Nach über zehn Jahren, hatten wir nun auch endlich einmal das Vergnügen bei einer Hochzeit in Paraguay dabei zu sein. Martin und Marita haben ja gesagt und den Bund fürs Leben geschlossen. Vor der Hochzeit noch ganz entspannt,
aber als es dann zur Sache ging, war es doch zu merken, dass ein großer Schritt in einem kleinen Standesbeamtenbüro zu gehen war.
Und was soll ich sagen, alles ging glatt über die Bühne und nach schlappen 11 Minuten gaben sich Martin und Marita ihr Ja-Wort.
Kurz darauf ein Foto mit dem Brautpaar und den Trauzeugen
und dann ging es zum gemütlichen Teil über, bei dem auf das frisch vermählte Brautpaar einige eisige lecker Bierchen geöffnet wurden.
Wir wünschen den Beiden alles Liebe und Gute für die Zukunft, viele schöne gemeinsame Stunden und (nicht ganz selbstlos) immer einen eiskalten lecker Bierchenvorrat.
Donnerstag, 4. April 2019
Donnerstag, 21. März 2019
Der Weg zum neuen Stromanschluss
Zwei Monate hat es gedauert, aber nun hängt er endlich an unserer Grundstücksecke, unser neuer Stromzähler.
Durch das Wasserkraftwerk Itaipu hat Paraguay jede Menge Strom, doch der Stromversorger ANDE hat immer wieder Schwierigkeiten diesen Strom an den Endverbraucher weiter zu reichen. Ein marodes Leitungsnetz ist Schuld an häufigen Stromausfällen oder an nerviger Unterspannung, bei der kein Kühlschrank vernünftig arbeiten kann.
Auf unserer kleinen Farm haben wir selten Stromausfälle, aber die Waschmaschine zusammen mit der Spülmaschine zu betreiben ist nicht möglich. Der Strom ist einfach zu schwach und die Geräte starten erst gar nicht.
Auf unserem neuen Grundstück gab es noch keinen Strom und das nächste Stromkabel hing 150m entfernt in der Luft. Ein Besuch bei der ANDE war fällig und wir stellten einen Antrag auf einen neuen Anschluss und damit wir auch mal mehrere Geräte gleichzeitig betreiben können, sollte auch ein eigener Trafo angeschlossen werden.
Jetzt hieß es warten, bis ein Techniker der ANDE zu uns kommt und die ganze Sache begutachtet, um danach einen Projekt für die neue Stromleitung zu erstellen. Das ging auch relativ schnell und nach knapp drei Wochen war der Plan fertig. Da die ANDE nicht genug Monteure hat um ihre ganzen Arbeiten zu erledigen sagte man uns, dass wir uns einen autorisierten Elektriker suchen sollen, der dann die Arbeiten ausführt.
Um ein eigenes Trafo zu versorgen muss man an die "Starkstromleitung" und so waren von der Stromquelle bis zu unserer Grundstücksecke insgesamt 270m Luftlinie zu überwinden. Der Elektriker wusste was zu machen war und arbeitete vorbildlich nach Plan. Durch Lieferschwierigkeiten bei den Strommasten gingen noch einmal drei Wochen ins Land, bevor wir bei der ANDE die Fertigmeldung einreichten.
Ein Mitarbeiter der ANDE sollte nun die Arbeiten abnehmen und prüfen ob auch alles nach Projekt erledigt wurde. Leider war dieser gerade im Urlaub und so verstrichen wieder zwei Wochen in denen das Notstromaggregat auf unserer Baustelle krach machte. Und dann ging alles ganz schnell. Der Mitarbeiter stand Morgens bei uns auf der Matte, prüfte alles und wir konnten noch am selben Tag zur ANDE fahren und unseren Antrag auf den Stromzähler einreichen. Einen Tag später waren dann auch tatsächlich die Techniker da und knibbelten die Stromuhr an.
Die Stromversorgung ist jetzt "sicher" gestellt und zusammen hat uns der ganze Spaß schlappe 22.000.000Gs gekostet.
Wenn man sich jetzt den Zusammenschluss der alten mit der neuen Stromleitung anschaut, erkennt man schnell das hier noch einiges zu tun ist. (linke Seite neues Kabel, rechte Seite altes Kabel)
Die Planung für die Erneuerung der Stromlinie in unserer Region liegt schon auf dem Schreibtisch der ANDE. Jetzt ist es "nur" noch eine Frage der Zeit, bis die Monteure anrücken.
Durch das Wasserkraftwerk Itaipu hat Paraguay jede Menge Strom, doch der Stromversorger ANDE hat immer wieder Schwierigkeiten diesen Strom an den Endverbraucher weiter zu reichen. Ein marodes Leitungsnetz ist Schuld an häufigen Stromausfällen oder an nerviger Unterspannung, bei der kein Kühlschrank vernünftig arbeiten kann.
