Posts mit dem Label Selbstversorgung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Selbstversorgung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 12. Oktober 2022

Was (oder wer) war zuerst da?

Das Huhn oder das Ei? Diese Frage kann ich leider nicht beantworten, aber wenn mich jemand fragt, ob zuerst der Fisch oder der Fischreiher am Teich war, habe ich da eine ganz klare Meinung.
Noch kein Grätentier im Teich, aber der Fischreiher steht schon Gewehr bei Fuß. Ich kenne mich mit Vögeln (Vögeln groß geschrieben) nicht so aus, aber ich nehme an, dass es ein Silberreiher war, der da gestern den neuen Fischteich begutachtete. Warum ist da eigentlich noch kein Fisch drin?
Ich könnte jetzt etwas von Quantenphysik erzählen, aber ich mache es kurz. Vorgestern hat Helmut 200 Jungfische bestellt, die wir gestern Nachmittag abholen konnten. Der Fischreiher war einfach nur ein paar Stunden zu früh am Start.
In unserer Nähe gibt es ein, ich nenne es mal, Fischereibetrieb, der 1998 von einem Belgier gegründet wurde. Eco Pez oder Granja Aida ist in ganz Paraguay bekannt und produziert jährlich bis zu 250 Tonnen Fisch für das ganze Land. Wir waren gestern Nachmittag vor Ort und holten unsere kleine Bestellung von 100 Tilapia und 100 Pacu ab.
Ein Jungfisch Pacu kostete 3000 Gs und ein pubertierender Tilapia 2000 Gs. Am Nachmittag dann die Umsetzung in ihr neues zu Hause.
Wir essen nicht jeden Tag Fisch, also sind 200 Fische (wenn sie mal groß sind) viel zu viel für uns. Aber wir haben ja noch unseren Reihner. So heißt unser neuer, weißer, gefiederter Freund jetzt und der darf uns ruhig ( einmal im Monat!!!) besuchen.

Montag, 20. März 2017

Frisch aus dem Weinkeller

Ich bin eigentlich der Typ, der eine Flasche Bier einem Glas Wein vorzieht. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel, erst recht, wenn es sich um einen Wein handelt, der seine Geburtsstätte bei uns auf der Farm hat. Von uns gepflanzt, von uns geerntet und zuletzt, von uns angesetzt.
Vor 8 Wochen hatte ich einen ganzen Tag zu tun, um die Weintrauben zu ernten und insgesamt 20 Liter Beerensaft zu pressen und abzufüllen. Gestern war es nun soweit, der Wein hatte aufgehört zu gären und wir zogen uns die erste Kostprobe ins Glas.
Nachdem im vergangenen Jahr die Weinverkostung etwas länger dauerte und am Ende die gesamten 4 Liter in unseren Bäuchen war, stand in diesem Jahr fest, dass nach der Verkostung gewiss noch Wein übrig bleibt. Denn insgesamt 15 Liter füllten wir in Flaschen und legten sie ins Weinregal. Entstanden ist ein frischer, milder Sommerwein, der nur aus der puren Beere, ohne Zuckerzusatz oder Schwefeldioxid, gegoren ist.
Uns schmeckt er und nach 2 Litern Kostprobe kam ich ins grübeln.
"Bin ich vielleicht doch ein Weintrinker?"

Donnerstag, 5. November 2015

Die Ziegenmilch machts

"In Paraguay ist es Sitte, dass die Frauen der Familie sich ums Melken kümmern." Das erzählte mir neulich unser Arbeiter Elso. Für mich völlig unverständlich, da sich Männer doch viel besser mit Brüsten auskennen sollten und so übernehme ich bei uns zu Hause das tägliche Melken. Jeden Morgen zwischen Sechs und Sieben gehts ran an die Brust und momentan stehen fünf Ziegen auf dem Melkstand, denen ich durchschnittlich 3,5 Liter am Tag abzapfe.
Insgesamt zählt unsere kleine Ziegenherde jetzt 17 Tiere, wobei die Jüngsten, die Mädels Schauma und Schwarzkopf, in der letzten Woche die Sonne der Farm erblickten.
Und was machen wir dann mit der ganzen Milch? Ich trinke nicht nur leidenschaftlich gerne Bier, sondern genauso gerne leckere Milch und so landet der größte Teil der Ernte noch am selben Tag in meinem Bauch. Auch in der Nachbarschaft ist die Ziegenmilch begehrt und sie bezahlen dafür gerne 10.000 Guarani pro Liter. Sollte dann immer noch Milch im Kühlschrank stehen, wird diese letztendlich zu Käse verarbeitet.
Jetzt bin ich am Überlegen, wie ich mich bei den Ziegen am besten für den schmackhaften Drink revanchieren kann. Vielleicht stelle ich ihnen am Wochenende mal eine Kiste "Lecker Bierchen" vor die Stalltür.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Endlich da - das selbstgebraute Bier von der Farm.

