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Freitag, 16. September 2016

Lecker Milch anstatt lecker Bierchen

Noch hat der Kalender den Startschuss für den Frühling nicht gegeben, doch der Winter hat nicht mehr viel zu melden. Die Bäume werden wieder grün, es blüht an allen Ecken und Kanten und die kalten Tage dürften gezählt sein.
Auch in unserer kleine Ziegenherde stellt sich pünktlich zum Frühlingserwachen der neue Nachwuchs ein. Bereits fünf kleine Meckerköppe springen munter über die Wiesen unserer kleinen Farm.
8 Zicklein erwarten wir in diesem Frühling noch und wir freuen uns außerdem auf eine Babykuh, die planmäßig Ende September von der Mama freigegeben werden sollte. Für ausreichend frische Milch ist also gesorgt und das lecker Bierchen bekommt eine wohlverdiente Schonzeit.

Samstag, 13. Februar 2016

Auf dem nach Hauseweg

Ich sitze gerade in Rio auf dem Flughafen und warte auf meinen Anschlussflug nach Foz. In der Zeit vertreibe ich mir die Zeit mit den Fotos der letzten zwei Wochen in Deutschland. Zum Beispiel mit den Bildern vom Ausflug in das Oderbruch.
Und ausgestattet mit der richtigen Kleidung konnte uns auch der eiskalte Wind nix anhaben.
Ein bisschen Heimatgefühle kamen dann auf, als wir den Ziegenhof Zollbrücke besuchten, auf dem über zweihundert Ziegen ihr zu Hause haben.
Der Boss des Hauses nahm sich viel Zeit für seine paraguayischen Kollegen und zeigte uns seine ganze Anlage.
Jetzt freue ich mich auf unsere Ziegen und die anderen Tiere. Während meine Liebste noch ein paar Tage länger in Deutschland bleibt, hoffe ich morgen Vormittag auf der Farm zu sein.
Nun muss ich aber erst einmal meine Socken entsorgen und endlich wieder in die Gummischlappen schlüpfen.

Donnerstag, 5. November 2015

Die Ziegenmilch machts

"In Paraguay ist es Sitte, dass die Frauen der Familie sich ums Melken kümmern." Das erzählte mir neulich unser Arbeiter Elso. Für mich völlig unverständlich, da sich Männer doch viel besser mit Brüsten auskennen sollten und so übernehme ich bei uns zu Hause das tägliche Melken. Jeden Morgen zwischen Sechs und Sieben gehts ran an die Brust und momentan stehen fünf Ziegen auf dem Melkstand, denen ich durchschnittlich 3,5 Liter am Tag abzapfe.
Insgesamt zählt unsere kleine Ziegenherde jetzt 17 Tiere, wobei die Jüngsten, die Mädels Schauma und Schwarzkopf, in der letzten Woche die Sonne der Farm erblickten.
Und was machen wir dann mit der ganzen Milch? Ich trinke nicht nur leidenschaftlich gerne Bier, sondern genauso gerne leckere Milch und so landet der größte Teil der Ernte noch am selben Tag in meinem Bauch. Auch in der Nachbarschaft ist die Ziegenmilch begehrt und sie bezahlen dafür gerne 10.000 Guarani pro Liter. Sollte dann immer noch Milch im Kühlschrank stehen, wird diese letztendlich zu Käse verarbeitet.
Jetzt bin ich am Überlegen, wie ich mich bei den Ziegen am besten für den schmackhaften Drink revanchieren kann. Vielleicht stelle ich ihnen am Wochenende mal eine Kiste "Lecker Bierchen" vor die Stalltür.

Dienstag, 14. April 2015

So ein Gelämmer

Zur Zeit bin ich mal wieder fern der Heimat und arbeite eine Baustelle ab. Helmut schmeißt derweil die Farm alleine und da gab es in der letzten Woche ordentlich zu tun. Los ging es am Dienstagmorgen, als Elisa zwei kleine Lämmermädels zur Welt brachte. Doch ein schlimmer Durchfall ließ nur eines der Beiden am Leben und dank Helmuts liebevoller Pflege wurde dieses auch wieder gesund.
Am Dienstagmittag setzte auch Keko ihre Lämmer auf unserem Farmboden ab. Bei ihr waren es sogar drei Zicklein, wobei eins aber schon tot geboren wurde. Bleiben uns zwei kleine, süße Zickendamen. Aber auch hier verlief nicht alles reibungslos, denn Kekos Nachgeburt kam nicht aus dem Mutterleib. Medizinische Versorgung war dringend notwendig und Helmut bekam auch dieses Problem in den Griff, so dass nun Mutter und Lämmer wohl auf sind.
Am Samstag Morgen konnte ich dann dabei sein, als Jule ihr Zicklein zur Welt brachte. Dieses Mal verlief alles reibungslos und ein kleiner Bock erfreut sich bester Gesundheit.
Insgesamt zählt unsere kleine Ziegenherde nun 9 Weiber und drei Machos, wobei sich auch bei unserer Rosi in den nächsten Tagen ihr Nachwuchs einstellen sollte. Für frische Milch ist jedenfalls die nächste Zeit gesorgt.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Zwei Wochen fern der Heimat

