Donnerstag, 10. Dezember 2009

Baustellengeflüster

Heute auf der Baustelle konnte ich ein Gespräch mithören(ungewollt), welches sehr interessant war. Ein Mann kam daher und schaute sich auf dem Rohbau um. Auch der paraguayische Chef der Bautruppe war vor Ort und die Beiden kamen ins Gespräch.
Mann:"Oh, dass ist aber sehr gute Arbeit was ihr hier macht."
Chef:"Ja."
Mann:"Ich wohne da vorne. Da haben sie nur gefuscht. Überall Risse und so."
Chef:"Musst du Endoido(paraguayischer Feinspachtel) nehmen."
Der Mann(ein Deutscher), wusste nicht's damit anzufangen und redete weiter.
Mann:"Was würde ein Haus kosten, so wie dieses da drüben?" Er zeigte auf ein Haus, welches auch von seinem Gesprächspartner gebaut wurde.
Chef:"Hm, hm, tja so um die 400.000.000 Gs."
Mann:"Ich bin im Februar wieder hier, und wo finde ich dich, weil ich dich gerne mein Haus bauen lassen würde"
Chef:"Ich bin immer hier zu finden."
Und was ist daran nun interessant?!...
Auch das Haus mit den Rissen hat der Chef gebaut und hat gleich mal für das angefragte Haus den Preis verdoppelt. Auch Paraguayer sind Schlitzohren.

Internet auf Reisen

Ein kleines Ding mit mehr oder weniger Wirkung.Dieser kleine Stecker verbindet uns jetzt zusätzlich mit der Welt. Monatlich 180.000 Gs für bis zu 1000 kbs kostet uns die mobile Internetverbindung von TIGO. Die Technik ist nicht voll ausgereift und viele Ausfälle und schlechte Übertragungsraten machen schlechte Laune.
Für unterwegs gedacht und für unterwegs zu gebrauchen, aber mehr auch nicht.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Para-karting Aregua

Seit sechs Wochen läuft nun das Geschäft auf der Kartbahn und jetzt gibt es auch eine Seite darüber. Leider funktioniert noch nicht alles so, wie ich mir das vorstelle, aber wer schon mal schauen möchte klickt hier.
Marie ist noch fleissig am basteln und für Anregungen und Ideen immer zu haben.

Dienstag, 8. Dezember 2009

pilgern nach Caacupe

Jedes Jahr, am 8. Dezember zieht die heilige Jungfrau von Caacupe, hunderttausende Menschen in den Wallfahrtsort Caacupe, 50 km von Asuncion entfernt. Ein Indianer schnitzte diese Jungfrau, als Versprechen an die heilige Maria, wenn sie ihn vor feindlichen Stämmen beschütze. Der Indianer überlebte und seitdem, pilgern immer mehr Gläubige nach Caacupe um der Heiligen Jungfrau ein Versprechen abzugeben. Auch wir machten uns gestern auf die Socken, um dieses Spektakel mit zu erleben. Wir liessen unser Auto ca. 25 km vor Caacupe stehen und setzten unseren Weg zu Fuss fort.Kenne ich die Paraguayer im normalen Alltag als welche, die kaum die Füsse heben können und man ihnen unterwegs noch die Schuhe besohlen kann, waren dort gestern Paraguayer unterwegs, die alle ein Ziel hatten und zügigen Schrittes über den Asphalt gingen.Überall am Wegrand hatten Würstchenverkäufer, Obstverkäufer und Getränkehändler ihre Stände aufgebaut und man wurde auf dem langen Weg gut versorgt. Auch gab es kostenlos Wasser und Eis von vielen freiwilligen Helfern. Ntürlich war auch der Weihnachtsmann vertreten und es gab frischgepressten Zuckerrohsaft.
Nach drei Stunden und 15 min kamen wir dann, mit ein paar Blasen an den Füssen, in Caacupe an und waren fasziniert, von der riesigen Menschenmenge wo der Zustrom kein Ende zu nehmen schien. Die Pilger kommen aus dem ganzen Land und sind teilweise schon viele Tage unterwegs.
An die heilige Jungfrau war natürlich kein rankommen und wir konnten sie nur aus der Ferne sehen.
Gegen 23.30 vrliessen wir dann wieder Caacupe, dieses mal mit dem Bus, in Richtung Heimat. Immernoch kamen uns tausende Menschen entgegen, die bis heute Morgen zur heiligen Messe, die das ganze Spektakel beendet, in Caacupe blieben. Der heiligen Jungfrau wurden bestimmt wieder viele Versprechen und Gute Vorsätze abgegeben und sollte es mal nicht so klappen mit dem einlösen des Geschworenen, im nächsten Jahr wird wieder gepilgert und versprochen.

Montag, 7. Dezember 2009

es weihnachtet

Weihnachten verbinden wir mit Schmuddelwetter oder auch Schnee, aber nicht mit Sonnenschein und 35°C. Da ist es nicht verwunderlich, dass trotz Weihnachtsdeko und Weihnachtmusik keine Weihnachtsstimmung aufkommen will.Aber die Paraguayer feiern Weihnachten schon immer im Sommer und haben auch ihre Bräuche. So findet man überall in den Vorgärten oder auf den Terrassen diese Krippen, von ganz klein bis riesen gross.Man behält eine Krippe sieben Jahre lang und danach gibt man sie an die Kinder oder jüngeren Geschwister weiter, die sie wiederum nach sieben Jahren weitergeben. Ist man die Krippe los, kommt eine grössere ins Haus. Diese bekommt man wiederum geschenkt oder man kauft sie sich um sie nach sieben Jahren wieder weiter zu geben. Und das immer so weiter bis die Krippe grösser ist, als das eigene Haus....Ein schöner Brauch.