Lasst uns mal den 23.April 1516 und das erlassene Gebot von Wilhelm vergessen. Dann nehmen wir einen halben Eimer Mais und machen daraus Grünmalz.
Dieser wird nun mit reinem Felswasser gebraut, abgemaischt und es entsteht unsere Würze. Jetzt geben wir an Stelle von Hopfen; Ingwer, Hanf, Wacholder und Chili dazu. Aufkochen, gären lassen und fertig.
Das ist mal ganz schnell erklärt, womit Helmut sich in den letzten Tagen beschäftigt hat. Und entstanden ist unser erstes, selbstgebrautes Farmbier.
Jetzt kam der große Moment der Verkostung.
Was soll ich sagen? Auch wenn es nicht unbedingt wie Bier aussieht, so ist doch ein Gesöff entstanden, welches sich getrost Bier nennen darf, welches prickelnd im Mund schwappt und welches einen erfrischenden Zisch hinterlässt. Ich jedenfalls bin begeistert und auch wenn es nur ein gaaaaanz kleiner Schritt für die Menschheit ist, so ist es doch ein gaaaanz großer in Richtung Selbstversorger. Denn was braucht Mann schon mehr?
Die weltweiten Bierriesen können dennoch durchatmen. Unser Bier wird nicht den Weltmarkt erobern und es wird auch nur auf unserer Farm ausgeschenkt. Denn mit der Haltbarkeit eines Krombachers oder Budweisers kann unser Farmbier nicht mithalten. Ist es fertig , muss es auch gleich getrunken werden. Ich finds gut.

Montag, 29. Juni 2015

Rosella für Marmelade, Saft und Wein

Es ist eine Pflanze, über die man nicht allzu viel im Internet findet und auch zum Namen gibt es widersprüchliche Angaben. Wir nennen sie Rosella.
Die Pflanze hat eine fleischige, rote Blüte, welche zu Marmelade, Saft oder auch Wein verarbeitet werden kann, wobei der Geschmack an die Sauerkirsche erinnert. Wir hatten in diesem Jahr eine tolle Ernte und der Jahresvorrat an Marmelade ist eingekocht. Weiter liegen einige Liter leckerer Saft in der Gefriertruhe und auch zehn Liter Wein sind angesetzt. Und weil es draußen Winter ist, stehen diese zehn Liter momentan in unserem Bad auf der Fußbodenheizung.
Jetzt blubbert der Kanister stetig vor sich hin und wir sind gespannt, ob das Experiment "Rosellawein" klappt.
Unsere bisherigen Versuche Wein zu machen, beliefen sich auf Pampelmusenwein und Guavenwein. Während der Pampelmusenwein so ziemlich zu Hundert Prozent geschmacklich voll daneben lag, war das Ergebnis aus der Frucht der Guave durchaus schmackhaft und es entstand ein fruchtig, leichter Wein, für laue Sommernächte.
In zwei bis drei Monaten wissen wir mehr und bis dahin gibts eben weiter lecker Bierchen.

Freitag, 15. Februar 2013

Hartes Brot ist nicht hart-

gar kein Brot, das ist hart.
Die Paraguayer backen super Brötchen, Weißbrot oder Toastbrot, aber bei Schwarzbrot versagt die Backkunst der paraguayischen Bäckermützen. In der Hauptstadt und in, mit deutschen dicht besiedelten Gebieten, bekommt man auch gutes Schwarzbrot oder Vollkornbrot zu kaufen. Bei uns auf dem Lande oder in unserer Umgebung ist gutes Brot nicht in der Bäckertheke zu finden.
Damit wir nicht auf eine ordentliche Bemme verzichten müssen, ist Helmut seit einiger Zeit am probieren und experimentieren, und versucht das beste aus unserem Backofen rauszuholen. So gab es immer wieder verschiedene Brote mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und verschiedenen Härtegraden zum probieren.
Übung macht den Meister und so können sich Helmuts Brote inzwischen nicht nur sehen lassen, sondern schmecken auch fantastisch.
In der nächsten Woche schlachten wir wieder ein Schwein und ich freue mich auf eine leckere Hackepeterstulle mit Schwarzbrot und dazu ein eisgekühltes lecker Bierchen.

