Montag, 30. September 2019

und weiter gehts

Seit knapp einer Woche hat Paraguay uns wieder und wir haben den Jetlag langsam überwunden. Es ist schön wieder hier zu sein und nachdem wir die ersten Tage ruhig angegangen sind können wir uns nun auf die anstehenden Aufgaben konzentrieren.
Vor unserer Abreise nach Deutschland sind wir von unserer kleinen Farm auf unser neues Grundstück, 500 Meter weit entfernt, gezogen und hier soll jetzt in den nächsten Monaten unser neues zu Hause entstehen.
Die Fundamente stehen bereits und die Baugrube wartet darauf, dass es weiter geht.
Zum Ende des Jahres soll das Haus bezugsfertig und der Pool mit Wasser befüllt sein. Lange Weile sollte es demnach in den nächsten Wochen nicht geben und natürlich werde ich euch hier immer auf dem Laufenden halten.

Sonntag, 15. September 2019

Es sind nur 10980km von Paraguay nach Steinmocker

Wie, ihr kennt Steinmocker nicht - das kleine Dorf in Mecklenburg-Vorpommern zwischen Jarmen und Anklam?
Es hat eine Kirche, einen Gutshof, einen Kinderspielplatz, viele Feldsteine, eine Hauptstraße, die freiwillige Feuerwehr und ca. 100 Einwohner.
Zweimal pro Woche kommt der mobile Bäcker vorbei und einmal auch der fahrende Supermarkt.
Ach ja, und es gibt einen "Jugendklub", der seine Gründerzeit zu Zeiten der DDR hatte. Noch heute trifft sich dort die Jugend von damals und so nennen die Veteranen den "Jugendklub", passender Weise heute nur noch "Klub".
Vor drei Jahren entdeckte Helmut im Internet ein 250 Jahre altes Reetdachhaus am Ortseingang von Steinmocker, welches zum Verkauf stand.
Kurze Zeit später bekamen wir die Schlüssel und seit dem entfliehen wir regelmäßig dem paraguayischen Winter und verbringen vier Monate in Steinmocker. Inzwischen gehören auch wir zum Stamme der Steinmockaner und fühlen uns hier sehr wohl.
Und das alte, unter Denkmalschutz stehende Haus, lässt keine lange Weile aufkommen. Eine Haushälfte wurde von uns inzwischen zu neuem Leben erweckt und erwartet ab Juni 2020 die ersten Feriengäste.
In diesem Jahr galt unser Hauptaugenmerk dem Außenbereich und der Fassade. Es gab neue Fenster, einige Gefache mussten erneuert werden und das grün-braun-weiß wurde durch eine blau-grau-weiße Farbkombination ersetzt.
Nichts für schwache Nerven und die Berufsgenossenschaft, war unser Baugerüst. Wer dennoch mal gucken möchte wie Steinmocker von oben aussieht schaut hier ins Video.
Der deutsche Sommer hat auch in diesem Jahr wieder alles gegeben, doch der heutige Blick aus dem Fenster, sagt: "Kay, pack langsam die Koffer, der Herbst steht vor der Tür!"
Der Flug ist gebucht und in einer Woche gehts wieder nach Hause. So haben wir Glück denn nach zwei Tagen Herbst folgt prompt der Frühling.
Wir freuen uns.

Samstag, 4. Mai 2019

Hallo Deutschland

Nach zehn Jahren Farmbetrieb, übergaben wir vor gut zwei Wochen unsere kleine Farm seinem neuen Eigentümer und zogen in unser neues zu Hause. Doch wir sind nicht weit weg von der Farm und ich werde auch weiterhin dort anzutreffen sein.
Jedoch, jetzt und für die nächsten drei Monate müssen wir auf die Sonnenaufgänge in unserem neuen zu Hause verzichten.
Denn wir sind für die Zeit der "kalten paraguayischen Wintermonate" wieder in Deutschland unterwegs, auch wenn das Wetter hier derzeit nichts von Frühling oder gar Sommer zu bieten hat.
Doch das ist nicht wichtig, denn da gibt es jemanden, durch den das Wetter völlig uninteressant ist.
Vor drei Monaten machte uns Willi zu Oma und Opa und jetzt konnten wir ihn endlich knuddeln und in den Armen halten.

