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Freitag, 23. Januar 2026

schnell mal einen Pool bauen

Es ist Sommer und die Temperaturen verlangen nach Abkühlung. Da ist es von großem Vorteil, wenn man einen Pool in der Nähe hat. Ich habe einen Pool, jedoch steht dieser auch meinen Gästen zur Verfügung und alleine planschen ist eher selten möglich.
Was kann ich tun? Richtig, schnell einen neuen Pool bauen und den direkt vor die Haustür. Vor drei Tagen gabs dann den Startschuss. Die Außenschalung ist fertig und der Boden ist auch schon gegossen.
Zum Schwimmen zu klein, aber zum Abkühlen groß genug. Ein eisgekühltes lecker Bierchen, der Sonnenuntergang am Cerro Acahay und ganz privat planschen, was will ich mehr. Der TÜV war auch schon da und hat den Pool getestet.
Mitte nächster Woche sollen die gröbsten Arbeiten abgeschlossen sein und in 14 Tagen heißt es dann "Wasser marsch".

Samstag, 28. Juni 2025

Druckverlust am Hahn

Nicht dass ihr mich falsch versteht, ich rede über den Druckverrlust am Wasserhahn. Wer einen eigenen Brunnen hat, hat auch einen Druckkessel, um einen konstanten Wasserdruck in der Wasserleitung zu gewährleisten. Dieser Druckkessel wird mit Luft befüllt, da diese im Gegensatz zu Wasser komprimiert werden kann. Eine Gummiblase im Inneren des Druckbehälters verhindert, dass die Luft in die Wasserleitung bläst. Nichts ist für die Ewigkeit auf dieser Welt und schon gar nicht eine Gummiblase. Dass keine Luft im DruckAusgleichsgefäß ist, merkt man daran, dass die Brunnenpumpe bei der Wasserentnahme ständig an- und ausschaltet. Die Luftblase muss aber nicht unbedingt kaputt sein, sondern auch ein defektes Ventil kann die Ursache für einen Druckverlust sein. Dass der Gummibalon defekt ist, erkennt man daran, dass bei drücken des Ventils, Wasser austritt. Vor ein paar Tagen hatte ich das Vergnügen die Blase meines Druckbehälters zu wechseln. Man braucht nicht viel für diese Arbeit, sondern nur die passenden Maulschlüssel, einen Kompressor und von großem Vorteil ist es, wenn man eine Frau zur Hand hat. Warum?, dazu komme ich später. Als erstes habe ich den Druckbehälter von der Wasserversorgung getrennt und das Ventil gelöst.
Als nächstes wurde der Deckel, mit dem die Blase befestigt ist entfernt.
Die Gummimembran war nun leicht zu befreien und die Risse waren schnell gefunden.
Jetzt habe ich den Stahlbehälter von innen gründlich gereinigt und die neue Blase konnte eingesetzt werden. Dabei ist ein bisschen Fingerspitzengefühl nötig um das Ventil wieder an der Richtigen Position zu fixieren.
Und jetzt hat die Frau, wenn verfügbar, ihren Einsatz. Die Öffnung für den Ballon ist nicht sehr groß und weil ich in meiner Hand das Ventil hielt, welches am anderen Ende des Tankes seinen Platz hat, entpuppte sich der Druckbehälter als Affenfalle. Mein Musculus biceps brachii ist einfach zu riesig und ich steckte fest.
Irgendwie konnte ich mich nach ein paar Minuten aus der misslichen Lage befreien und es konnte alles wieder zusammengeschraubt werden. Dann noch schnell Luft auf den Tank pumpen, in meinem Fall 1,5 bar und der Druckbehälter konnte wieder ans Netz angeschlossen werden.
Aus dem Wasserhahn läuft das Wasser nun wieder mit gleichbleibendem Druck und ich bin froh, dass ich nicht mit einem schwarzen Drucktank am Arm rumlaufen muss. Einmal sieht das komisch aus und zum anderen, wie soll ich mein lecker Bierchen mit einer Hand öffnen?

