Vor gut 10 Jahren fassten wir den Entschluss, aus der Stadt aufs Land zu ziehen. Diese Entscheidug haben wir bis heute nicht bereut. Eine Sache jedoch war immer wieder nervenaufreibend. Die Rede ist vom Interent. Da es hier kein Telefonkabel oder gar Glasfaserkabel gibt, muss man sich mit den hiesigen Telefonanbietern zufrieden geben und deren Internet übers Handy nutzen. Und wir probierten sie alle durch. Ob Tigo, Claro, Personal oder sonst wer, bei allen Anbietern reichte das Netz für Nachrichten oder Soziale Mediaplattformen aus, jedoch wäre man oftmals mit dem Ochsenkarren und einem Brief, schneller beim Empfänger gewesen als über das Wischtelefon. ABER, jetzt brechen neue Zeiten an. Seit zwei Wochen haben wir eine Antenne auf dem Dach.
Seit kurzem gibt es in Carapegua einen Anbieter namens Full-Tech, der uns unlimitiertes Internet zur Verfügung stellt und das für 180.000Gs im Monat. Da wir uns auf einem Berg angesiedelt haben und wir bei guter Sicht sogar den Sendeturm sehen können, mussten wir mit der Antenne auch nicht hoch hinaus.
Die Installation dauerte nicht lange und kostete einmalig 900.000Gs und wir wären nicht in Paraguay, wenn es bei der Installation nicht wieder etwas zum Schmunzeln gegeben hätte.
Was macht man wenn das Maßband falsche Angaben macht und das Kabel an einem Ende zu lang ist? Abschneiden wäre Materialverschwendung.
Das neue Internet läuft seit zwei Wochen tadellos, sieht man von einem Stromausfall ab und wir können jetzt sogar, an Regentagen wie heute, einfach einen Film anmachen und abgammeln.
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Mittwoch, 17. November 2021
Freitag, 3. September 2021
schneller im Netz
Eigentlich sollte es schon im letzten Sommer passieren und mit etwas Verspätung ist es nun soweit. In unserem Dorf wird gebuddelt.Der Grund für die unterirdischen Arbeiten ist die Verlegung von Glasfaserkabel. Steinmocker bekommt Highspeedinternet.
Insperiert von den Grabungen, holte ich mir auch einen Spaten aus dem Schuppen und schloss die zweite Ferienhaushälfte an die Abwasserentsorgung an.
Am Ende des Tages war das Abwasserrohr verlegt, angeschlossen und wieder zugeschippt. Und das alles ohne Bagger.
Insperiert von den Grabungen, holte ich mir auch einen Spaten aus dem Schuppen und schloss die zweite Ferienhaushälfte an die Abwasserentsorgung an.
Am Ende des Tages war das Abwasserrohr verlegt, angeschlossen und wieder zugeschippt. Und das alles ohne Bagger.
Mittwoch, 4. Februar 2015
"F... Y.. TIGO"
Ich weiß nicht wie viel Nerven, Geduld und vor allem Zeit uns dieses kleine Ding gekostete hat.
Fünf Jahre lang war TIGO der einzige Internetanbieter, von dem wir auf unserer kleinen Farm ein Signal empfingen. Dabei verschlechterte sich dieses im laufe der Jahre von "ausreichend" bis letztendlich "Null". Auf Anfrage bei TIGO bekamen wir stets die gleiche blöde Antwort. "Das muss wohl am Signal liegen."
Immer wieder versuchten wir ein Signal anderer Anbieter zu erhaschen und tatsächlich, jetzt ist es da. "PERSONAL" schickt uns seit zwei Wochen ein tolles Internet und so können wir endlich "TIGO" den Mittelfinger zeigen. Oder wie würde mein Freund Hermann sagen: "Arsch lecken, rasieren."
Ps: Bei "wie viel" stolpert man mal wieder über die neue Rechtschreibung. Neu wird wie viel auseinander geschrieben hingegen wievielmal zusammengeschrieben wird. Wer hat sich das bloß alles einfallen lassen?
Fünf Jahre lang war TIGO der einzige Internetanbieter, von dem wir auf unserer kleinen Farm ein Signal empfingen. Dabei verschlechterte sich dieses im laufe der Jahre von "ausreichend" bis letztendlich "Null". Auf Anfrage bei TIGO bekamen wir stets die gleiche blöde Antwort. "Das muss wohl am Signal liegen."
Immer wieder versuchten wir ein Signal anderer Anbieter zu erhaschen und tatsächlich, jetzt ist es da. "PERSONAL" schickt uns seit zwei Wochen ein tolles Internet und so können wir endlich "TIGO" den Mittelfinger zeigen. Oder wie würde mein Freund Hermann sagen: "Arsch lecken, rasieren."