Freitag, 19. April 2019

Holzkohle selber machen

In Deutschland ist Frühling und die Saison der Griller und Brutzler beginnt. Die Grille werden aus dem Winterschlaf erweckt und von Spinnweben befreit. Nun fehlt nur noch die Holzkohle und da sind wir auch schon beim Thema Paraguay. Denn wenn man den Statistiken Glauben schenken darf, ist Paraguay Deutschlands zweitwichtigster Holzkohlelieferant, hinter Polen.
Auf unserer Baustelle musste ein Baum etwas ausgedünnt werden und es fiel einiges an Brennholz an. Tomas von unserer Maurerkolonne fragte mich ob ich daraus nicht Holzkohle machen will. Ich fand die Idee gut, aber hatte keine Ahnung wie das geht. Tomas rettete mich aus meiner Ahnungslosigkeit.
"Ich habe einen Holzkohleofen. Du lieferst das Material, ich mache die Arbeit und am Ende teilen wir uns die Grillkohle." Gesagt getan.
Der Holzkohleofen ist ein ca. 2 Meter hoher Steinofen, der mit dem Holz locker befüllt wird.
Die letzten Holzscheite werden von oben durch den Schornstein gesteckt und dann wird gut brennbares Material hinterher gestopft.
Und schon heißt es "Feuer frei".
Während nun der Ofen von oben anfängt zu knistern, wird die Füllöffnung mit Steinen zugestapelt, welche dann einfach mit Lehmerde verputzt werden.
Ca. 5 Minuten nach Entfachen des Feuers mauert Leo den Schornstein zu.
Nun gibt es nur noch ein paar Luftlöcher, aus denen weißer Rauch qualmt. Diese Luftlöcher werden in Abständen von ca. 4 Stunden von oben nach unten geschlossen und wie ein Wunder, zwei Tage später ist die Holzkohle fertig.
5 große Säcke Holzkohle stehen nun in meinem Schuppen. Genug für die nächsten zwei Jahre schätze ich. Die erste Glutprobe gibt es heute Abend zum Ostergrillen.
In diesem Sinne wünschen wir euch allen ein traumhaftes Osterfest und viele bunte Ostereier.

Donnerstag, 11. April 2019

Hausbau in Paraguay

3 Monate ist es jetzt her, dass wir den ersten Spatenstich für unser neues zu Hause in die Erde pressten. Der Endspurt für den ersten Bauabschnitt ist eingeläutet und wo vor 14 Wochen noch Maniok und Futtergras stand, wollen wir nun am Wochenende unser Bett aufschütteln.
Doch der Reihe nach.
Für den eigenen Gemüsebedarf ist ein Hochbeet entstanden, welches jetzt nur noch mit Erde befüllt werden muss.
Ein kleines Einzimmerhaus bietet Platz für die Wasserpumpe, Gartengeräte und Werkzeuge.
Der Wasservorratstank mit 2000 Liter Fassungsvermögen wurde in der Erde versteckt.
Und so sieht unser neues zu Hause aus, welches uns für die nächsten Monate ein Dach über dem Kopf gewährt.
Drei Zimmer, ein Bad und eine offene Küche werden am Freitag, mit einer Woche Verspätung, zum Einzug frei gegeben.
Bis zum Wochenende sollte der Fliesenleger alles verlegt und verfugt und der Tischler die Türen eingebaut haben.
Zwei Wochen bleiben uns noch, bis wir wieder für drei Monate in Deutschland unterwegs sind. Die Zeit nutzen wir, um den nächsten Bauabschnitt vorzubereiten. Die Baugrube ist abgesteckt und Ziel ist es, die Fundamentarbeiten, bis zu unserer Abreise, abzuschließen.
An dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön an unser Baustellenteam, Rubio, Leo, Elso, Tomas, Chicki und Dani für ihren Einsatz und den Spaß den wir mit ihnen hatten.
Jetzt muss ich aber los, das lecker Bierchen auf der Baustelle muss nachgefüllt werden.