Auf unserer kleinen Farm haben wir selten Stromausfälle, aber die Waschmaschine zusammen mit der Spülmaschine zu betreiben ist nicht möglich. Der Strom ist einfach zu schwach und die Geräte starten erst gar nicht.
Auf unserem neuen Grundstück gab es noch keinen Strom und das nächste Stromkabel hing 150m entfernt in der Luft. Ein Besuch bei der ANDE war fällig und wir stellten einen Antrag auf einen neuen Anschluss und damit wir auch mal mehrere Geräte gleichzeitig betreiben können, sollte auch ein eigener Trafo angeschlossen werden.
Jetzt hieß es warten, bis ein Techniker der ANDE zu uns kommt und die ganze Sache begutachtet, um danach einen Projekt für die neue Stromleitung zu erstellen. Das ging auch relativ schnell und nach knapp drei Wochen war der Plan fertig. Da die ANDE nicht genug Monteure hat um ihre ganzen Arbeiten zu erledigen sagte man uns, dass wir uns einen autorisierten Elektriker suchen sollen, der dann die Arbeiten ausführt.
Um ein eigenes Trafo zu versorgen muss man an die "Starkstromleitung" und so waren von der Stromquelle bis zu unserer Grundstücksecke insgesamt 270m Luftlinie zu überwinden. Der Elektriker wusste was zu machen war und arbeitete vorbildlich nach Plan. Durch Lieferschwierigkeiten bei den Strommasten gingen noch einmal drei Wochen ins Land, bevor wir bei der ANDE die Fertigmeldung einreichten.
Ein Mitarbeiter der ANDE sollte nun die Arbeiten abnehmen und prüfen ob auch alles nach Projekt erledigt wurde. Leider war dieser gerade im Urlaub und so verstrichen wieder zwei Wochen in denen das Notstromaggregat auf unserer Baustelle krach machte. Und dann ging alles ganz schnell. Der Mitarbeiter stand Morgens bei uns auf der Matte, prüfte alles und wir konnten noch am selben Tag zur ANDE fahren und unseren Antrag auf den Stromzähler einreichen. Einen Tag später waren dann auch tatsächlich die Techniker da und knibbelten die Stromuhr an.
Die Stromversorgung ist jetzt "sicher" gestellt und zusammen hat uns der ganze Spaß schlappe 22.000.000Gs gekostet.
Wenn man sich jetzt den Zusammenschluss der alten mit der neuen Stromleitung anschaut, erkennt man schnell das hier noch einiges zu tun ist. (linke Seite neues Kabel, rechte Seite altes Kabel)
Die Planung für die Erneuerung der Stromlinie in unserer Region liegt schon auf dem Schreibtisch der ANDE. Jetzt ist es "nur" noch eine Frage der Zeit, bis die Monteure anrücken.
Sonntag, 10. Februar 2019
Baustellenrundgang am Wochenende
Heute mach ichs mir mal einfach. lasse das Geschreibe und poste ein Video.
Mittwoch, 16. Januar 2019
Baustelleneinrichtung auf der Quinta Parakay
Bevor es auf unserer Baustelle so richtig losgeht, bedarf es ein paar grundlegender Sachen. Das Wichtigste ist natürlich der Kühlschrank, damit immer kalte Getränke gewährleistet sind.
Dann muss Wasser her, denn ohne Wasser läuft auf dem Bau gar nichts. Ein Anruf beim Präsidenten unseres zuständigen Wasserverbandes genügte und ein paar Stunden später stand dieser auf der Baustelle.
"Alles kein Problem. Ihr verlegt eure Leitung bis zu unserer Hauptleitung und wenn ihr fertig seid, gebt ihr uns ein kurzes Zeichen und wir schließen euch dann an."
Gesagt getan. Von unserem Grundstück bis zur Wasserleitung sind es 150 Meter. Spitzhacke , Spaten und Schippe waren gefragt und dann ging es auch schon los. Und wenn man genau hinschaut sieht man, dass die Baustellenversorgung auch schon gesichert ist.
Da wir mit der Leitung unter der "Hauptstraße" durch mussten, sperrten wir diese halbseitig ab und führten den Verkehr einspurig an der Gefahrenzone vorbei. Dabei ist die ordnungsgemäße Baustellensicherung natürlich äußerst wichtig.
Nach einem Tag hatten wir die Wasserleitung verlegt und tatsächlich traf am nächsten Morgen der zuständige Klempner des Wasserverbandes am Ort des Geschehens ein. Schnell war die Wasserader angezapft und unter Druck wurden wir an die Wasserleitung angeschlossen. Eine Wasseruhr gabs nicht, denn ein Wasseranschluss kostet monatlich pauschal 20000 Gs.
