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Samstag, 16. Dezember 2017

Die Früchte des Sommers

Sonnabend, 11.00Uhr und 34°C, ideal eigentlich zum nicht arbeiten. Aber die ganze Zeit am Pool liegen ist auch langweilig und so bin ich grade wieder rein vom Brombeeren pflücken, eine der Früchte, die uns den Dezember versüßen. Der Dezember ist meiner Meinung nach der Monat mit den meisten Früchten, denn neben Brombeeren reifen die ersten Weintrauben, Mango gibts im Überfluss, die Ananas ist goldgelb und man muss aufpassen, dass einem keine Papaya auf den Kopf fällt.
Doch zurück zu den Brombeeren. 5 Brombeerbüsche haben wir vor drei Jahren gepflanzt und inzwischen bewuchern sie einen Großteil des Zaunes unserer Grundstücksgrenze zur Straße.
Wenn, Anfang November, die Brombeerzeit beginnt, bin ich jeden Tag auf der Jagd nach der leckeren schwarzen Frucht und liefere mir dabei ein Duell mit den Schulkindern der Nachbarschaft, die nicht an unserem Zaun vorbei kommen, ohne sich die Backen mit den schwärzesten der Schwarzen voll zu stopfen. Jetzt sind Ferien und die Kinder haben andere Sachen im Kopf als meine Brombeeren. Das macht sich natürlich bemerkbar und uns kommen die Brombeeren inzwischen aus den Ohren. Was macht man in solch einem Fall?- genau, ... Wein.
5 Liter sind angesetzt und bis der soweit ist,muss ich wohl auf Altbewährtes zurückgreifen. In diesem Sinne euch allen einen schönen dritten Advent und darauf ein eisgekühltes Leckerbierchen.

Montag, 20. März 2017

Frisch aus dem Weinkeller

Ich bin eigentlich der Typ, der eine Flasche Bier einem Glas Wein vorzieht. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel, erst recht, wenn es sich um einen Wein handelt, der seine Geburtsstätte bei uns auf der Farm hat. Von uns gepflanzt, von uns geerntet und zuletzt, von uns angesetzt.
Vor 8 Wochen hatte ich einen ganzen Tag zu tun, um die Weintrauben zu ernten und insgesamt 20 Liter Beerensaft zu pressen und abzufüllen. Gestern war es nun soweit, der Wein hatte aufgehört zu gären und wir zogen uns die erste Kostprobe ins Glas.
Nachdem im vergangenen Jahr die Weinverkostung etwas länger dauerte und am Ende die gesamten 4 Liter in unseren Bäuchen war, stand in diesem Jahr fest, dass nach der Verkostung gewiss noch Wein übrig bleibt. Denn insgesamt 15 Liter füllten wir in Flaschen und legten sie ins Weinregal. Entstanden ist ein frischer, milder Sommerwein, der nur aus der puren Beere, ohne Zuckerzusatz oder Schwefeldioxid, gegoren ist.
Uns schmeckt er und nach 2 Litern Kostprobe kam ich ins grübeln.
"Bin ich vielleicht doch ein Weintrinker?"

Montag, 29. Juni 2015

Rosella für Marmelade, Saft und Wein

Es ist eine Pflanze, über die man nicht allzu viel im Internet findet und auch zum Namen gibt es widersprüchliche Angaben. Wir nennen sie Rosella.
Die Pflanze hat eine fleischige, rote Blüte, welche zu Marmelade, Saft oder auch Wein verarbeitet werden kann, wobei der Geschmack an die Sauerkirsche erinnert. Wir hatten in diesem Jahr eine tolle Ernte und der Jahresvorrat an Marmelade ist eingekocht. Weiter liegen einige Liter leckerer Saft in der Gefriertruhe und auch zehn Liter Wein sind angesetzt. Und weil es draußen Winter ist, stehen diese zehn Liter momentan in unserem Bad auf der Fußbodenheizung.
Jetzt blubbert der Kanister stetig vor sich hin und wir sind gespannt, ob das Experiment "Rosellawein" klappt.
Unsere bisherigen Versuche Wein zu machen, beliefen sich auf Pampelmusenwein und Guavenwein. Während der Pampelmusenwein so ziemlich zu Hundert Prozent geschmacklich voll daneben lag, war das Ergebnis aus der Frucht der Guave durchaus schmackhaft und es entstand ein fruchtig, leichter Wein, für laue Sommernächte.
In zwei bis drei Monaten wissen wir mehr und bis dahin gibts eben weiter lecker Bierchen.

Montag, 12. März 2012

hausgemachter Guajavawein

Im Juli letzten Jahres starteten wir unsere erste Weinprobe mit selbst geernteten Pampelmusen. Das Ergebnis dieses selbstgebrauten Weines, regte bei der Verkostung alle erdenklichen Gesichtsmuskeln zum anspannen an und kein Schwepesgesicht hätte unseren Gesichtszügen das Wasser reichen können. Nun starteten wir den nächsten Versuch mit Früchten der Saison, wobei die Guajava die Grundlage für unseren nächsten Weinherstellungsversuch bildete. Ca.3kg Früchten, 500g Zucker und 8l Wasser, rührten wir vor 4 Wochen zusammen und ließen dem Gährungsprozess seinen Lauf. Vor ein paar Tagen konnten wir dann zum ersten mal ein Glas Wein abzapfen. Das Ergebnis war überraschend. Ein fruchtiger, süßer Sommerwein war entstanden, der auf Eis serviert, genau das richtige Getränk, für die momentanen, heißen Sommernächte ist. Und weil der Wein so gut gelungen ist, habe ich heute gleich noch einen Eimer Guajava gepflückt und Helmut hat einen weiteren Kanister Wein angesetzt.
Ich glaube allen so genannten "Weinkennern" stellen sich allein bei dem Wort Guajavawein die Nackenhaare hoch, doch ich denke die Sache liegt im Auge des Betrachters und würde ich die Wahl zwischen einem "1787 Chateau d'Yquem" und einem Guajavenwein vom Weingut Parakay haben, würde mir die Entscheidung nicht schwer fallen.