Posts mit dem Label bauen in Deutschland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label bauen in Deutschland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 7. Januar 2025

das Bloggen geht weiter

1350 Posts findet ihr heute in diesem Blog und es ist jetzt 16 Jahre her, dass ich meinen ersten Blogbeitrag verfasste. Rückblickend kann ich sagen, es ist sehr viel passiert in meiner Zeit als Blogger und wenn ich einmal nicht genau weiß wo die Zeit geblieben ist, schaue ich hier im Blog nach und finde Antworten. Im ersten Jahr gab es hier täglich einen neuen Post, denn für uns war in Paraguay alles neu und es gab jede Menge zu berichten. In letzter Zeit war es hier etwas stiller, denn die Schreiberei litt unter meiner Unlust, nach einem anstrengenden Tag auf der Baustelle, den Computer zu starten. Und Baustellen gab es in den letzten sechs Jahren genug. Das anspruchvollste Projekt war dabei der Wiederaufbau eines 280 Jahre alten, mit Reet gedecktem Fachwerkhauses, während wir den Sommer in Deutschland verbrachten.
Vom Arbeitssommerurlaub in Deutschland zurück in Paraguay hatte auch hier der Betonmischer keine Chance zum Rost ansetzen.
Auf unserer derzeitigen Baustelle fehlt noch ein bisschen Feinschliff, der Küchenbauer, ein paar Möbel und dann heißt es beim Pool Wasser marsch. Wenn das soweit ist, gibt es hier natürlich brandaktuelle Fotos und den abschließenden Baustellenbericht. Ich möchte nicht sagen, dass dies unsere letzte Baustelle war, aber ganz ehrlich habe ich momentan die Nase voll vom Mörtelkübel und wir werden uns neuen Aufgaben widmen. Dazu gehört in erster Linie den zweiten Teil von "Voll durchs Leben gekachelt" fertigzustellen und auch hier im Blog wird es wieder mehr zu gucken geben. Ich freue mich darauf und kork mir jetzt ein eiskaltes lecker Wasser auf.

Freitag, 3. September 2021

schneller im Netz

Eigentlich sollte es schon im letzten Sommer passieren und mit etwas Verspätung ist es nun soweit. In unserem Dorf wird gebuddelt.

Der Grund für die unterirdischen Arbeiten ist die Verlegung von Glasfaserkabel. Steinmocker bekommt Highspeedinternet.
Insperiert von den Grabungen, holte ich mir auch einen Spaten aus dem Schuppen und schloss die zweite Ferienhaushälfte an die Abwasserentsorgung an.

 

Am Ende des Tages war das Abwasserrohr verlegt, angeschlossen und wieder zugeschippt. Und das alles ohne Bagger.

Freitag, 20. August 2021

Endspurt

In dreißig Tagen geht unser Flieger, wenn alles nach Plan läuft, zurück nach Paraguay. Auf unserer Baustelle ist einiges passiert und wir sind zufrieden mit dem Baufortschritt. Für mich stehen heute Restarbeiten in einem der zwei Schlafzimmer auf dem Programm.

Die Lust hält sich noch in Grenzen, aber es ist Freitag und das Wochenende steht vor der Tür. Also Ärmel hochgekrempelt und losgelegt.

Montag, 7. Juni 2021

Es darf wieder geurlaubt werden

Jippi, es ist soweit. Die Oberbefehlshaber Deutschlands erlauben den Menschen wieder, Urlaub in Mecklenburg Vorpommern zu machen. Seit Freitag dürfen die Hotels, Pensionen und Ferienhäuser wieder Urlauber empfangen und auch im "olde Hus" konnten wir unsere ersten Gäste in diesem Sommer begrüßen.
Und es sollen nicht die letzten Gäste bleiben, denn der Buchungskalender für diese Saison lässt keine Buchung mehr zu. Für uns steht daher das Ziel bis zu unserem Rückflug nach Paraguay fest: Fertigstellung der zweiten Haushälfte mit Ferienwohnung. Seit gut vier Wochen sind wir nun in der zweiten Haushälfte am Wirbeln und liegen bis dato gut im Rennen.
Gut drei Monate bleiben uns noch im deutschen Sommer 2021 und auch wenn der Bauablaufplan zeitlich knapp bemessen ist, Zeit für ein Glas Bier findet sich immer.

