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Montag, 26. September 2022
Trinkgeld auf dem Lande
In der letzten Woche waren wir seit langem mal wieder in einer großen Churrasqueria (Grillrestaurant) in Asuncuin essen. Bei der Rechnungslegung wies uns der Kellner darauf hin, dass das Trinkeld, sollten wir mit Karte zahlen wollen, doch bitte in bar zu entrichten ist. Wenn alles passt gebe ich gern Trinkgeld, jedoch wunderte ich mich, dass der Kellner fest mit einem Trinkgeld rechnete.
Auf dem Lande in unserem Kiez Quiindy oder Acahay ist es sehr schwer, ein kleines Trinkgeld an die Bedienung, den Frisör oder den Tankwart loszuwerden. Wenn man zum Beispiel die Rechnungssumme aufrundet und sagt stimmt so, bekommt man kurze Zeit später das Wechselgeld auf den Guarani genau zurück und stößt auf absolutes Unverständnis.
"Warum bezahlt der jetzt freiwillig mehr?"
Selbst wenn ich es ihnen dann mit dem spanischen Wort Propina erkläre, gucken sie mich mit großen Augen an und wissen nicht was das soll. Ich bin jetzt nicht böse darüber und streite mich auch nicht mehr darum, Trinkgeld zu geben. Im Gegenteil, irgendwie finde ich es gut. Man braucht sich nicht mehr zu fragen, ob das jetzt zu viel oder zu wenig war. Und auch der Kellner hat den Kopf frei und muss sich nicht über meinen Geisteszustand Gedanken machen.
Mittwoch, 17. November 2021
kleine Antenne - große Wirkung
Vor gut 10 Jahren fassten wir den Entschluss, aus der Stadt aufs Land zu ziehen. Diese Entscheidug haben wir bis heute nicht bereut. Eine Sache jedoch war immer wieder nervenaufreibend. Die Rede ist vom Interent. Da es hier kein Telefonkabel oder gar Glasfaserkabel gibt, muss man sich mit den hiesigen Telefonanbietern zufrieden geben und deren Internet übers Handy nutzen. Und wir probierten sie alle durch. Ob Tigo, Claro, Personal oder sonst wer, bei allen Anbietern reichte das Netz für Nachrichten oder Soziale Mediaplattformen aus, jedoch wäre man oftmals mit dem Ochsenkarren und einem Brief, schneller beim Empfänger gewesen als über das Wischtelefon. ABER, jetzt brechen neue Zeiten an. Seit zwei Wochen haben wir eine Antenne auf dem Dach.
Seit kurzem gibt es in Carapegua einen Anbieter namens Full-Tech, der uns unlimitiertes Internet zur Verfügung stellt und das für 180.000Gs im Monat. Da wir uns auf einem Berg angesiedelt haben und wir bei guter Sicht sogar den Sendeturm sehen können, mussten wir mit der Antenne auch nicht hoch hinaus.
Die Installation dauerte nicht lange und kostete einmalig 900.000Gs und wir wären nicht in Paraguay, wenn es bei der Installation nicht wieder etwas zum Schmunzeln gegeben hätte. Was macht man wenn das Maßband falsche Angaben macht und das Kabel an einem Ende zu lang ist? Abschneiden wäre Materialverschwendung.
Das neue Internet läuft seit zwei Wochen tadellos, sieht man von einem Stromausfall ab und wir können jetzt sogar, an Regentagen wie heute, einfach einen Film anmachen und abgammeln.
Seit kurzem gibt es in Carapegua einen Anbieter namens Full-Tech, der uns unlimitiertes Internet zur Verfügung stellt und das für 180.000Gs im Monat. Da wir uns auf einem Berg angesiedelt haben und wir bei guter Sicht sogar den Sendeturm sehen können, mussten wir mit der Antenne auch nicht hoch hinaus.
Die Installation dauerte nicht lange und kostete einmalig 900.000Gs und wir wären nicht in Paraguay, wenn es bei der Installation nicht wieder etwas zum Schmunzeln gegeben hätte. Was macht man wenn das Maßband falsche Angaben macht und das Kabel an einem Ende zu lang ist? Abschneiden wäre Materialverschwendung.