Montag, 19. Mai 2025

Zitruszeit in Paraguay

Was in Deutschland der Apfel ist, ist in Paraguay die Orange, oder Apfelsine wenn wir beim Apfel bleiben wollen. Mit dem Herbstanfang Ende März, reifen die ersten Zitrusfrüchte und warten darauf, gepflückt zu werden. Genau wie beim Apfel gibt es auch bei den Apfelsinen viele verschiedene Sorten. Wenn ich dann noch die Pomelos, Zitronen, Limetten, Mandarinen und Bitterorangen dazunehme, ist das Angebot schwer zu überschauen. Mein "grüner Daumen" kümmert sich um ca.50 Zitruspflanzen, von der sauren Zitrone bis zur zuckersüßen Nabelapfelsine. Nachdem es im letzten Jahr nicht so viele Zitrusfrüchte gab, haben wir in diesem Herbst mehr Früchte als Blätter an den Bäumen.
Ich habe noch eine Réclame im Hinterkopf, welche für einen Orangensaft aus frisch gepressten, sonnengereiften Orangen warb. Meiner Erfahrung nach, sind die meisten Sorten Apfelsinen, Pomelos oder Mandarinen, wenn sie orange und ausgereift sind, nicht mehr essbar, geschweige denn saftig. Sie ähneln eher einer, in oranger Pappe eingewickelten Hand voll Stroh. Die meisten Früchte sind perfekt, wenn sie gerade anfangen gelb zu werden, wobei sich das natürlich jeder selbst ausprobieren kann. Nachdem die ersten Orangen Mitte März schon erntereif waren, werden die letzten Früchte erfahrungsgemäß noch bis Mitte September am Baum hängen. Dabei ist der Standort, die Sorte, die Temperatur(Frost) und die Geduld des Besitzers entscheidend. Mein Jahresbedarf an Orangensaft ist eingefroren und das momentane Hauptnahrungsmittel sind Mandarinen. Und nicht dass jetzt einer denkt, vor lauter Saftgepresse vernachlässige ich das eisgekühlte lecker Bierchen. Natürlich nicht, aber am Montag ist selten ein lecker Bierchen im Kühlschrank zu finden. Dann ist es gut wenn der Apfelsinenbaum vor der Tür steht.