Ps: Bei "wie viel" stolpert man mal wieder über die neue Rechtschreibung. Neu wird wie viel auseinander geschrieben hingegen wievielmal zusammengeschrieben wird. Wer hat sich das bloß alles einfallen lassen?
Freitag, 11. Juli 2014
Abenteuer Internet
Die Internetverbindung steht wieder und wir haben wieder Zugang zum www. Doch es war gar nicht so einfach, denn bei TIGO arbeiten mehr Blindpesen als Fachkräfte. Frisch aus dem Deutschlandurlaub zurück, wurde unsere Geduld gleich auf die Probe gestellt.
Nachdem unser Internetmodem keinerlei Reaktion auf das Anstöpseln am Laptop zeigte, standen wir im Laden von TIGO in Carapegua. Das junge Fräulein säuselte irgendetwas davon, dass wir auf unserer Farm gar keinen Empfang hätten. Komisch, 5 Jahre kamen die Internetwellen nun schon zu uns auf die Farm und jetzt sollten wir kein Signal mehr bekommen.
Wir fragten nach der Möglichkeit einer fest installierten Internetantenne und das TIGOgirl machte uns auch gleich einen Vertrag fertig. In den nächsten 24 Stunden sollten dann Techniker bei uns erscheinen und eine Simulation machen, um die Höhe des Turms zu bestimmen.
Dass 24 Stunden unterschiedlich lang sein können, wurde uns dann nach drei Tagen klar und wir brausten wieder in die Geschäftsstelle von TIGO.
Eine Garantieleistung sollte nun erst an TIGO entrichtet werden. Wir machten dem Telefontantchen klar, dass wir unseren Vertrag nur vom Modem auf eine feste Antenne ändern wollen und sich somit schon eine Garantieleistung von uns auf den Konten von TIGO befindet. Bis wir der Internettussi das verklickert hatten verstrich eine schlappe Stunde und am Ende schickte sie uns zu ihrem Kollegen.
Der nahm nun erneut unsere Daten auf und versprach uns in den nächsten 48 Stunden das Erscheinen der Techniker für die anstehende Simulation.
48 Stunden sind nicht unbedingt zwei Tage und nachdem nach 4 Tagen wieder nichts passierte, standen wir wieder bei TIGO. Dieses mal begrüßte uns der freundliche Mitarbeiter gleich mit Handschlag. "Ich wollte gerade bei euch anrufen, denn wir brauchen noch eure Koordinaten."
Der Kollege gab sich wirklich Mühe und nachdem wir über Googlearth unsere Koordinaten fanden, sicherte er uns in den nächsten 24 Stunden eine Lösung zu.
Und tatsächlich rief er am nächsten Morgen an und erklärte uns, dass ein Internetturm nicht möglich ist und die Simulation bei einer Höhe von 80m abgebrochen wurde. Was tun?
Er schlug uns vor, es noch einmal mit einem Modem zu versuchen. Dazu müssten wir aber wieder in die Geschäftsstelle von TIGO kommen um unser neues Modem und den neuen Chip abzuholen.
Das Ende ist nun ganz einfach. Wir haben jetzt ein neues Modem mit neuem Chip und man glaubt es nicht. Das Internet funktioniert wieder und bis jetzt besser als vorher.
Und noch ein paar interessante Informationen gabs gratis dazu. TIGO will bis Februar 2015 300 neue Sendemasten aufstellen, die bestehenden Masten auf den neuesten Standard bringen und bis zum Jahre 2018 soll jede letzte Ecke in Paraguay mit bestem Internetempfang abgedeckt sein.
Jetzt kann jeder selbst ausrechnen, was diese Angaben bedeuten, wenn 24 Stunden zwei Tage und 48 Stunden 4 Tage sind.
Wir fragten nach der Möglichkeit einer fest installierten Internetantenne und das TIGOgirl machte uns auch gleich einen Vertrag fertig. In den nächsten 24 Stunden sollten dann Techniker bei uns erscheinen und eine Simulation machen, um die Höhe des Turms zu bestimmen.
Dass 24 Stunden unterschiedlich lang sein können, wurde uns dann nach drei Tagen klar und wir brausten wieder in die Geschäftsstelle von TIGO.
Eine Garantieleistung sollte nun erst an TIGO entrichtet werden. Wir machten dem Telefontantchen klar, dass wir unseren Vertrag nur vom Modem auf eine feste Antenne ändern wollen und sich somit schon eine Garantieleistung von uns auf den Konten von TIGO befindet. Bis wir der Internettussi das verklickert hatten verstrich eine schlappe Stunde und am Ende schickte sie uns zu ihrem Kollegen.