Das neue Internet läuft seit zwei Wochen tadellos, sieht man von einem Stromausfall ab und wir können jetzt sogar, an Regentagen wie heute, einfach einen Film anmachen und abgammeln.
Dienstag, 7. April 2020
Das Leben geht weiter
Es ist eine verrückte Zeit, die wir gerade alle erleben und das positive daran gleich vorne weg: Die Erde kann mal richtig durchatmen.
Während man in Deutschland noch auf die Straße darf, natürlich mit genügend Abstand zu seinen Mitmenschen, ist es uns in Paraguay nur noch erlaubt, lebensnotwendige Wege zu erledigen. Ich persönlich finde diese Maßnahmen völlig übertrieben und idiotisch. Ich weiß auch, dass mir nach dieser Bemerkung viele Leute der Coronaglaubensgemeinschaft genau dieses böse Virus in die Lunge wünschen. Mit diesen Wünschen komm ich klar.
Natürlich halte ich mich, trotz meiner Ansichten, an die Vorschriften, obwohl ich nicht weiß, wie lange noch.
Letzten Samstag unterhielt ich mich mit Freunden darüber wie Sie mit dieser Situation umgehen und ob sie sich einfach so einsperren lassen. Sie meinten:"Für ein bis zwei Wochen mag es noch funktionieren, weil die Menschen einfach Angst vor den Strafen haben. Aber lange wird die Regierung diese Maßnahmen nicht durchsetzen können. Wir werden sehen."
Bis zu diesem Tag hatte ich noch keine Polizeikontrolle wegen der Ausgangssperre erlebt, doch auf dem Rückweg nach Hause wurde ich dann in unserem Dorf angehalten. Nach der Kontrolle meines Ausweises und meines Einkaufs durfte ich fast schon weiter fahren. Mit dem Zeigefinger in Richtung der zwei Kisten Bier auf meiner Ladefläche, wurde ich darauf hingewiesen, dass der Genuss von alkoholischen Getränken ebenfalls verboten ist.
Also bitte, das geht doch nun wirklich zu weit.
Da ich nun kein lecker Bierchen mehr trinken und nicht mehr unser Gelände verlassen darf, komme ich endlich zu den existentiellen Dingen des Lebens. So habe ich heute zum Beispiel 26 Moringabäume um unseren Volleyballplatz gepflanzt. Sie sollen in zwei Jahren Schatten spenden und haben jetzt Ruhe zum anwachsen, denn gespielt wird momentan ja auch nicht.
So, jetzt mach ich das Licht aus, hole mir gaaaanz heimlich ein lecker Bierchen aus dem Kühlschrank, setze mich vor die Tür und genieße den fantastischen Vollmond.
Während man in Deutschland noch auf die Straße darf, natürlich mit genügend Abstand zu seinen Mitmenschen, ist es uns in Paraguay nur noch erlaubt, lebensnotwendige Wege zu erledigen. Ich persönlich finde diese Maßnahmen völlig übertrieben und idiotisch. Ich weiß auch, dass mir nach dieser Bemerkung viele Leute der Coronaglaubensgemeinschaft genau dieses böse Virus in die Lunge wünschen. Mit diesen Wünschen komm ich klar.
Natürlich halte ich mich, trotz meiner Ansichten, an die Vorschriften, obwohl ich nicht weiß, wie lange noch.
Letzten Samstag unterhielt ich mich mit Freunden darüber wie Sie mit dieser Situation umgehen und ob sie sich einfach so einsperren lassen. Sie meinten:"Für ein bis zwei Wochen mag es noch funktionieren, weil die Menschen einfach Angst vor den Strafen haben. Aber lange wird die Regierung diese Maßnahmen nicht durchsetzen können. Wir werden sehen."
Bis zu diesem Tag hatte ich noch keine Polizeikontrolle wegen der Ausgangssperre erlebt, doch auf dem Rückweg nach Hause wurde ich dann in unserem Dorf angehalten. Nach der Kontrolle meines Ausweises und meines Einkaufs durfte ich fast schon weiter fahren. Mit dem Zeigefinger in Richtung der zwei Kisten Bier auf meiner Ladefläche, wurde ich darauf hingewiesen, dass der Genuss von alkoholischen Getränken ebenfalls verboten ist.