Donnerstag, 24. April 2025

überbuchen ist menschlich

Es regnet und ich sitze im Quincho auf "la familia". "La posada-la familia" ist eine kleine, .?..? keine Ahnung, wie nennt man das im Deutschen? Hier stehen 5 Ferienhäuser zur Vermietung und 9 separate Doppelzimmer mit Bad. Es gibt einen großen Pool, eine kleine Bar mit angeschlossener Kantine für den Hunger zwischendurch und jede Menge Platz für Rinder, Ziegen, Hühner, Bienen und Schweine. Es ist jetzt gut 18 Monate her, als eine liebe Freundin, Helmut*ti und mir die Verantwortung für dieses Objekt übertragen hat. Es gab einiges zu renovieren und fertigzustellen, aber in diesem Jahr konnten wir unsere zweite Feriensaison mit schwarzen Zahlen beenden. Während Helmut*ti die Organisation, heisst Buchungen, Personalführung und Finanzen unter sich hatte, war mir der Posten des Facilitymanagers auf dem Nicki geschrieben. (Da ich gerade ersteinmal nachschauen musste, wie dieses Wort geschrieben wird, bleibe ich dann doch lieber bei Hausmeister.) Im Januar übernahm ich dann auch die Aufgaben von Helmut*ti, da sie in diesem Geschäft nicht ihre persönlich Erfüllung fand. Sie stand mir weiterhin mit Rat und Tat beiseite und kümmerte sich um die Buchungsanfragen bei WA-Business. Puh, das war nur die Vorgeschichte der eigentlichen Story von heute.
Anfang März verabschiedete sich Helmut*ti, für vorerst längere Zeit, aus Paraguay und ich lud mir WA-Business auf das Handcomputertelefon. Eigentlich konnte nichts schief gehen, denn die Feriensaison in Paraguay war geschafft und nur das Osterwochenende mit vollem Haus musste ich noch überstehen. Und am Ostersonntag kam Pedro dann zu mir. "Kay, wir sehen uns dann zur Rallye." "Nein, du hast den Tag vor der Rallye gebucht." Das hin und her erspare ich mir an dieser Stelle. Die Fakten waren plötzlich, dass ich mich für das Wochenende nach dem Arbeiter-Kampf-und Feiertag der werktätigen Bevölkerung mit schlappen 7 Gästen überbucht habe. Schuldfrage? Kay und Technik. Ich hatte bei WA-Business die automatische Löschfunktion vom Chat nicht deaktiviert und so konnte ich keine Buchungen mehr vorweisen sondern hatte nur meinen handgeschriebenen Buchungskalender. An dieser Stelle habe ich vollstes Verständnis für jeden, der diesen Post nicht zu Ende liest. Doch wir haben es ja hier nicht mit einem Erstwähler zu tun, sondern mit Kay - dem Facilitymanagerkay. Wie sagt man in Paraguay so schön, "ein bisschen Farbe und alles ist chick", also haben wir gestern angefangen, das Haus, was Platz für sieben Personen bietet, aber noch ohne Farbe, Licht, Betten und Warmwasser daherkommt, homezustaging. (wer nicht weiß, was das ist, googelt) Mit dem Gast habe ich natürlich darüber gesprochen, dass er ein anderes Haus, viel besser und neuerer, bekommt als gebucht. Ich weiß, dass wenn eine Rallye in Acahay stattfindet, Schlafplätze oder Betten rar sind und so war es nicht verwunderlich, dass Hektor mit Begeisterung reagiert hat. Am Ende bleibt uns nur das Abwarten, was am 3. Mai hier los ist. Doch der Post von heute, hat mich persönlich wieder sehr viel weiter gebracht. Denn so weiß ich jetzt wenigstens, wie man Fazillittimänejer korrekt schreibt. Und richtig,.... darauf ein lecker Bierchen.

Donnerstag, 17. April 2025

und plötzlich hat der Tag 25 Stunden

Es ist schon sehr spannend zu beobachten, wie uns die heutige Technik manipuliert und unser Leben bestimmt. Beispiel gefällig? Am 30.März sollte, wenn man dem Internet glaubt, in Paraguay die Normalzeit wieder eingeführt werden, sprich die Uhren von Sommerzeit auf Winterzeit umstellen. Die paraguayische Regierung schert sich aber ein(en) Dreck darum und hat beschlossen die Uhren einfach weiter laufen zu lassen und die Zeiger nicht zu verbiegen. Find ich persönlich gut, aber wenn, dann hätte man wenigsten noch einmal auf die normale Zeit umstellen können, damit die Sonne um 12.00Uhr im Zenit steht. Egal, jetzt haben wir in Paraguay im Winter die Sommerzeit. Und jetzt kommt die Technik zum Einsatz. Da das Internet in einigen Fällen immernoch der Meinung ist, dass die Uhren umgestellt wurden, sagt mir mein Handtelefon die falsche Zeit an. Ok, man kann dies manuell umstellen, soweit geht mein Technikverständnis. Aber, wenn ich das mache,funktioniert meine Bank-App nicht mehr. Verflixte Sache, also lebe ich "zur Zeit" in verschiedenen Zeitzonen. Für mich nicht schlimm und es hat sogar einen entzückenden Vorteil. Wenn ich morgens aufstehe nehme ich die aktuelle paraguayische Zeit und wenn ich Feierabend mache, nehme ich die eigentlich richtige Zeit.So habe ich ganz einfach und ohne behördliche Anträge, eine Stunde gewonnen. Und das jeden Tag. Wo diese Stunde herkommt ist mir völlig Wurscht und ich frage auch nicht nach. Aber es gibt auch einen entscheidenden Nachteil eines 25-Stundentages.