Der nahm nun erneut unsere Daten auf und versprach uns in den nächsten 48 Stunden das Erscheinen der Techniker für die anstehende Simulation.
48 Stunden sind nicht unbedingt zwei Tage und nachdem nach 4 Tagen wieder nichts passierte, standen wir wieder bei TIGO. Dieses mal begrüßte uns der freundliche Mitarbeiter gleich mit Handschlag. "Ich wollte gerade bei euch anrufen, denn wir brauchen noch eure Koordinaten."
Der Kollege gab sich wirklich Mühe und nachdem wir über Googlearth unsere Koordinaten fanden, sicherte er uns in den nächsten 24 Stunden eine Lösung zu.
Und tatsächlich rief er am nächsten Morgen an und erklärte uns, dass ein Internetturm nicht möglich ist und die Simulation bei einer Höhe von 80m abgebrochen wurde. Was tun?
Er schlug uns vor, es noch einmal mit einem Modem zu versuchen. Dazu müssten wir aber wieder in die Geschäftsstelle von TIGO kommen um unser neues Modem und den neuen Chip abzuholen.
Das Ende ist nun ganz einfach. Wir haben jetzt ein neues Modem mit neuem Chip und man glaubt es nicht. Das Internet funktioniert wieder und bis jetzt besser als vorher.
Und noch ein paar interessante Informationen gabs gratis dazu. TIGO will bis Februar 2015 300 neue Sendemasten aufstellen, die bestehenden Masten auf den neuesten Standard bringen und bis zum Jahre 2018 soll jede letzte Ecke in Paraguay mit bestem Internetempfang abgedeckt sein.
Jetzt kann jeder selbst ausrechnen, was diese Angaben bedeuten, wenn 24 Stunden zwei Tage und 48 Stunden 4 Tage sind.
Donnerstag, 14. Juni 2012
unser neuer Internetrouter
Dass der Internetempfang auf unserer kleinen Farm sehr zu wünschen übrig lässt, habe ich schon des öfteren erwähnt. Beschwerden bei unserem Anbieter TIGO, wurden mit der Bemerkung abgetan, dass einfach zu viele Kunden den Internetstream nutzen und dadurch keine volle Bandbreite möglich ist. Auch andere Anbieter konnten uns kein besseres Signal zusichern.
Es gibt eine Stelle im Haus, an der wir mit dem Internetstick guten Empfang haben, doch diese liegt in 1,80m Höhe und ein extra angefertigter Schreibtisch und Bürostuhl wären nötig um den Computer dort zu positionieren. Doch nun haben wir die Lösung. Paul schenkte mir zum Geburtstag einen Router mit USB-Anschluss für das TIGO-Modem.
Diesen konnten wir problemlos an der Stelle mit dem besten Empfang installieren und siehe da, im ganzen Haus und im Umkreis von 400m können wir nun auf das Internet zugreifen.
Es gibt eine Stelle im Haus, an der wir mit dem Internetstick guten Empfang haben, doch diese liegt in 1,80m Höhe und ein extra angefertigter Schreibtisch und Bürostuhl wären nötig um den Computer dort zu positionieren. Doch nun haben wir die Lösung. Paul schenkte mir zum Geburtstag einen Router mit USB-Anschluss für das TIGO-Modem.
Diesen konnten wir problemlos an der Stelle mit dem besten Empfang installieren und siehe da, im ganzen Haus und im Umkreis von 400m können wir nun auf das Internet zugreifen.
Montag, 19. März 2012
wie das Land - so das Internet.....tranquilo
Den Internetstick einfach in den Computer stecken und schon ist man im Internet. Ach, wenn das doch nur so funktionieren würde. Seit einigen Wochen, wird die Geschwindigkeit, mit der wir uns im Internet bewegen, immer langsamer. Inzwischen ist der Datenverkehr so langsam, dass ich schon überlegt habe, meine Blogeinträge mit der Post zu versenden. Beschwerden bei unserem Internetanbieter TIGO brachten keine merklichen Ergebnisse. Auch wurde die Möglichkeit einer festen Internetantenne geprüft und wegen "funktioniert nicht" verworfen. Ein neues Internetmodem sollte nun unglaublich Geschwindigkeit in den Datentransfer auf unserer kleinen Farm bringen.Doch "denkste Puppe". Jetzt empfängt der Computer nur noch an bestimmten Orten und in unmöglichen Stellungen ein paar Daten. Ein Mitarbeiter von TIGO erklärte uns dann am Telefon, dass man an neuen Antennen für unsere Zone arbeitet und es deswegen zu kurzen Ausfällen beim Datentransfer kommen kann. Wir glauben ihm das einfach mal, üben uns in Geduld und ich hole schon mal das Briefpapier aus dem Schrank.