Also bitte, das geht doch nun wirklich zu weit.
Da ich nun kein lecker Bierchen mehr trinken und nicht mehr unser Gelände verlassen darf, komme ich endlich zu den existentiellen Dingen des Lebens. So habe ich heute zum Beispiel 26 Moringabäume um unseren Volleyballplatz gepflanzt. Sie sollen in zwei Jahren Schatten spenden und haben jetzt Ruhe zum anwachsen, denn gespielt wird momentan ja auch nicht.
So, jetzt mach ich das Licht aus, hole mir gaaaanz heimlich ein lecker Bierchen aus dem Kühlschrank, setze mich vor die Tür und genieße den fantastischen Vollmond.
Samstag, 1. April 2017
Es ist heiß in Paraguay
Kurz gesagt geht es darum, ob sich in Paraguay der Präsident für eine zweite Amtszeit zur Verfügung stellen darf. Der jetzige Präsident Cartes wollte dafür ein neues Gesetz erlassen, welches seine Befürworter und seine Gegner hat, wie eigentlich bei allen politischen Entscheidungen. Gestern Abend dann, legten Demonstranten und Gegner des neuen Gesetzentwurfes Feuer im paraguayischen Kongress.
In den deutschen Medien florierte in diesem Zusammenhang schnell das Wort der Diktatur, was ich angesichts einer vierten Kandidatur der Frau Merkel zur Bundeskanzlerin doch schon etwas amüsant finde.
Wie dem auch sei, ob für oder wider, eins ist Fakt, Feuer gehört nicht in den Kongress, sondern kann sinnvoller eingesetzt werden.
Bei uns auf dem Land ist die Lage entspannt, obwohl auch ich fast jeden Tag Feuer mache, aber eben da, wo es auch Sinn macht.
Unsere Schweine bekommen neben dem, was ihr Gehege hergibt, auch Zufutter in Form von Futtergras, Getreidekleie und gekochtem Reis. Und genau diesen koche ich auf offenem Feuer. Das spart Energie und macht Freude.
In diesem Sinne ein friedliches Wochenende und einen ruhigen Start in den April.
In den deutschen Medien florierte in diesem Zusammenhang schnell das Wort der Diktatur, was ich angesichts einer vierten Kandidatur der Frau Merkel zur Bundeskanzlerin doch schon etwas amüsant finde.
Wie dem auch sei, ob für oder wider, eins ist Fakt, Feuer gehört nicht in den Kongress, sondern kann sinnvoller eingesetzt werden.
Bei uns auf dem Land ist die Lage entspannt, obwohl auch ich fast jeden Tag Feuer mache, aber eben da, wo es auch Sinn macht.
Unsere Schweine bekommen neben dem, was ihr Gehege hergibt, auch Zufutter in Form von Futtergras, Getreidekleie und gekochtem Reis. Und genau diesen koche ich auf offenem Feuer. Das spart Energie und macht Freude.
In diesem Sinne ein friedliches Wochenende und einen ruhigen Start in den April.
Montag, 23. März 2015
Urlaubsende, Herbstanfang und Zeitumstellung
Am Samstag hieß es wieder Abschied nehmen von Paraguay und wir brachten Dirk und Beate zum Flughafen.
In der Zwischenzeit dürften sie wieder gut in der Heimat gelandet sein. Und da es heute gleich wieder an die Arbeit geht, schicke ich hier noch schnell ein paar Erinnerungen an Paraguay hinterher. Zum Beispiel an die Tour zum Salto Kristall, der mit einer neuen Treppe auf uns wartete.
Die Besteigung des Sachsenberges (Cerro Acahay) war da schon etwas anstrengender, doch der Blick von hier oben ist die Kraxelei alle Mal wert.
Für uns kehrt nun wieder der Alltag ein und da uns die Zeitumstellung gestern eine Stunde mehr zur Verfügung stellte, starten wir auch ausgeruht in den Herbst.
So, und ich werde jetzt erst einmal die ganzen leeren Leckerbierchenflaschen der letzten Woche entsorgen.