In der Kiste Bier sind nur 24 Leckerbierchenflaschen.

Sonntag, 16. März 2025

Deutsche Braukunst aus Aregua

"Kay, komm doch mal vorbei und probiere unser Bier." Solch eine Nachricht braucht mir niemand zweimal schicken und so führte mich mein Weg in der vergangenen Woche nach Aregua. Hier brauen Olaf und Olaf seit eineinhalb Jahren das edle Gesöff aus Hopfen und Malz.
Das Bier wird aus besten Zutaten gebraut und mit Hand abgefüllt. Als die beiden Olafse die kleine Brauerei vor eineinhalb Jahren übernahmen, lag die Produktionsmenge bei 80 Litern im Monat, also gerade genug um meinen Konsum zu decken. Inzwischen haben die Braumeister nicht nur die Gegend um Aregua mit ihrem Bier erobert, sondern auch im Großraum Asuncion entzückt das Bier die Geschmacksnerven vieler Genießer. So konnten Olaf und Olaf, den man zwecks Unterscheidung auch Horscht nennt, ihre Absatzmenge auf 800 Liter im Monat steigern. Die Pläne der Beiden sind erhgeizig und ich glaube, dieses Bier wird irgendwann in jeder Ecke Paraguays zu finden sein. Independencia, Villa Rica und Encarnacion soll das Bier als nächstes erobern und die Jungs sind auf der Suche nach passenden Vertriebspartnern. Wer Lust hat kann sich gern bei den Braumeistern melden oder bei mir. Natürlich ist ein Brauereibesuch ohne Bierverkostung verschenkte Zeit und so hielt ich auch schnell eine kalte Flasche 71 Hell in der Hand.
Mein Geschmack hat dieses Bier auf jeden Fall getroffen und nachdem ich einen halben Liter Helles im Bauch hatte, gabs noch ein Weizen hinterher. Ich bin nicht unbedingt der Weizentrinker, aber auch das Bier berührte meine Kehle mit einer geschmackvollen Sanftheit. Der Durst war gestillt und es folgte eine Rundgang durch die heiligen Hallen.
Im Moment gibt es die Sorten Hell und Weizen. Andere Sorten sind in Planung und auch Fassbier soll bald folgen. Für mich hat sich der Abstecher nach Aregua auf jeden Fall gelohnt und wenn mich das Bier aus irgendeinem Kühlschrank anlacht landet es unverzüglich im Einkaufsbeutel. Ich wünsche den Zwein viel Glück und Erfolg und werde mir darauf jetzt eine eisgekühlte Flasche Bier auf machen.