www.strauss-innovation.de

Freitag, 25. Mai 2012

die Selbstversorger-Frage

Immer wieder liest man im Internet von Selbstversorgerfarmen und oft werden wir gefragt, ob sich eine Farm oder die Landwirtschaft in Paraguay rechnet und Gewinne abwirft. Wir führen von Anfang an Buch über unserer Ausgaben und Einnahmen und auch wenn heute, nach 3 Jahren Farmbetrieb, noch rote Zahlen geschrieben werden, so ist doch eine Tendenz in Richtung positiver Bilanz zu erkennen. Lässt man die Anschaffungskosten für Grund und Boden, so wie den Anfangsbestand an Tieren unberücksichtigt, so schlagen nun monatliche Fixkosten für Löhne, Strom, Futtermittel etc., von ungefähr 1.200.00Gs zu Buche und bedeuten jährliche Ausgaben von runden 14.500.00Gs. Nachdem in den ersten beiden Jahren nur ein paar Eier, Hühnchen und Gemüse auf der Einnahmenseite verbucht werden konnten, sah das im dritten Jahr schon etwas besser aus. In diesem Jahr konnten wir mit einem geschlachteten Schwein, einem Stier, Geflügel, Gemüse, Milch und Eier schon knapp 7.000.000Gs auf dem Erlöskonto verzeichnen. Wenn man nun berücksichtig, dass die Landwirtschaft für uns eher ein Hobby ist, hat das schon etwas den Geldbeutel geschont. Jetzt, da wir mit dem Hausbau fast fertig sind, können wir das Ganze etwas ausbauen. Neue Schweineställe sind in Arbeit, denn unsere Sau ferkelt bald. Ausserdem zahlt sich meine Anstrengung mit dem Elefantengras aus, welches jetzt genügend Futter für weitere Tiere liefert. Wir rechnen mit drei weiteren Jahren, bevor wir endgültig schwarze Zahlen schreiben und uns unsere Farm ernähren könnte.
Also ja, man kann auch von einer kleinen Farm leben und man kann auch durch höhere Anfangsinvestitionen und mehr Arbeit schneller in den Bereich der Schwarzen Zahlen kommen, grosse Ganaderos machen es vor.
Doch eins ist hier in Paraguay wie überall auf der Welt, will oder muß man Geld verdienen, geht das nur mit Arbeit. Schön ist es, wenn die auch noch Spaß macht.

Montag, 12. März 2012

hausgemachter Guajavawein

Im Juli letzten Jahres starteten wir unsere erste Weinprobe mit selbst geernteten Pampelmusen. Das Ergebnis dieses selbstgebrauten Weines, regte bei der Verkostung alle erdenklichen Gesichtsmuskeln zum anspannen an und kein Schwepesgesicht hätte unseren Gesichtszügen das Wasser reichen können. Nun starteten wir den nächsten Versuch mit Früchten der Saison, wobei die Guajava die Grundlage für unseren nächsten Weinherstellungsversuch bildete. Ca.3kg Früchten, 500g Zucker und 8l Wasser, rührten wir vor 4 Wochen zusammen und ließen dem Gährungsprozess seinen Lauf. Vor ein paar Tagen konnten wir dann zum ersten mal ein Glas Wein abzapfen. Das Ergebnis war überraschend. Ein fruchtiger, süßer Sommerwein war entstanden, der auf Eis serviert, genau das richtige Getränk, für die momentanen, heißen Sommernächte ist. Und weil der Wein so gut gelungen ist, habe ich heute gleich noch einen Eimer Guajava gepflückt und Helmut hat einen weiteren Kanister Wein angesetzt.
Ich glaube allen so genannten "Weinkennern" stellen sich allein bei dem Wort Guajavawein die Nackenhaare hoch, doch ich denke die Sache liegt im Auge des Betrachters und würde ich die Wahl zwischen einem "1787 Chateau d'Yquem" und einem Guajavenwein vom Weingut Parakay haben, würde mir die Entscheidung nicht schwer fallen.

