Das vergangene Wochenende begann mit einem Skandal. Ich kaufte eine Kiste lecker Bierchen. Diese wurde mir wie immer auf die Ladefläche unseres Autos gepackt. Zu Hause angekommen, musste ich feststellen, dass eine Flasche leer war und eine Flasche total fehlte.
Welch Katastrophe, doch im Supermarkt ersetzte mir man anstandslos die beiden Flaschen und so konnte das Wochenende beginnen. Unser Sohn Paul hat gerade seinen Schulfreund zu Besuch und die beiden kamen am Sonntag zu uns auf die Farm. Ein Sonntagsausflug stand auf dem Programm und unser Ziel war der Nationalpark "la Rosada" in der Nähe von Ybycui, wo man sich am Wochenende zum zelten, grillen oder baden trifft.. Und da wir Pauls Kumpel Max auch ein bisschen Kultur bieten wollten, war der Museumsbesuch im besagtem Nationalpark Pflichtprogramm.
Nach der Pflicht kam die Kür und Paul und Max zeigten Härte und stürzten sich in die eiskalten Fluten.
Ein Foto, was mna nicht alle Tage bekommt gabs dann auf dem Heimweg.
Und jetzt wissen wir auch, warum ein Bus so viele Sitze hat. Weil man eben ein paar mehr Leute zum Anschieben braucht.
Montag, 21. Oktober 2013
Mittwoch, 16. Oktober 2013
Der Weg ist nicht immer das Ziel
Gestern bekam ich einen Anruf von meiner Mutter. "Was ist los bei euch? Keiner meldet sich, keiner ist im Internet und auf dem Blog passiert auch nichts mehr." Schuld daran ist meine derzeitige Baustelle, die mich doch sehr in Anspruch nimmt. 5.30 Uhr fahre ich vom Hof und bin erst am späten Abend wieder zu Hause. 90 km Sandweg liegen täglich vor mir und da die Temperaturen wieder angenehm warm sind, und man mit dem Zweirad auf den schlechten Wegen zügiger voran kommt, habe ich mein Moped aus dem Winterschlaf geholt. Ölen, Kette spannen, alle Schrauben nachziehen und schon brauste ich los. Auf dem Rückweg dann, es war schon dunkel, 1km vor unserem Farmtor, hatte sich das vordere Schutzblech lose gewackelt und verklemmte sich im Vorderrad. Das hatte zur Folge, dass das Hinterrad das Vorderrad überholte und mich das Moped sanft und ohne Rücksicht auf Verluste aus dem Sessel warf. Die Straße stand auf und klopfte mir hart ans Visier meines Sturzhelmes. "Mutti, du brauchst dir jetzt keine Sorgen machen, bis auf ein paar Schürfwunden an den Knien ist mir nichts passiert." Doch das Moped hat etwas gelitten. Scheinwerfer, Blinker und Tacho muss wohl neu.
Ja, ja, die Sandwege fordern viel von Mensch und Maschine. Doch gestern, fast an der selben Stelle, an der ich über die Erde rutschte, standen mir diese schmackhaften weissen Kugeln im Wege.Der Regen der letzten Tage und die warmen Temperaturen, lassen die Champions aus der Erde sprießen und schnell hatte ich ein Tütchen voll gesammelt.
Filetsteak mit Championsahnesoße steht heute auf der Speisekarte, doch nun muss ich erst mal los zur Baustelle, die sich langsam dem Ende neigt, aber heute wieder mit dem Auto.
Sonntag, 6. Oktober 2013
paraguayische Handwerkskunst
Das die Paraguayer Meister im basteln sind, habe ich ja schon oft erwähnt. Doch manchmal zerbasteln sie auch Dinge.
Wir hatten den Klimaanlagenmonteur bei uns. Er sollte einen Kühlschrank reparieren, die Spülmaschine wieder auf Vordermann bringen und eine Klimaanlage installieren. Das mit dem Kühlschrank hat er zu unserer vollsten Zufriedenheit wieder hin bekommen. Und auch die Spülmaschien, die sich vorher gar nicht mehr drehte, lief wieder, auch wenn warmes Wasser schön gewesen wäre. Man kann eben nicht alles haben. Doch bei der Klimaanlage, die vorher an anderer Stelle montiert war, versagte er auf ganzer Ebene. Die Klimaanlage funktionierte jedenfalls nicht. Keine warme Luft und auch keine kalte Luft strömte aus der Anlage. "Der Strom reicht nicht." war seine Aussage und wir beschwerten uns bei der Stromgesellschaft, die dann auch einen Tag später bei uns war und für mehr Spannung sorgte. Doch die Klimaanlage streikte immer noch. Mehrere Anrufe und ein paar Tage warten auf den Monteur vergingen, bis wir uns einen anderen Spezialisten bestellten. Der war auch schnell auf Fehlersuche und fand einen defekten Kondensator. Nachdem dieser gewechselt war, lief de Anlage aber immer noch nicht. Nun wurde die Wand aufgestemmt und die Rohrleitung untersucht. Dabei wurde diese professionell verlötete Stelle gefunden.
Wie die Lötnaht aussieht, wäre mir völlig egal gewesen, aber einfach ein dünneres Rohr zur nötige Verlängereung einzubauen, weil gerade kein anderes da war, schränkt dann die Funktion der Klimaanlage doch deutlich ein. Das dollste Ding aber war, die kunstvoll gebogen Kurve an der Wanddurchführung.