In der Zwischenzeit dürften sie wieder gut in der Heimat gelandet sein. Und da es heute gleich wieder an die Arbeit geht, schicke ich hier noch schnell ein paar Erinnerungen an Paraguay hinterher. Zum Beispiel an die Tour zum Salto Kristall, der mit einer neuen Treppe auf uns wartete.
Die Besteigung des Sachsenberges (Cerro Acahay) war da schon etwas anstrengender, doch der Blick von hier oben ist die Kraxelei alle Mal wert.
Für uns kehrt nun wieder der Alltag ein und da uns die Zeitumstellung gestern eine Stunde mehr zur Verfügung stellte, starten wir auch ausgeruht in den Herbst.
So, und ich werde jetzt erst einmal die ganzen leeren Leckerbierchenflaschen der letzten Woche entsorgen.
Donnerstag, 4. Dezember 2014
erfrischender Frisörbesuch
In Deutschland war der Besuch beim Frisör für mich eher eine Seltenheit. Es fehlte einfach oft die Zeit und Helmut musste mit dem elektrischen Haarschneider ran. Ok, ich habe nun auch nicht die komplizierteste Frisur und so konnte sie auch nicht all zuviel verkehrt machen.
Hier in Paraguay ist das anders. Der Frisörbesuch ist inzwischen obligatorisch und wenn es warm auf dem Haupt wird, sitze ich in Quiindy auf dem Stylistenhocker.
Kostenpunkt meiner Frisur: 20.000Gs. Dabei ist das Augenbrauen stutzen, Nasenhaare entfernen und ein eisgekühltes lecker Bierchen mit im Preis inbegriffen. Ohne das Bier würde das Schneiden nur 12.000Gs kosten, wäre aber auch nur halb so entspannend.
Jetzt muss ich aber los. Mein Frisör wartet.
Hier in Paraguay ist das anders. Der Frisörbesuch ist inzwischen obligatorisch und wenn es warm auf dem Haupt wird, sitze ich in Quiindy auf dem Stylistenhocker.
Kostenpunkt meiner Frisur: 20.000Gs. Dabei ist das Augenbrauen stutzen, Nasenhaare entfernen und ein eisgekühltes lecker Bierchen mit im Preis inbegriffen. Ohne das Bier würde das Schneiden nur 12.000Gs kosten, wäre aber auch nur halb so entspannend.
Jetzt muss ich aber los. Mein Frisör wartet.
Donnerstag, 27. November 2014
Quiindy hat eine neue Ortsumgehung
Der Staatspräsident Paraguay`s Horacio Cartes hat es sich unter anderem, nach seiner Wahl im Jahr 2013, zur Aufgabe gemacht die Infrastruktur des Landes zu verbessern. Und ich finde es ist zu merken. Ok, am deutlichsten merkt man es im Geldbeutel wenn man eine der Mautstellen des Landes passiert. Hier wurde die Maut mal eben um das Doppelte angehoben. Doch es wird auch viel am Straßennetz gebaut und viele Sandwege werden befestigt oder sogar asphaltiert. In unserer Region werden überall die Holzbrücken durch Betonbrücken ersetzt und Quiindy hat jetzt eine Ortsumgehung. Offiziell ist diese noch nicht frei gegeben, aber wir haben die neue Rennstrecke schon mal getestet.
Die Ortsumgehung soll die großen LKW`s und den Durchgangsverkehr der Ruta 1 an der kleinen Stadt vorbeileiten und spart den Kraftfahrern geschätzte 5 Minuten Fahrtzeit.
Darunter leiden werden die zahlreichen Ballverkäufer der Innenstadt, die mit den Durchreisenden ihr täglich Brot verdienen. Doch wir sind schließlich in Paraguay und es wird nicht lange dauern, bis die Händler mit ihren Bällen am Straßenrand der neune Umgehung stehen und viel mehr Platz haben sie hier auch.
Die Ortsumgehung soll die großen LKW`s und den Durchgangsverkehr der Ruta 1 an der kleinen Stadt vorbeileiten und spart den Kraftfahrern geschätzte 5 Minuten Fahrtzeit.
Darunter leiden werden die zahlreichen Ballverkäufer der Innenstadt, die mit den Durchreisenden ihr täglich Brot verdienen. Doch wir sind schließlich in Paraguay und es wird nicht lange dauern, bis die Händler mit ihren Bällen am Straßenrand der neune Umgehung stehen und viel mehr Platz haben sie hier auch.