Sonntag, 30. Oktober 2011

hausgemachtes Sauerkraut

In unserem Gemüsegarten gibt es jede Menge Weißkohl und nun ist es an der Zeit, dass er geerntet wird. Ich durfte Helmut heute, bei der Herstellung von Sauerkraut, über die Schulter schauen und wurde auch gleich mit in die Arbeit eingespannt. Der Weißkohl wurde erst klein geschnitten und kam dann in einen Tonkrug. Jetzt war meine starke Hand gefragt und ich durfte das Kraut mit einem Holzstampfer stampfen.
Eine hoch anspruchsvolle Aufgabe, die meine ganze Konzentration forderte (und das an einem Sonntag). Ich musste so lange stampfen bis der Weißkohl, insgesamt 11 Köpfe, völlig vom eigenen Saft bedeckt war.
Nun wurde der Kohl gesalzen und das Rohsauerkraut mit einem Teller bedeckt, welcher mit einem extra von mir ausgesuchtem Sauerkrautdrucksandstein beschwert wurde.
Der Topf wurde dann noch mit einem, in Essig getränktem Leinentuch bedeckt bevor dann der Deckel auf den Krug kam.
Nun lassen wir den Kohl vier Wochen in Ruhe gären, wobei darauf geachtet werden muss, dass das Essigtuch feucht bleibt und der Kohl nicht austrocknet. In einem Monat lassen wir uns überraschen, was aus unserem ersten, hausgemachten Sauerkraut geworden ist. Eine Überraschung der anderen Art gab es gestern Abend, als wir eine Kuh mehr auf der Wiese hatten.
Wir rechneten erst in der nächsten Woche mit dem Kalb, aber die Kuh wollte nicht so lange warten und so zählt unsere kleine Rinderherde nun insgesamt 8 Rinder. Schönes Wochenende

Freitag, 28. Oktober 2011

die Milch macht`s

Ich würde fast sagen, dass nicht`s über ein eisgekühltes lecker Bierchen geht, wenn da nicht die Milch wär. Ich bin seit meiner Geburt Milchtrinker und auch heute noch besteht mein Tagesbedarf aus zwei Litern Milch. Wenn unsere Kühe Kälber haben, gibt es reichlich des köstlichen Muntermachers und auch für Käse, Quark und Butter fällt genügend Milch an. Vor zwei Wochen bekam unsere Kuh ihr Kalb und nachdem die ersten drei Tage nach der Geburt, die Milch nur für das Kälbchen war, wird nun täglich etwas für uns abgezapft. Am Abend wird das Kälbchen von der Mutterkuh getrennt und verbringt die Nacht nur mit Sichtkontakt zur Mama. So ist am Morgen das Euter gut gefüllt und es fällt etwas Milch für uns ab. Bevor gemolken wird, lassen wir das Kälbchen etwas am Euter lutschen, damit die Kuh die Milch frei gibt.
Ramona, die Frau unseres Capataz übernimmt das täglich melken für uns und hat schnell den Milchtopf, einschließlich natürlichem Milchschaum gefüllt.
Drei Liter Milch klauen wir allmorgentlich dem Kälbchen, das trotzdem noch genügend für sch hat. Ungefähr vier Monate wird die Kuh gemolken, bevor das Kalb entwöhnt wird und die Kuh sich von den Strapazen der Kinderaufzucht erholen kann, bevor das gleiche Spiel wieder von vorne beginnt. So, und ich mach mir jetzt ein großes Glas kalten Kakao.

Donnerstag, 29. September 2011

Selbstversorger in Paraguay

Eine kleine Farm und sich selbst versorgen - ein Traum für viele Menschen, aber was bedeutet das und wie weit kann man sich selbst versorgen. Selbstversorgung beginnt im eigenen Gemüsegarten und da zeigen sich dann hier schnell die ersten Schwierigkeiten, denn auch in Paraguay wächst nicht alles und schon gar nicht immer. Man muss viel experimentieren und braucht Geduld und Ausdauer, bevor man die ersten Früchte ernten kann. Was in Deutschland der Winter ist, ist hier der Sommer und die liebe Sonne lässt schnell mal den Traum vom frischen Gemüse vertrocknen und alles mögliche Getier, kann aus dem leckeren Blumenkohlauflauf einen Auflauf ohne Blumenkohl machen. Das Frühstücksei vom eigenen Huhn ist relativ einfach realisierbar, aber will man ein saftiges Steak vom eigenen Schwein, Rind oder Hammel, bedarf es schon etwas mehr Aufwand und soll dann noch die eigene Milch im Kühlschrank stehen, muss man auch noch melken können. Stichwort Kühlschrank, was ist eigentlich mit Strom? Voraussetzung für die Selbstversorgung ist ein Stückchen Land und dieses muss sinnvoll bewirtschaftet werden. Tägliches Tun und auch der eine oder andere Schweißtropfen liegen auf dem Weg zur Unabhängigkeit vom Supermarkt. Zurück zur Natur ist die Devise und der Geruch nach Kuhkacke gehört genauso dazu, wie der Komposthaufen oder die Sickergrube ohne Abwassergebühren. Seit drei Jahren haben wir nun unsere kleine Farm, doch von der Selbstversorgung sind wir noch ein ganzes Stück entfernt. Aber es geht voran und 7 Rinder, 30 Hühner, 4 Enten, 3 Gänsepärchen, Tilapia, verschiedenes Gemüse, Kartoffeln und Mais, sowie viele Obstbäume sorgen für ein, um Biokost ohne Lug und Betrug, erweiterten Speiseplan . Es gibt noch eine Menge zu tun und für uns beginnt der Tag auf der Farm mit Sonnenaufgang.
Das frühe Aufstehen lohnt sich bei diesem Anblick immer und die Selbstversorgung ist ein großes Ziel, bei dem lange Weile keine Chance hat.