Montag, 11. Januar 2010
defekter Stromzähler
Seit einem halben Jahr läuft unser Stromzähler rückwärts und gibt einen völlig falschen Stromverbrauch an. Für uns ein Grund, bei der Stromgesellschaft ANDE Beschwerde einzureichen. Dies geschah auch mehrmals und weil nichts passierte, führte uns heute der Weg zur Hauptgeschäftsstelle in Asuncion. Der Laden war brechend voll und wir mussten 45 min warten, bevor wir unser Problem loswerden konnten.
Die Wartezeit verkürzt man sich in Paraguay mit Smalltalks wie diesem hier: "Woher kommen sie?" "Aus Deutschland." "Aah, aus Berlin." "Ja, richtig." "Heil Hitler" ich musste erst mal schlucken "Oh lange ist's her."
Nach diesem Gespräch suchten wir uns einen Sitzplatz und schauten eine Castingschow für Artisten im Fernsehen.
Mal abgesehen davon, dass alle Kandidaten völlig talentfrei waren, finde ich ein Fernseher in Warteräumen nicht schlecht.
Dann fragte mich Helmut, was das für ein Gerät dort hinten an der Wand sei.
Was aussieht, wie ein Ausstellungsstück von Jugend forscht oder wie ein Exponat der "Messe der Meister von Morgen" ist in wirklichkeit die neue Generation der Stromuhren. Auf Nachfrage erklärte mir der ANDE-Mitarbeiter, dass das Ding wasserdicht ist und nicht mehr zu manipulieren ist. Aber leider ist es noch nicht ganz ausgereift und funktioniert noch nicht einwandfrei.
Dann wraen wir endlich an der Reihe und man sicherte uns eine schnelle Bearbeitung zu. Vielleicht bekommen wir ja schon einen neuen digitalen Stromzähler, denn schnelle Bearbeitung kann manchmal ein halbes Jahr dauern und bis dahin dürfte die digitale Uhr doch ausgereift sein.
Nach diesem Gespräch suchten wir uns einen Sitzplatz und schauten eine Castingschow für Artisten im Fernsehen.
Dann fragte mich Helmut, was das für ein Gerät dort hinten an der Wand sei.
Dann wraen wir endlich an der Reihe und man sicherte uns eine schnelle Bearbeitung zu. Vielleicht bekommen wir ja schon einen neuen digitalen Stromzähler, denn schnelle Bearbeitung kann manchmal ein halbes Jahr dauern und bis dahin dürfte die digitale Uhr doch ausgereift sein.
Donnerstag, 10. Dezember 2009
Internet auf Reisen
Ein kleines Ding mit mehr oder weniger Wirkung.
Dieser kleine Stecker verbindet uns jetzt zusätzlich mit der Welt. Monatlich 180.000 Gs für bis zu 1000 kbs kostet uns die mobile Internetverbindung von TIGO. Die Technik ist nicht voll ausgereift und viele Ausfälle und schlechte Übertragungsraten machen schlechte Laune.
Für unterwegs gedacht und für unterwegs zu gebrauchen, aber mehr auch nicht.
Für unterwegs gedacht und für unterwegs zu gebrauchen, aber mehr auch nicht.
Mittwoch, 29. Juli 2009
schwindelfrei
Auch in Paraguay gibt es Internet. Eine Möglichkeit um sich an die Welt anzudocken, ist der Internetempfang über eine Antenne. Heute konnten wir live den Aufbau einer solchen miterleben.
Um ein klares Signal vom Sendeturm zu bekommen dürfen keine Hindernisse im Weg stehen und dementsprechend wird die Höhe der Antenne festgelegt. Hier sollte es auf schlappe 22 m hinauf gehen.
Ohne Netz und doppeten Boden, ziehen die Jungs die einzelnen Teile nach oben und verschrauben in luftiger Höhe, zwei Meter lange Antennenelemente.
Nach ca. zwei Stunden wurde das letzte Element verschraubt und die Antenne stand.

Nun muss noch der Internetanbieter seinen Empfänger montieren und der Anschluss an die Welt ist hergestellt.
Wir waren froh, die Arbeiten aus sicherer Entfernung, natürlich bei einem lecker Bierchen, beobachten zu können.
Und so sieht es von dort oben aus.
Heute waren es 22m, was Pillepalle zu den möglichen 70m ist.
Nun muss noch der Internetanbieter seinen Empfänger montieren und der Anschluss an die Welt ist hergestellt.
Wir waren froh, die Arbeiten aus sicherer Entfernung, natürlich bei einem lecker Bierchen, beobachten zu können.
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