Dienstag, 24. Dezember 2024

Weihnachten 2024 in Paraguay

Ich lebe in einem Land, in dem der Islam noch nicht das Leben der Paraguayer bestimmt. Aber mein Herz ist auch immer in Deutschland und wenn ich von Paraguay aus zuschauen muss, was in Deutschland abgeht, habe ich oft Tränen in den Augen. Deutschland war für mich immer ein sicherer Ort. Ein Land in dem ich eine fantastische Kindheit genießen durfte, mit meinen Klassenkameraden, ohne Angst, alleine zur Schule gelaufen bin und meine Ausbildung zum Fliesenleger war elitär und kostenlos. Vieles hat sich in den letzten Jahren verändert und bestimmt nicht zum Guten. Selbst wenn der vergangene Freitag noch in meinem Kopf wütet, feiern wir auch in diesem Jahr Weihnachten. Heute ist Heilig Abend und auch die Paraguayer feiern natürlich Weihnachten. Die heilige Nacht verbringen die meisten im Kreise der Familie, bevor um Mitternacht die Party richtig los geht. Bei Temperaturen um 30°C ist es ein anderes Weihnachten als in Deutschland, aber doch gibt es ähnliche Traditionen. Die Städte und Dörfer sind mit Lichterketten geschmückt, Tannenbäume nach paraguayischer Art werden aufgestellt und im Radio laufen Weihnachtslieder. Den schönsten Weihnachtsschmuck habe ich heute in Quiindy entdeckt, wo sich eine ganze Straße richtig ins Zeug gelegt hat.
Dargestellt sind die heiligen drei Könige, die durch den Stern von Betlehem zum Jesuskind geführt werden. Dabei greifen die Paraguayer nicht auf Holz- oder Tonfiguren zurück, sondern die Püppchen sind liebevoll aus Material gefertigt, was der Haushalt so hergibt.
Ein paar zusammengedrahtete Stöcker formen den Körper, ein alter Futtersack und eine Tischdecke ist das Gewand und zwei Gummihandschuhe stellen die offenen Hände dar. Am besten gefällt mir aber die Krippe in dem ganzen Ensemble.
Wer genau hinschaut sieht, dass die Figuren aus alten, weiß bemalten Plastikflaschen geboren sind.
Genial, wie ich finde. Wir werden den heutigen Abend zu zweit verbringen, Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat essen und bestimm zwei eisgekühlte lecker Bierchen verzeheren. In diesem Sinne wünsche ich meiner Familie, meinen Freunden und allen Lesern eine tolle, besinnliche und vor allem friedliche Weihnachten.

Sonntag, 11. August 2024

Fiesta Patronal in Quiindy

Es ist schon ein paar Jahre her, da habe ich über die Fiesta Patronal in Quiindy berichtet. Gestern war ich wieder dabei, habe aber kein Fotoapparat im Gepäck gehabt. Deswegen heute nicht viel Schreiberei sondern einfach nur ein Video.

Montag, 22. Januar 2024

Bautenstand Quiindy, Januar 2024

Es ist schon wieder ein Jahr her, als wir uns der Herausforderung stellten, einem Haus in Quiindy ein neues Outfit zu verpassen.
Neue Elektrik, neue Fußböden, einen Pool mit Quincho, einige Verschiebungen in der Zimmeraufteilung, neues Dach, neue Fenster und einiges mehr standen auf der Aufgabenliste.
Das Grundstück sollte eine Grundstücksmauer bekommen und der Garten war noch nicht als solcher zu erkennen.
Die zukünftige Zimmeraufteilung stand lange nicht fest und wurde jede Woche neu bestimmt.
Hier war früher die Küche, nach ersten Planungen sollte es Schläfzimmer werden, letztendlich steht hier heute die Badewanne.
Der Garten musste lange Zeit als Bauschuttdeponie herhalten.
Und nach einigen Wochen des Abrisses und Aufräumens ging es dann wieder ans Aufbauen.
Auf unsere Jungs war immer Verlass und natürlich wurden einige Flaschen lecker Feierabendbierchen aufgekorkt.
Seit Juni letzten Jahres passierte dann nicht mehr viel auf der Baustelle, denn unser Deutschlandurlaub stand auf dem Plan und danach wurde die Baustelle "Posada la Familia"  an erste Stelle gestellt.
Neues Jahr neues Glück, so laufen die Motoren auf der Baustelle langsam wieder an, wobei es für mich jetzt die meiste Arbeit gibt. Alles wartet auf den Fliesenleger.


Ein paar Quadratmeter Fliesen müssen noch an ihren Platz, aber die Baustelle hat wieder meine volle Aufmerksamkeit und es geht unter Volldampf weiter.