Dienstag, 5. Juli 2011

unsere erste Weinprobe

Was wir noch nicht in Paraguay gefunden haben, sind Weinballons oder Holzfässer, in denen wir überschüssige Früchte zu Wein verarbeiten können. Doch Not macht erfinderisch und so ersetzt ein 10 Liter, faltbarer Wasserkanister das professionelle Winzerwerkzeug.
Vor zwei Wochen setzten wir den Wein aus Pampelmusen an und seitdem blubbert er beständig vor sich hin.
In ca.vier bis sechs Wochen rechnen wir mit dem Ergebnis und ich bin gespannt ob der Pampelmusenwein dem lecker Bierchen das Wasser reichen kann.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Eiweiß mal anders

Paul sicherte uns heute das Mittagessen und sammelte uns diese leckeren Dinger, für eine deftige Graupensuppe.War`n Spass, obwohl uns unser Capataz sagte, dass er die dicken Raupen schon gegessen hat. Aber Paul war trotzdem für das Mittagessen zuständig und erntete, das erste mal in unserem Teich, Tilapia aus eigenem Anbau.In gut einem Jahr, sind aus kleinen, 5cm langen Fischtilapiakindern, schmackhafte Fische geworden. Für Nachwuchs im Teich, haben die Tilapia auch zur Genüge gesorgt und wenn wir gebratenen Fisch essen wollen, muss nur noch einer die Angel auswerfen.

Dienstag, 22. März 2011

Schlachtefest auf der Farm

Es war unser erstes Schwein und am Samstag waren die Stunden für das Borstenvieh gezählt. Unser Capataz übernahm das Abstechen und kurze Zeit später hing es zum Zerteilen bereit an seinen Hinterläufen.Nachdem die Haut abgezogen war und die Innereien entfernt waren, wurde gewogen und die Waage zeigte 54kg reines Fleisch an, die Haut alleine wog 27 Kg und der Kopf 15kg. Eine Menge Fleisch, welches als Braten, Gulasch, Grillfleisch und Schinken in die Gefriertruhe wanderte. Aber auch am Wursten versuchte sich Helmut und probierte sich an Leberwurst und Mettwurst.Am Samstag Abend gab es dann die ersten Kostproben und neben einer würzigen Brühe, frischem Hackepeter und Wellfleisch durfte ein lecker Bierchen natürlich nicht fehlen.
Für die nächste Zeit sind wir mit Schweinefleisch gut versorgt und ein neues Ferkel ist auch schon bestellt.

Freitag, 18. Februar 2011

unsere Tilapiazucht

Im vergangenen April entstand unser kleiner Fischteich, gespeist von einer natürlichen Wasserquelle. Zwei Monate später wurden 15 kleine Tilapia eingesetzt. Diese kleinen Fische sind inzwischen zu leckeren Speisefischen herangewachsen und haben sich gut vermehrt. Im Teich wimmelt es nur so von jungen Fischen und auch diese, haben schon die Größe ihrer Eltern vor acht Monaten.Der Tilapia ist eine Barschart, welche leicht zu halten und zu vermehren ist. Fast einzige Voraussetzung für eine erfolgreiche Zucht sind hohe Wassertemperaturen, die in unserem Teich im Sommer, bei ca. 28°C liegen. Durch Zufutter von Küchenabfällen, kann man das Wachstum des leckeren Speisefisches beschleunigen und auch ein leckerer Kuhfladen steht auf der Speisekarte des Buntbarsches.
Für uns ist es ein weiterer Schritt in Richtung Selbstversorgung und sollten die schuppigen Kumpels sich weiter in diesem Tempo vermehren und wachsen wird es eng in der Gefriertruhe werden.