Das Thema Wasser ist also erledigt. Jetzt fehlt noch der Strom und da kämpfen wir uns gerade durch die Büros der paraguayischen Stromgesellschaft ANDE.
Auch wenn noch kein Strom für Baumaschine da ist, der Startschuss zum ersten Spatenstich erfolgte trotzdem und seit zwei Tagen sind wir am erstellen der Fundamente und mischen unseren Mörtel mit der Hand.
Der Anfang ist also gemacht und wir liegen voll im Plan. Dieser sieht vor, dass (wenn alles gut läuft) der erste Bauabschnitt Ende März übergeben werden kann.
Dann muss Wasser her, denn ohne Wasser läuft auf dem Bau gar nichts. Ein Anruf beim Präsidenten unseres zuständigen Wasserverbandes genügte und ein paar Stunden später stand dieser auf der Baustelle.
"Alles kein Problem. Ihr verlegt eure Leitung bis zu unserer Hauptleitung und wenn ihr fertig seid, gebt ihr uns ein kurzes Zeichen und wir schließen euch dann an."
Gesagt getan. Von unserem Grundstück bis zur Wasserleitung sind es 150 Meter. Spitzhacke , Spaten und Schippe waren gefragt und dann ging es auch schon los. Und wenn man genau hinschaut sieht man, dass die Baustellenversorgung auch schon gesichert ist.
Da wir mit der Leitung unter der "Hauptstraße" durch mussten, sperrten wir diese halbseitig ab und führten den Verkehr einspurig an der Gefahrenzone vorbei. Dabei ist die ordnungsgemäße Baustellensicherung natürlich äußerst wichtig.
Das Thema Wasser ist also erledigt. Jetzt fehlt noch der Strom und da kämpfen wir uns gerade durch die Büros der paraguayischen Stromgesellschaft ANDE.
Auch wenn noch kein Strom für Baumaschine da ist, der Startschuss zum ersten Spatenstich erfolgte trotzdem und seit zwei Tagen sind wir am erstellen der Fundamente und mischen unseren Mörtel mit der Hand.
Der Anfang ist also gemacht und wir liegen voll im Plan. Dieser sieht vor, dass (wenn alles gut läuft) der erste Bauabschnitt Ende März übergeben werden kann.
Sonntag, 6. Januar 2019
Zwischen den Tagen
Zwischen Weihnachten und den drei heiligen Königen passiert nicht viel in Paraguay, außer das überall im Land gefeiert wird. Ein Vorteil ist, dass es auch in der Hauptstadt relativ ruhig ist, wenn man sich nicht gerade zu heilig Abend oder Silvester dort herumtreibt.
Im Rahmen einer Bildungsreise waren wir am 2.Januar in Asuncion. Es galt unser Wissen über die paraguayischen Baumaterialien aufzufrischen. Auf unserem Weg lagen auch zwei Hersteller von Fenstern und Türen, dabei ist die Auswahl an Türen und Fenstern heute relativ groß.
Und wer jetzt denkt, mit deutschen Fenstern kann hier keiner mithalten, der irrt.
Mit dem richtigen Geldbeutel bekommt man heute, vom doppelten Isolierglas bis hin zum Kunststofffenster mit Aluminiumkern, alles.
Die Preise für diese Qualitätsfenster sind ähnlich wie in Deutschland und da stellt sich mir natürlich die Frage; " Brauche ich hier überhaupt ein doppeltes wärme- und schallisoliertes Fenster?" Das jedoch ist jedem selbst überlassen und ich denke, wenn ich an einer Hauptstraße in Asuncion wohne, macht sich ein schallisoliertes Fenster schon ganz gut. Und außerdem bleibt das eisgekühlte lecker Bierchen bei einer ordentlich wärmeisolierten Fensterscheibe länger frisch.
Im Rahmen einer Bildungsreise waren wir am 2.Januar in Asuncion. Es galt unser Wissen über die paraguayischen Baumaterialien aufzufrischen. Auf unserem Weg lagen auch zwei Hersteller von Fenstern und Türen, dabei ist die Auswahl an Türen und Fenstern heute relativ groß.
Und wer jetzt denkt, mit deutschen Fenstern kann hier keiner mithalten, der irrt.
Mit dem richtigen Geldbeutel bekommt man heute, vom doppelten Isolierglas bis hin zum Kunststofffenster mit Aluminiumkern, alles.
Die Preise für diese Qualitätsfenster sind ähnlich wie in Deutschland und da stellt sich mir natürlich die Frage; " Brauche ich hier überhaupt ein doppeltes wärme- und schallisoliertes Fenster?" Das jedoch ist jedem selbst überlassen und ich denke, wenn ich an einer Hauptstraße in Asuncion wohne, macht sich ein schallisoliertes Fenster schon ganz gut. Und außerdem bleibt das eisgekühlte lecker Bierchen bei einer ordentlich wärmeisolierten Fensterscheibe länger frisch.
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