Freitag, 29. Juni 2012
FM 104.7 Radio Quiindy
In Deutschland hörten wir auf der UKW-Frequenz 104.6 RTL-Radio. Als wir dann in Aregua wohnten, war unser Heimatsender auf FM 104.7 zu hören. Jetzt wohnen wir in Quiindy und wir hören Radio Quiindy auf FM 104.7. Eine Frequenz verfolgt uns, könnte man denken und es war an der Zeit, dem Radio ein Besuch abzustatten. Eine 170m hohe Antenne ist schon von weitem zu sehen und ein großes Schild, vor den Toren der Stadt Quiindy, zeigt den Eingang zum Radiosender.Mauro heißt der Radiomann, der Wochentags von 8.00Uhr bis 10.00Uhr seine Morningshow hat und der mich im Sender empfing.Ich konnte live dabei sein, wie die Musik in die Welt geschickt wird und bekam alles erklärt. Auch Paul mischt etwas im Radio mit und legt immer mal wieder als DJ in der Morgenshow auf.Wer sich nun ein Hightechsenderaum mit viel Technik vorstellt liegt falsch. Plastikstühle, ein CD-Regal, ein Computer und ein Mikrofon mit Stricksocke als Schalldämpfer sind die Grundausstattung unseres Heimatsenders.Und doch gibt es da ein Schild, was an Radiobetrieb erinnert.Ob dieses funktioniert oder jemals in Betrieb war weiß ich nicht. Die Türen stehen alle offen und jeder Besucher kann in die Radiosendung platzen, wie dieser Zuhörer, der sich mal kurz eine CD ausleihen kam.Finanziert wird das Radio ausschließlich durch Werbung und Veranstaltungen, was nicht gerade einfach ist, denn es müssen monatlich ca. 20.000.000Gs erwirtschaftet werden.
104.7 mein Sender und wie empfange ich diesen Sender in Deutschland? Hier klicken und schon gehts los.
Samstag, 16. Juni 2012
Fiesta de San Juan
Jede Gemeinde, jedes Dörfchen und jede Stadt hat ihren persönlichen Schutzpatron. In unserer Gemeinde ist es der heilige Hans oder wie man hier sagt, San Juan (wer auch immer das sein mag). Gestern gab es , ihm zu Ehren, eine kleine Feier bei uns in der Grundschule. Eingeladen war jeder und auch wir haben uns gestern Abend unters Volk gemischt.
Lang ist es her, dass ich das letzte mal die Schulbank gedrückt habe und gestern konnte ich wieder einmal Probe sitzen, wobei das kleine Schreibtischchen am Stuhl etwas zweckentfremdet wurde.
Für das leibliche Wohl war gesorgt und neben Fanta, Cola, Bier gab es auch kleine Snacks, wie gefüllte Teigtaschen oder Tortilla, die natürlich frisch zubereitet wurden.
Die Schüler der Grundschule hatten ein kleines Tanzprogramm einstudiert und führten dieses vor.
Auch die Kleinsten waren schon mit von der Partie und was für die Einen der absolute Spaß ist, ist für die Anderen eher Ermüdend.
Zum Schluss gab es dann Musik vom DJ und die Tanzfläche war für alle freigegeben. Es war eine laue Spätherbstnacht mit 18°C und so blieben viele Gäste bis nach Mitternacht und der Geist von San Juan, gönnte sich sicherlich auch ein lecker Bierchen.
Lang ist es her, dass ich das letzte mal die Schulbank gedrückt habe und gestern konnte ich wieder einmal Probe sitzen, wobei das kleine Schreibtischchen am Stuhl etwas zweckentfremdet wurde.