Durch diesen Knick kann keine Luft durchgehen. Das richtiges Rohr wurde nun eingebaut und ein ordentlicher Bogen wurde gefertigt. Und was soll ich sagen, die Klimaanlage funktioniert nun tatsächlich und der Sommer kann kommen.
Wie die Lötnaht aussieht, wäre mir völlig egal gewesen, aber einfach ein dünneres Rohr zur nötige Verlängereung einzubauen, weil gerade kein anderes da war, schränkt dann die Funktion der Klimaanlage doch deutlich ein. Das dollste Ding aber war, die kunstvoll gebogen Kurve an der Wanddurchführung.
Durch diesen Knick kann keine Luft durchgehen. Das richtiges Rohr wurde nun eingebaut und ein ordentlicher Bogen wurde gefertigt. Und was soll ich sagen, die Klimaanlage funktioniert nun tatsächlich und der Sommer kann kommen.
Sonntag, 29. September 2013
aller guten Dinge sind drei
Da ist einmal unsere Küche im Haus, mit Elektroherd und Kühlschrank. Genutzt wird diese hauptsächlich in den Wintermonaten und bei regnerischem und windigen Wetter. Dann ist da noch unsere Aussenküche im Quincho, mit Gasherd und Kühlschrank. Hier wird im Sommer gekocht und gebrutzelt. Und jetzt ist noch eine dritte Küche dazu gekommen. Unser alter Holzschuppen wurde zur Futter- und Schlachteküche umfunktioniert.
Die alten Bretterwände wurden abgerissen und durch massive Steinwände ersetzt. Der entstehende Raum wird als Lager, Werkstatt und Bastelstube dienen und der Vorraum bekam ein paar Fliesen, eine Spüle und ein Elektrokochfeld verpasst. Neben der Zubereitung von Futter, soll hier nun geschlachtet und das Fleisch verarbeitet werden.
Drei Küchen und die Kühlschränke sind leer. Das passt nicht so richtig zusammen und so wetzte Helmut die Messer und wir schlachteten zwei Schweine.
Jetzt sind die Kühlschränke wieder nachgeladen und die Küchenchefin empfiehlt heute, leckere Schweinerippen vom Grill.
Die alten Bretterwände wurden abgerissen und durch massive Steinwände ersetzt. Der entstehende Raum wird als Lager, Werkstatt und Bastelstube dienen und der Vorraum bekam ein paar Fliesen, eine Spüle und ein Elektrokochfeld verpasst. Neben der Zubereitung von Futter, soll hier nun geschlachtet und das Fleisch verarbeitet werden.
Drei Küchen und die Kühlschränke sind leer. Das passt nicht so richtig zusammen und so wetzte Helmut die Messer und wir schlachteten zwei Schweine.
Jetzt sind die Kühlschränke wieder nachgeladen und die Küchenchefin empfiehlt heute, leckere Schweinerippen vom Grill.
Sonntag, 22. September 2013
Eis am Ypacaraisee
Es war gestern Abend 21.30Uhr, als uns unsere Tochter Marie anrief. "Papa, so etwas habe ich noch nicht erlebt. Alles kaputt und zerstört." Der Grund dafür war ein Unwetter, wie wir es selbst in Paraguay noch nicht gesehen haben. Faustgroße Hagelkörner donnerten auf Menschen, Autos, Dächer und alles was ihnen auf dem Weg zur Erde in die Quere kam und Marie schickte mir dieses Foto vom Eis auf den Straßen.
Löcher in Dächern, Plastikstühlen und Tischen, Beulen in Autos und einige Kopfverletzungen, sind nur ein Teil der Schäden des gestrigen Unwetters. Die Municipalidad von Aregua gibt heute kostenlos Wellblech an Bedürftige, die kein Dach mehr über dem Kopf haben. Auch in San Bernadino wütete der Hagel und mein Kumpel Wolle schickte mir dieses Bild von einem zerstörten Schattendach.
Noch am Nachmittag vor dem Eisregen, ließ er von seinem Pool das Wasser ab, um ihn für den bevorstehenden Sommer auf Vordermann zu bringen. Eisklumpen trifft Fliese. Wer gewinnt? Nicht nur die Dachdecker haben jetzt alle Hände voll zu tun, sondern auch die Fliesenleger kommen durch das Unwetter auf ihre Aufträge, vorausgesetzt dass noch andere Schwimmbäder ohne Wasser waren.
Löcher in Dächern, Plastikstühlen und Tischen, Beulen in Autos und einige Kopfverletzungen, sind nur ein Teil der Schäden des gestrigen Unwetters. Die Municipalidad von Aregua gibt heute kostenlos Wellblech an Bedürftige, die kein Dach mehr über dem Kopf haben. Auch in San Bernadino wütete der Hagel und mein Kumpel Wolle schickte mir dieses Bild von einem zerstörten Schattendach.
Noch am Nachmittag vor dem Eisregen, ließ er von seinem Pool das Wasser ab, um ihn für den bevorstehenden Sommer auf Vordermann zu bringen. Eisklumpen trifft Fliese. Wer gewinnt? Nicht nur die Dachdecker haben jetzt alle Hände voll zu tun, sondern auch die Fliesenleger kommen durch das Unwetter auf ihre Aufträge, vorausgesetzt dass noch andere Schwimmbäder ohne Wasser waren.
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