 

Montag, 8. Januar 2024

Fuerza Alemania

Ich bin nur Beobachter von sehr weit weg, aber ich bin mit ganzem Herzen bei den Landwirten, Speditören, Handwerkern und allen Anderen, die den Mumm haben, bei dieser Kälte in Deutschland, auf die Straße zu gehen, um gegen eine Regierung zu demonstrieren, die (meiner Meinung nach) an Perversität nicht mehr zu überbieten ist. Ich verfolge gespannt die Berichterstattung von privaten Kanälen und natürlich auch die öffentlich rechtlichen Staatsmedien und es ist immer wieder entzückend, was diese Qualitätsjournalisten da von sich geben. Schwups sind auf einmal alle Bauern AFD-Wähler und die Demonstrationen werden von rechter Hand geleitet und unterwandert. Da passt das Video mit den Kindergartenkindern, die mit ihren Trettreckern unterwegs sind und Sympathie für die Bauern bekunden irgendwie gar nicht ins Bild. (War wahrscheinlich ein Kindergarten in Sachsen) Eins wird aber jetzt schon deutlich, es geht längst nicht mehr um Subventionen oder Dieselpreise, es geht um das Ende der Regierung und ich habe das Gefühl, dass der Großteil der Bevölkerung hinter den Bauern steht. Was uns die nächsten Tage auch bringen werden, ich schicke ein "Fuerza Alemania" über den Atlantik und mit diesem Post stelle mich jetzt in die rechte Ecke. Und welch Glück, da steht der Kühlschrank mit eisgekühltem lecker Bierchen.

Mittwoch, 11. Januar 2023

Neues Jahr, neue Aufgaben

Das Jahr 2022 ist Geschichte und wir gehen mit Volldampf ins Jahr 2023. Damit es uns in diesem Jahr nicht langweilig wird, haben wir uns eine neue Herausforderung gesucht.
Es ist ein kleines, in die Jahre gekommenes Paraguayerhaus, welches viel Liebe und Zuwendung braucht, damit es in neuem Glanz erstrahlen kann. Geplant ist ein Wohnhaus mit zwei Zimmern, zwei Bädern, einer großzügigen Wohnküche mit Anbindung an den Quincho und Grillplatz. Natürlich wird auch ein Pool nicht fehlen und ein kleines separates Gästezimmer mit Bad ergänzt das Bauvorhaben. Wenn man heute aufs Grundstück kommt, bedarf es noch etwas Phantasie, wie das alles mal aussehen soll.
Helmut hat genügend Phantasie und der Plan liegt im Grundgerüst auf dem Tisch. Jetzt bin ich dran und mit vier starken Männern ertönte gestern der Startschuss für das neue Bauvorhaben.
Einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht, aber grob geschätzt denke ich, dass wir in vier bis zwölf Monaten das Projekt abschließen können und der Kühlschrank großzügig seine Türen für ein eisgekühltes lecker Bierchen öffnet.

Freitag, 25. November 2022

ohne Überschrift

 Stellt euch vor, es ist Fußballweltmeisterschaft und keiner geht hin.

Wenn es die Zeit und die Knochen zulassen, spiele ich für mein Leben gerne Fußball, und das überall auf der Welt. In Deutschland darf ich bei "Vorwärts Rückwärts Steinmocker", einem Freizeitverein der Sonntags seine Trainingseinheiten absolviert und sein Können bei Freizeitturnieren unter Beweis stellt, spielen. Ganz liebe Grüße dorthin.


In Paraguay hat mich "Senior Azul y Oro Acahay" eingekauft. Der Preis? Nur eine Kiste lecker Bierchen, die ich bezahlen durfte.

Mir geht es beim Fußball nicht ums Tore schießen, gewinnen oder gar Geld verdienen. Ich freue mich über die Bewegung, das Schwitzen, die Körperkontrolle (wenn sie gelingt) und den Zusammenhalt. Und eins ist Fakt. Würde mir jemand vorschreiben wollen, dass es nach dem Fußball kein eisgekühltes lecker Bierchen gibt oder welche Farbe meine Stutzen haben müssen, würde ich dort einfach nicht spielen.