Montag, 19. März 2012
wie das Land - so das Internet.....tranquilo
Den Internetstick einfach in den Computer stecken und schon ist man im Internet. Ach, wenn das doch nur so funktionieren würde. Seit einigen Wochen, wird die Geschwindigkeit, mit der wir uns im Internet bewegen, immer langsamer. Inzwischen ist der Datenverkehr so langsam, dass ich schon überlegt habe, meine Blogeinträge mit der Post zu versenden. Beschwerden bei unserem Internetanbieter TIGO brachten keine merklichen Ergebnisse. Auch wurde die Möglichkeit einer festen Internetantenne geprüft und wegen "funktioniert nicht" verworfen. Ein neues Internetmodem sollte nun unglaublich Geschwindigkeit in den Datentransfer auf unserer kleinen Farm bringen.Doch "denkste Puppe". Jetzt empfängt der Computer nur noch an bestimmten Orten und in unmöglichen Stellungen ein paar Daten. Ein Mitarbeiter von TIGO erklärte uns dann am Telefon, dass man an neuen Antennen für unsere Zone arbeitet und es deswegen zu kurzen Ausfällen beim Datentransfer kommen kann. Wir glauben ihm das einfach mal, üben uns in Geduld und ich hole schon mal das Briefpapier aus dem Schrank.
Freitag, 2. März 2012
Eltern haften für ihre Kinder
In Deutschland gibt es ja für fast alles einen TÜV, wobei auch Spielplätze auf Sicherheitsmängel untersucht werden. Was würde wohl der TÜV-Inspektor beim Anblick dieser Rutsche sagen.Gesehen habe ich dieses Kinderspielgerät in Paraguari auf der Plaza. Ist diese Rutsche noch zum Ar... aufreißen, wird der Inspektor dieser Wippe ohne Bedenken die nötige TÜV-Plakette geben können.Denn von dieser Wippe kann man nicht runter fallen. Ein Pluspunkt und einen Minuspunkt also, für den Kinderspielplatz in Paraguari.
Dienstag, 29. März 2011
duales System in Paraguay
In Deutschland haben wir den grünen Punkt, den gelben Sack oder die blaue Tonne. Alles zum Wohle der Natur und "kostenlos". Recycling soll helfen unsere Umwelt zu erhalten und Rohstoffe zu sparen. Auch Flaschenpfand und Büchsenpfand dienen diesem Zweck und kaum einer lässt sein leeres Bierdöschen im Park liegen.
In Paraguay sind noch keine farbigen Umwelttonnen oder Säcke angekommen, aber auch hier gibt es Rohstoffannahmestellen wo man seine Plastikflasche oder Bierdose gegen Bares los wird. Wir haben heute unsere alte Waschmaschine dort entsorgt und haben auch noch 10.000Gs dafür bekommen.
Gern gesehen sind Metalle, wie Aluminium (4.000Gs/kg) oder Eisen (500Gs/kg). Für 1kg Plastikflasche/weiß bekommt man vom Recyclemanager 2.600Gs. Einige Annahmestellen nehmen auch Glas an und zahlen um 50Gs/kg. Für viele hört sich das nicht viel an, aber für die Ärmsten Paraguay`s, sichern die Altstoffhändler, ihr überleben.
In Paraguay sind noch keine farbigen Umwelttonnen oder Säcke angekommen, aber auch hier gibt es Rohstoffannahmestellen wo man seine Plastikflasche oder Bierdose gegen Bares los wird. Wir haben heute unsere alte Waschmaschine dort entsorgt und haben auch noch 10.000Gs dafür bekommen.
Dienstag, 21. September 2010
Frühlingsanfang
"Ein Maurersmann nach echter Art, der trägt den Pelz bis Himmelfahrt." Ein Sprichwort,welches mir mein Lehrmeister, nach meiner Lehre mit auf den Weg gab und für alle Nichtbauarbeiter hier meine Übersetzung. " Willst du im Alter kein Rheuma und keine Nierenschmerzen, pack dir unterhalb der Gürtellinie alles gut ein und tausche den Stringtanga gegen die lange Feinrippunterhose erst, wenn du an Himmelfahrt eine letzte Nierenspülung gemacht hast."
Wie dem auch sei, lange Unterhosen habe ich hier nicht mehr in meinem Kleiderschrank und Himmelfahrt ist hier auch nicht im Frühling, aber die Weisheiten meines Lehrmeisters kann ich nicht so einfach über den Haufen werfen und so kommt bei uns an Himmelfahrt das Steppbett auf die Matratze und an Frühlingsanfang wird es wieder gegen leichte Laken getauscht.