Dienstag, 4. Mai 2021

Alemania loca

Seit gut einer Woche sind wir nun wieder in Deutschland und versuchen uns langsam zu akklimatisieren. Dabei ist das Wetter noch die einfachste Komponente sich an das Klima in Deutschland zu gewöhnen, denn Pudelmütze, Wattejacke und Schaal sind schnell angelegt. Viel gewöhnungsbedürftiger und erschreckender als das Wetter sind die bestehenden Verbote, Regeln und Maßnahmen, welche der deutschen Bevölkerung auferlegt wurden. Das komische dabei ist, dass die meisten Menschen das alles schon normal finden. Während man den Supermarkt mit Abstand und Atemschutz betreten darf, muss man im Baumarkt einen negativen Test oder den Coronaimpfnachweis als Eintrittskarte vorlegen, wobei die Pflanzenabteilung jeder betreten darf. In einige Baumärkte darf man dagegen auch mit der Gewerbeanmeldung einkaufen. Im Duty-free Shop auf dem Frankfurter Flughafen waren die Schuh- und Klamottenregale mit rot-weißem Flatterband abgesperrt und einen Meter weiter konnten die Reisenden durch die Schnaps und Tabakregale schlendern und ihre Tüten füllen. An dieser Stelle erspare ich euch noch mehr Beispiele für diesen gut durchdachten Schwachsinn aus dem Kanzleramt. Jedoch inzwischen denken die Politiker tatsächlich über Lockerungen für Geimpfte und Genesene nach. Was bedeutet, die dürfen wahrscheinlich demnächst wieder in den Zoo und vielleicht sogar zum Frisör. Und was soll ich sagen, diese Menschen glauben dann auch noch, dass die Oberbefehlshaber der Regierung es gut mit ihnen meint. Auch wenn es schwer ist, diese ganzen verrückten Maßnahmen zu verstehen, das komische ist, alle machen mit. Aber es gibt auch einige Orte, an denen man sich ohne Gesichtsmaske noch nicht so diskriminiert fühlt. Es sind zum Beispiel die Wochenmärkte, auf denen wir jetzt unsere Einkäufe tätigen.
Auch unsere Milch und unseren Käse holen wir uns direkt beim Bauern aus dem Automaten.
Ich weiß genau, irgendwann werden wir über diese verrückte Zeit schmunzeln. Damit wir bis dahin nicht versauern und einrosten, machen wir uns an die Arbeit, denn unsere Baustelle für die nächsten fünf Monate wartet schon.
Und hier noch das Wetter von heute. Grau, Regen und 10 Grad.

Freitag, 28. August 2020

Dat olde Hus

Im März 2017 stolperte meine Frau über eine Kontaktanzeige in Mecklenburg Vorpommern und verliebte sich sofort. Seit diesem Moment stand für uns fest, dass wir den paraguayischen Winter gegen den deutschen Sommer tauschen und Helmuts neue Liebe ins Leben zurückholen werden.
270 Jahre hat das "olde Hus" schon in seinen Balken und nachdem wir ihm drei Sommer viel Liebe und Zuneigung schenkten, konnten wir im Juli mit der ersten Haushälfte in die Ferienvermietung gehen.
Wir hatten keine Ahnung ob die Idee mit der Ferienhausvermietung klappen würde, aber nachdem die erste Annonce geschaltet war, flatterten jede Menge Anfragen ins Haus. Seit dem geben sich die Feriengäste die Klinke in die Hand und der Buchungskalender gibt bis Ende September keine freien Termine mehr her. Wer trotzdem mal auf die Buchungsseite mit Beschreibung, Bildern und Bewertungen schauen möchte, drückt einfach hier.
Und wo wohnen wir jetzt? Wir wohnen in der Scheune.
Ok, es ist ein Foto von 2017. Frische Fotos gibts demnächst, wenn ich die leeren Leckerbierchenflaschen aus dem Weg geräumt habe.

Sonntag, 15. September 2019

Es sind nur 10980km von Paraguay nach Steinmocker

Wie, ihr kennt Steinmocker nicht - das kleine Dorf in Mecklenburg-Vorpommern zwischen Jarmen und Anklam?
Es hat eine Kirche, einen Gutshof, einen Kinderspielplatz, viele Feldsteine, eine Hauptstraße, die freiwillige Feuerwehr und ca. 100 Einwohner.
Zweimal pro Woche kommt der mobile Bäcker vorbei und einmal auch der fahrende Supermarkt.
Ach ja, und es gibt einen "Jugendklub", der seine Gründerzeit zu Zeiten der DDR hatte. Noch heute trifft sich dort die Jugend von damals und so nennen die Veteranen den "Jugendklub", passender Weise heute nur noch "Klub".
Vor drei Jahren entdeckte Helmut im Internet ein 250 Jahre altes Reetdachhaus am Ortseingang von Steinmocker, welches zum Verkauf stand.
Kurze Zeit später bekamen wir die Schlüssel und seit dem entfliehen wir regelmäßig dem paraguayischen Winter und verbringen vier Monate in Steinmocker. Inzwischen gehören auch wir zum Stamme der Steinmockaner und fühlen uns hier sehr wohl.
Und das alte, unter Denkmalschutz stehende Haus, lässt keine lange Weile aufkommen. Eine Haushälfte wurde von uns inzwischen zu neuem Leben erweckt und erwartet ab Juni 2020 die ersten Feriengäste.
In diesem Jahr galt unser Hauptaugenmerk dem Außenbereich und der Fassade. Es gab neue Fenster, einige Gefache mussten erneuert werden und das grün-braun-weiß wurde durch eine blau-grau-weiße Farbkombination ersetzt.
Nichts für schwache Nerven und die Berufsgenossenschaft, war unser Baugerüst. Wer dennoch mal gucken möchte wie Steinmocker von oben aussieht schaut hier ins Video.
Der deutsche Sommer hat auch in diesem Jahr wieder alles gegeben, doch der heutige Blick aus dem Fenster, sagt: "Kay, pack langsam die Koffer, der Herbst steht vor der Tür!"
Der Flug ist gebucht und in einer Woche gehts wieder nach Hause. So haben wir Glück denn nach zwei Tagen Herbst folgt prompt der Frühling.
Wir freuen uns.