Sonntag, 6. Dezember 2009

Pause mit Seeblick

Neulich hatte ich ein Gespräch, bei dem es darum ging, ob sich in Paraguay das arbeiten lohnt. Nun kann ich natürlich nur von meiner Erfahrung als Fliesenleger ausgehen und kann sagen, dass man bei gleicher Leistung wie in Deutschland auch gut eine Familie ernähren kann. Während in Deutschland Anfahrtswege von 2 Stunden zur Baustelle keine Seltenheit waren bin ich hier in 10 min an der Arbeit. Auch freuen sich hier die Kunden noch, wenn ein Fliesenleger kommt und bezahlt haben bis jetzt auch alle und das ohne irgendwelche Abzüge. Ausserdem geht einem keine Berufsgenossenschaft oder Handwerkskammer auf die Nerven.
Und dann ist da noch das Wetter, denn kalte Finger oder kalte Füsse hatte ich hier noch nicht und wenn ich dann noch meine Pausen mit diesem Ausblick geniessen kann, kann ich sagen, dass sich das arbeiten in Paraguay lohnt.

Freitag, 4. Dezember 2009

wetten dass in Paraguay

Eine anstrengenden Woche neigt sich dem Ende. Am Montag verabschiedeten wir meine Eltern, die mitlerweile sicher zu Hause angekommen sind, Helmut's Geburtstag verlief nicht so ruhig wie geplant und dazu liessen Termine auf der Baustelle bei mir keine lange Weile aufkommen. Gestern Abend gab es im "Don Pablo" nochmal eine kleine Abschiedsfeier für liebe Freunde, die auch wieder zurück in die kalte Heimat fliegen.Diese Feier nahmen wir zum Anlass, eine alte Frage aus der Schublade zu holen. Es ging um lecker Bierchen und die Frage war, ob man mit verbundenen Augen die drei geläufigsten Biersorten, Brahma, Pilsen(mein Favorit) und Baviera auseinander halten kann. Ich durfte natürlich den Anfang machen und tatsächlich, bei drei Versuchen hatte ich nur einen Fehler. Danach wollte es auch Stephen wissen und auch er hatte nur einen Fehler.Der Beweis ist also erbracht, dass man Bier auch mit verbundenen Augen schmecken kann und das ist auch gut so.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

15 Liter auf 100 km

Es sollte ein ruhiger Geburtstag werden, aber nachdem wir gestern auf der Kartbahn angekommen waren fand dann doch noch eine kleine Spontanparty statt und es gab sogar auch ein paar Geschenke.Warum es eine Peitsche, ein nackter Zwerg oder eine Tasse mit einem Riesendildo war weiss ich nicht, aber es war spassig und gab viel Gesprächstoff.
Heute machte sich Helmut noch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk und bekam die Schlüssel für einen Chevrolet Sport Van 6,2 Liter Diesel.Ausgestattet mit zwölf Sitzen, soll er als Tourenbus und Shuttlebus für die Kartbahn seine Dienste antreten und vielleicht gewöhne auch ich mich, an ein Automatikgetriebe.

Dienstag, 1. Dezember 2009

über sieben Brücken

Wenn man sich mal einen ruhigen Tag machen will, sollte man das Telefon abschalten und das .... überall auf der Welt.
Nachdem der Vormittag bewölkt war und zum länger im Bett bleiben und Video gucken einlud, kam gegen 10.00 Uhr die Sonne raus. Ein kleiner Spaziergang über unsere kleine Farm, wurde durch einen Anruf von Paul unterbrochen. "Mama hier brennt die Luft. Könnt ihr zur Kartbahn kommen,..helfen?" Wenn die Pflicht ruft geht's natürlich los, auch wenn Geburtstag ist.
In den letzten Tagen gab es eine Menge Regen in der Umgebung unserer Ranch und auf dem Heimweg von Quiindy nach Aregua fuhren wir auch über eine kleine Brücke, welche in Deutschland jedem TÜV-Heini die Haare zu Berge stehen lassen würde.Wir haben sie mit viel Glück passiert und kamen heile in Aregua an. Also wir merken uns; eine Brücke in Paraguay bringt einen nicht immer ans andere Ufer.

weil heute dein Geburtstag ist

Auf die Frage, "was wünscht du dir zum Geburtstag", antwortete Helmut, "drei ruhige Tage auf der Farm". Aus drei Tagen wird leider nicht's, da es momentan sehr viel zu tun gibt, aber heute machen wir es uns auf dem Land gemütlich und lassen Helmut's Geburtstag ruhig angehen.