Heute ist Frühlingsanfang und die dicke Decke ist wieder im Schrank. Gut zu wissen, denn der Frühling überraschte uns mit 35°C und auch die Nacht verspricht keine grosse Abkühlung.
Frühlingsanfang in Paraguay ist auch der Tag der Jugend und viele Colegios gaben ihren Schülern einen freien Tag. Schon in den frühen Nachmittagsstunden wurde, auf der Plaza von Aregua, getanzt und gefeiert, was das Zeug hielt.
Auch wenn ich, mit 42 Jahren, für viele nicht mehr zur Jugend zähle, gab es doch ein lecker Bierchen, weil Frühling ist für alle da.
Wie dem auch sei, lange Unterhosen habe ich hier nicht mehr in meinem Kleiderschrank und Himmelfahrt ist hier auch nicht im Frühling, aber die Weisheiten meines Lehrmeisters kann ich nicht so einfach über den Haufen werfen und so kommt bei uns an Himmelfahrt das Steppbett auf die Matratze und an Frühlingsanfang wird es wieder gegen leichte Laken getauscht.
Heute ist Frühlingsanfang und die dicke Decke ist wieder im Schrank. Gut zu wissen, denn der Frühling überraschte uns mit 35°C und auch die Nacht verspricht keine grosse Abkühlung.
Frühlingsanfang in Paraguay ist auch der Tag der Jugend und viele Colegios gaben ihren Schülern einen freien Tag. Schon in den frühen Nachmittagsstunden wurde, auf der Plaza von Aregua, getanzt und gefeiert, was das Zeug hielt.
Freitag, 11. Juni 2010
Morgens auf der Landstrasse
Der Berufsverkehr, fernab der asphaltierten Strassen sieht in Paraguay so aus.
Hat man kurz nach Sonnenaufgang Termine, sollte man etwas mehr Zeit für den Weg einrechnen, denn viele Pendler sind auf dem Weg zu ihren Weideplätzen und sehen es oft nicht ein, die Wege frei zu machen.
Berufsverkehr der Spass macht.
Samstag, 5. Juni 2010
Was gibt es in Paraguay nicht?
IKEA, gut sortierte Baumärkte, Telefonzellen, H&M, Postboten, Herrentag, TÜV, Pfingstfest, Leinenzwang, Schornsteinfeger, GEZ, Verkehrsfunk und Flitzerblitzermelder, gelbe Säcke und blaue Tonne, DSL mit 16000 kb/s, Schneeschieber und Streusalz, Pfandautomaten, morgens halb zehn in Deutschland, Neuenhagener Leberkäse, Frankis und Bonzos Muschelessen, besinnliche Weihnachten, Presidente, Fahrradprüfung, unbestechliche Polizisten, Berufsausbildung, Frankfurt an der Oder, Döner, Fehrnsehturm, Joghurt mit der Ecke, Wehrpflicht, Clip-Haarverlängerung, Aldi, Schwarzarbeit, HartzIV, Herthafans in der S-Bahn, Berliner Kindl.
Wer jetzt denkt, dass es hier kein Tokiohotel gibt, der irrt.
Wer jetzt denkt, dass es hier kein Tokiohotel gibt, der irrt.
Freitag, 11. Dezember 2009
die Nationalflagge Paraguay's
Ausser manchmal einer lecker Bierchen Fahne, besass ich bis zum September 2008 keine Flagge. Zur Abschiedsfeier in Deutschland, bekamen wir dann gleich zwei Fahnen von lieben Freunden geschenkt, die norwegische Nationalflagge und natürlich die deutsche.
Heute kam eine dritte hinzu. Für 50.000 Gs erstanden wir die Nationalflagge Paraguay's. Das besondere an dieser Fahne ist, dass sie als einzige Nationalflagge, zwei verschiedene Symbole auf der Vorder- und Rückseite aufweist.
Auf der Vorderseite befindet sich das paraguayische Staatswappen.
Auf der Rückseite sieht man das Emblem des Finanzminesteriums über dem die Worte "Frieden und Gerechtigkeit" zu lesen sind.
"Im nächsten Juni, wird die Welt die Fahne sicher kennenlernen.
Auf der Vorderseite befindet sich das paraguayische Staatswappen.