In Paraguay ist Frühling, doch den Temperaturen nach, könnte es auch schon Hochsommer sein. In den letzten 14 Tagen schwitzte ich auf meiner Baustelle, welche ich gestern dann fertigstellen konnte.
Am späten Nachmittag ging es endlich, nach zweiwöchiger Abstinenz wieder nach Hause auf unsere kleine Farm und die Strommasten verrieten mir, dass ich wieder in meinem Kiez bin.
Erwartet wurde ich von Helmut und unseren Hunden und einigen neuen Mitbewohnern. Die Zickenkindergartengruppe zählt nun zwei kleine Meckertanten und zwei Meckerböckchen.
Während ich auf der Baustelle den Temperaturen um 35°C strotzte, war auch meine Gattin nicht untätig und renovierte mal schnell ihre Küche.
Auch heute zeigt das Thermometer wieder über 35°C. Wir schlüpfen jetzt in die Badehose und werden am Fluss den restlichen Sonntag vergammeln.
PS: Natürlich bei einem eiskalten lecker Bierchen

Dienstag, 30. September 2014

Wenn der Bauer shoppen geht

Ich habe mir mal wieder eine kleine Baustelle angenommen und bin zur Zeit am Fliesenlegen. In Paraguay ist es üblich, am Wochenende die Handwerker zu bezahlen und so hatte auch ich am Samstag etwas Kleingeld in der Tasche. Ich freute mich auf eine kleine Shoppingtour und wenn ich shoppen gehe findet man mich nicht in Klamotten- oder Schuhläden, sondern auf dem Lande. Drei Milchziegen kaufte ich in San Bernadino und diese waren schnell auf der Ladefläche transportbereit.
Die Fahrt zur 120km entfernten Farm haben sie gut überstanden und wer jetzt denkt, dass so ein Ziegentransport für den Paraguayer alltäglich ist, irrt. Ich machte in Quiindy einen kurzen Stop am Supermarkt und als ich aus dem Laden wieder raus kam, hatten sich eine Menge schaulustiger Paraguayer um mein Auto versammelt und fotografierten den Ziegentransport. Am nächsten Tag ging es dann zum ersten Mal auf die neue Weide.
Zusammen mit unseren beiden Ziegen stehen nun 5 Meckertanten bei uns auf der Gehaltsliste. Stop, das stimmt nicht, denn gestern Abend bekam ich die Meldung, dass Rosi Lämmer bekommen hat. Rosi hat in diesem Jahr das erste mal Lämmer und eigentlich bringen Ziegen bei der Erstgeburt nur ein Lamm zur Welt. Doch sie hielt sich nicht an diese Regel und eine Zippe und ein Bock erblickten das Licht der Welt. Bevor ich wieder auf der Farm bin und ihr persönlich gratulieren kann, muss ich noch ein paar Quadratmeter Fliesen verlegen. Die Sonne geht gleich auf und ich geh wieder schuften. Ganz nach dem Motto: "Je eher wir ran desto eher davon."

Freitag, 23. August 2013

das Blog und sein 1000-ster Post

Wer hätte das gedacht? Nach knapp 5 Jahren Parakay-News gibt es heute den 1000-sten Post. 1000 Geschichten, mal mehr, mal weniger interessant, mal traurig, mal lustig. Und heute zum tausendsten, gibt es tierischen Nachwuchs. Eigentlich rechneten wir erst am Montag mit dem Ziegennachwuchs, aber Christa konnte nicht so lange warten und bescherte uns zwei kleine Zickenweiber.
Alle sind gesund und munter und unsere kleine Ziegenherde zählt nun 4 Herdenmitglieder.

Donnerstag, 23. August 2012

Ziegennachwuchs auf der Farm

Nach 152 Tagen, war es heute so weit. Unsere Christa gründet ihre eigene Herde und sorgte heute für ihren ersten Nachwuchs.
Die Geburt verlief ohne Komplikationen und wir konnten live dabei sein. Auch unser Manni wollte den kleinen Ziegenmann gleich adoptieren, womit Christa nicht ganz einverstanden war, doch als Onkel Manni hat er tägliches Besuchsrecht.
Für Ziegenmama und Ziegensohn heißt es nun erst einmal ausruhen und wir schauen mal in den Kühlschrank, ob da zur Feier des Tages, ein kaltes, lecker Bierchen zu finden ist.