiche Bild. Dornenbüsche und Chacopalmen wechselten sich ab.
Aber auch einige wenige Lagunen säumten unsere Strecke und bei dieser, machten wir eine kurze Pause.
Nach sechs Stunden Autofahrt, drei Paletten Büchsenbier und 5 Pullerpausen erreichten wir dann unser Ziel Filadelfia.
Wir hatten im Hotel Florida reserviert und bezogen unsere Zimmer. Für ein Doppelzimmer incl. Frühstücksbuffet wurden 205.000Gs berechnet. Nachdem die Rucksäcke ausgepackt waren, war es Zeit für ein erfrischendes Bad im Hotelpool, der mit klarem, sauberem Wasser lockte. Vor dem Abendessen machten wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt Filadelfia, die mit vielen Schildern in deutscher Sprache und ihren sauberen Strassen eher an eine kleine deutsche Stadt erinnerte, als an eine Hauptstadt mitten im Chaco.
Erstaunlich fand ich auch die Stromversorgung, welche irgendwie so gar nicht paraguayisch war.
Bei einem leckeren Abendessen ließen wir den ersten Tag unserer Butterfahrt ausklingen und fielen erschöpft in die Betten. Nach einem ausgiebigen Frühstück gingen wir am nächsten Morgen in das Heimatmuseum, wo wir viel über die Geschichte der deutschen Mennoniten und ihre Besiedlung des Chacos vor 80 Jahren erfuhren und wir konnten viele Ausstellungstücke bestaunen.
Nach dem Museumsbesuch, stand noch ein Besuch im Supermarkt auf dem Plan, wo übrigens überall deutsch gesprochen wird. Dann stiegen wir wieder in das Auto und drangen weiter in den Chaco vor.
Unser Ziel war eine mennonitische Familie, welche die Nachbarestancia von Ernst und Mirtha bewirtschaften. Als wir dort eintrafen, war der Grill schon angeheizt und es wurde Fleisch auf den Grill gelegt. In der Zeit wo das Fleisch vor sich hin brutzelte, redeten wir über Landwirtschaft und das Leben im Chaco.
Der Tisch war gedeckt und es wurde zum Essen gerufen. Mein Teller war schnell mit Fleisch und leckerem Salat gefüllt und der erste Bissen war schon in meinen Backen, als die Hausherrin das Tischgebet sprach und dem Herren für die netten Gäste und das gute Essen dankte. Ich hoffe, unsere Gastgeberin verzeiht mir meine Ungeduld, aber für mich war es das erste Tischgebet meines Lebens. Nach dem Mittagessen schauten wir uns noch die Estancia der Familie an, welche eine Größe von 1275ha hat. Die Felder sind mit Hirse, Mais oder Soja bestellt und ein kleiner Bestand von 350 Rindern ernährt die Familie und, in Erntezeiten, bis zu 150 indianische Familien. Am späten Nachmittag fuhren wir dann wieder zu unserem Hotel und ließen den Tag bei einem frischen lecker Bierchen ausklingen. Der nächste Tag begann mit heftigen Regenschauern und die nicht asphaltierten Strassen waren nur noch mit Allradfahrzeugen befahrbar.
Wir packten unsere Koffer und nach dem Frühstück machten wir uns auf den Rückweg nach Villetta. Wieder lag eine endlos erscheinende gerade Strasse vor uns, aber der Vorrat an lecker Bierchen war aufgefüllt und wir hatten noch einige Musik-CD`s im Gepäck. Einen kurzen Stopp gab es dann in einer paraguayischen Truckerstation, wo noch einmal der lecker Bierchenvorrat nachgefüllt wurde und ein kleiner Imbiss über den Tresen ging.
Nach sechs Autostunden erreichten wir die Stadtgrenze von Asuncion und in der Zwischenzeit ging uns die Musik aus und es gab nur noch eine CD, die noch nicht im Player war. Egal, echtes deutsches Musikgut gehört eben auch zu einer Chacotour und so brachten die grössten Hits vom Ballermann noch einmal Stimmung in unseren Kleinbus. Am späten Nachmittag waren wir dann wieder in Villetta. Unsere Chacotour war zu Ende und mit vielen interessanten Eindrücken und einigen Einblicken in das Leben im Chaco fielen wir erschöpft in`s Bett.
Montag, 9. Januar 2012
Urlaubsbericht vom Wochenende
Samstag Vormittag schlüpften wir mit unserem Besuch in die Wanderschuhe und machten einen Spaziergang durch die Natur.
Ein riesiger Gummibaum, der jeden Blumentopf sprengen würde, war dabei unser Ziel.
Am Abend war dann Party angesagt, denn bei unserem Fußballclub "6 de Enero" wurde die diesjährige Klubprinzessin gewählt. Die Prinzessin heißt Alba und Dirk ließ sich es sich nicht nehmen, mit ihr abgelichtet zu werden.
Getanzt wurde bis in den frühen Morgen.
Gestern, am späten Nachmittag, schauten wir uns dann das Pokalhalbfinale an, in dem der Klub "6 de Enero" um den Einzug ins Finale kämpfte und mit einem 3:0 als klarer Sieger hervorging.
Da es ein Auswärtsspiel für unsere Mannschaft war, war unser Auto mit Fans und Spielern voll beladen.
Natürlich gab es am Ende noch ein Gewinnerleckerbierchen auf dem Weg nach Hause, in Quiindy.
Heute war Sonnenbaden und faulenzen an der Tagesordnung, bevor wir morgen für drei Tage in den Chaco fahren. So, und ich geh dann jetzt mal den Rucksack packen.
Ein riesiger Gummibaum, der jeden Blumentopf sprengen würde, war dabei unser Ziel.
Am Abend war dann Party angesagt, denn bei unserem Fußballclub "6 de Enero" wurde die diesjährige Klubprinzessin gewählt. Die Prinzessin heißt Alba und Dirk ließ sich es sich nicht nehmen, mit ihr abgelichtet zu werden.
Getanzt wurde bis in den frühen Morgen.
Gestern, am späten Nachmittag, schauten wir uns dann das Pokalhalbfinale an, in dem der Klub "6 de Enero" um den Einzug ins Finale kämpfte und mit einem 3:0 als klarer Sieger hervorging.
Da es ein Auswärtsspiel für unsere Mannschaft war, war unser Auto mit Fans und Spielern voll beladen.
Natürlich gab es am Ende noch ein Gewinnerleckerbierchen auf dem Weg nach Hause, in Quiindy.
Heute war Sonnenbaden und faulenzen an der Tagesordnung, bevor wir morgen für drei Tage in den Chaco fahren. So, und ich geh dann jetzt mal den Rucksack packen.
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