Montag, 26. Oktober 2009
Haschisch und Marihuana
Man könnte denken, es ist Unkraut, doch eigentlich ist diese Pflanze weltberühmt.
In den ländlichen Regionen hat sie fast jeder und mein Capataz sagt, dass bis zu drei Pflanzen in Paraguay, für den Eigenbedarf erlaubt sind, aber ob das stimmt, muss ich noch erforschen. Die Rede ist natürlich von der Cannabispflanze. Für die einen ist es eine gefährliche Droge und für die anderen ein Heilmittel. Für mich ist es eine ganz normale Pflanze, die durch ihren Preis und das Verbot erst interessant geworden ist.
Dienstag, 11. August 2009
Fiesta in Quiindy
Ich glaube alle 19500 Einwohner von Quiindy waren gestern auf den Festwiesen, zum Gedenktag an den Schutzpatron "San Lorenzo" unterwegs. Auch wir machten uns am frühen Nachmittag von unserer kleinen Farm aus, auf den Weg in die 13km entfernten Stadt.
Jedes Jahr im August, ist in Quiindy eine Woche Ausnahmezustand angesagt, wobei der 10. August den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildet. Grosser Anziehungspunkt war der Rummelplatz mit seinen Fahrgeschäften und Glücksspielen.
Natürlich finden bei solchen Feierlichkeiten auch Show's wie Stierkämpfe oder Bullenreiten statt, welche auch wir das erste mal live miterlebten. Es war schon spannend anzuschauen wie die Cowboys einen 800kg schweren Bullen einritten und bändigten oder beim Showkampf dem Stier die Luft ausging und er aufgab. Allen Tierschützern sei gesagt, dass die Stiere hier nicht im Kampf getötet werden, sonder wieder auf die Viehhänger verladen werden und zu ihren Farmen heimkehren.
Meine Begeisterung gehörte aber etwas ganz anderem. Dieses Kinderkarussel hatte die lauteste Musikanlage auf dem ganzen Fest, aber dadurch war wahrscheinlich kein Strom mehr für den Antrieb übrig und der nette Mitarbeiter, in der Mitte des Bildes, schob die ganze Gerätschaft mit einem zweiten Kollegen fünf Runden lang an und liess es dann ausdrehen.
Ein richtig schönes Volksfest, welches wir im nächsten Jahr wieder besuchen werden.
Jedes Jahr im August, ist in Quiindy eine Woche Ausnahmezustand angesagt, wobei der 10. August den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildet. Grosser Anziehungspunkt war der Rummelplatz mit seinen Fahrgeschäften und Glücksspielen.
Freitag, 31. Juli 2009
Tag der Freundschaft
Samstag, 18. Juli 2009
Heimatkunde
Eiche, Akazie oder Nussbaum kennt jeder, aber kennt ihr auch Curupay oder Ybyra pyta. Was der Jacques Yves Cousteau für die Meere ist, ist Juan für die Wälder Paraguay's.
Mit ihm waren wir heute unterwegs, um die Bäume dieses Landes besser kennen zu lernen. Es ist schwer sich die Namen zu merken, aber noch schwerer ist es, sich die Merkmale einzuprägen.
Ich glaube dem Holzhändler alles, was er erzählt über das Holz,welches ich gerade gekauft habe. Aber auch in jedem Paraguayer steckt ein kleiner Gauner und er verkauft gerne mal, eigentliches Brennholz als Lapachoholz. Dem beugen wir jetzt vor. Hier die Rinde des Ybyra pyta
und des Curupay
Es sind beides Akazienarten, die häufig als Bauholz verwendet werden, wobei Curupay das hochwertigere sein soll.
...Nur blöd, dass beim Holzhändler immer schon die Rinde und die Blätter fehlen...??
Ich glaube dem Holzhändler alles, was er erzählt über das Holz,welches ich gerade gekauft habe. Aber auch in jedem Paraguayer steckt ein kleiner Gauner und er verkauft gerne mal, eigentliches Brennholz als Lapachoholz. Dem beugen wir jetzt vor. Hier die Rinde des Ybyra pyta
...Nur blöd, dass beim Holzhändler immer schon die Rinde und die Blätter fehlen...??
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