Dienstag, 12. September 2023
Ein Tag in Madrid
Ich weiß nicht, wie viele Male wir schon in Madrid zwischengelandet sind. Auf alle Fälle war es oft, jedoch die Stadt selbst haben wir nie gesehen. Bis vor zwei Wochen, als wir unseren Rückflug von Deutschland nach Paraguay starteten. Wieder landeten wir in Madrid zum Umsteigen, aber 48 Stunden später sollte erst der Weiterflug starten. Gelegenheit für uns, die Hauptstadt Spaniens zu bewandern. Für zwei Nächte kamen wir im "Hotel Best Osuna" unter, das sich 5 Gehminuten von der Metrostation "Canillejas" befand. Von da aus ging es dann in die große Stadt. Die erste Überraschung gabs beim Ticket für die Metro. 10 Fahrten kosteten 6,50 Euro was im Vergleich zu Berlin ein echtes Schnäppchen ist. Eine halbe Stunde dauerte unsere Fahrt und wir erreichten die "Gran Via" im Zentrum Madrids.Von hier aus starteten wir unsere Wanderung durch Madrids Zentrum. Kleine Gassen, bunte Strassen, fantastische Bauwerke, viele gemütliche Bars, verschiedene Märkte, grüne Parks und natürlich Klamottenläden geben Madrid ein besonderen Charme der uns total begeisterte.10 Stunden ließen wir die Stadt auf uns wirken und legten dabei gefühlte 20 km Fußweg zurück. Am Ende kann ich sagen; Madrid ist unbedingt einen Besuch wert und wer sich noch etwas mehr Zeit nimmt, wird wahrscheinlich auch vom Nachtleben in Madrid nicht enttäuscht werden. Wir waren zum Sonnenuntergang wieder in unserem Hotel. Im Rucksack ein paar schöne Andenken und in den Schuhen ein paar lecker Bierchen.
und wenn du hier klickst gibts ein Video
Sonntag, 26. März 2023
Tilapia und Pacu aus dem eigenen Teich
Vor sechs Monaten weihten wir unseren kleinen Fischteich ein und bestückten ihn mit 200 Jungfischen.100 Tilapia und 100 Pacu schwimmen seitdem im Teich und die Tilapia haben auch schon Nachwuchs bekommen. Heute wollte ich schauen wie sich die Tilapia entwickelt haben und holte meine Angel aus der Tasche.Das Mittagessen ist gesichert und ein ausgenommener Fisch bringt heute ungefähr 250 Gramm auf die Waage.
Mittwoch, 15. März 2023
Von der Wildbiene zur Hausbiene
Seit drei Jahren leben sie bei uns in einem alten Palmenstamm. Meine Nachbarn sagten imer zu mir, ich solle doch den Honig ernten und das Volk verscheuchen. Nachdem ich in diesem Sommer einige Angriffe von den Majas erlebt hatte, weil ich ihren Ananassen zu nahe kam, entschieden wir uns den Honig zu ernten. Jedoch anstatt das Bienenvolk zu verscheuchen, wollten wir ihm ein neues zu Hause stiften.Da ich überhaupt keine Ahnung von Bienen habe, holten wir uns professionelle Hilfe aus der Nachbarschaft. Ohne viel Gequatsche zog sich der Imker seine Arbeitsschutzkleidung über den Kopf und machte erst einmal viel Rauch.Obwohl die Bienen jetzt entspannt schienen, hielt ich mich in sicherer Entfernung auf und schaute zu, wie der Bienenfreund den alten Stamm aufbrach und eine Waabe nach der anderen aus der alten Palme holte.Zwei große Eimer waren voll mit Bienenwaaben und jetzt schnürte der Mann mit dem Gitter vorm Gesicht alte, trockene Bienenwaaben auf die Waabenwände des neuen Bienenstocks.Natürlich ziehen die Bienen nicht einfach so um, nur weil ich es ihnen sage. Nein, das Umzugsunternehmen rollt erst an, wenn dies von höchster Ebene entschieden wird. So bat ich um eine Audienz bei Ihrer königlichen Hoheit. Das größte Problem war dabei, die Königin zwischen ihren ganzen Untertanen herauszufinden.Nach 40 Minuten entdeckte dann unser Imker die Königin und nach einem kurzen Gespräch packte sie ihre Koffer samt Krone und zog in ihren neuen Palast, wohin ihr kurze Zeit später ihr Volk hinterhersummte.Die Arbeit für den Bieneflüsterer war nun erledigt. Für mich hieß es jetzt noch irgendwie den Honig aus den Waaben zu pressen was sich als nicht so schwer herausstellte.Drei Liter reinster Wildbienenhonig steht nun bei uns in der Vorratskammer und auch wenn ich in Deutschland nicht zu den Honigkonsumenten gehörte, dieser Honig macht mich auch zum Honigfreund.
Donnerstag, 23. Februar 2023
Durlock ist der Rigips Paraguays
Ich bin kein Fan von Trockenbau, aber manchmal ist die Gipskartonplatte eine feine Sache und gerade bei Holzkonstruktionen oft die beste Lösung. Erfunden wurde der Gipskarton schon vor über einhundert Jahren und während er in Deutschland nach dem Krieg seinen Platz auf den Baustellen fand, gibt es ihn in Paraguay erst seit kurzer Zeit (meinem Gefühl nach - 10 Jahre). In Deutschland wird die Gipsplatte im Volksmund Rigips genannt, was daher rührt, dass die ersten, industriell in Europa gefertigten Trockenbauplatten aus Riga kamen. So,.... was wollte ich eigentlich schreiben? Achso ja.
Auf unserer Baustelle ist der Gipskarton eine saubere Lösung für die Decke im Altbau unseres Projektes.Die alte Deckenkonstruktion bietet viel Platz und Schlupflöcher für jede Menge Kleinvieh und lässt sich schlecht sauber halten. Zwischen die Sparren werden nun Gipsplatten geschraubt, verspachtelt und dann gemalert.Gekauft haben wir die Platten von 1,20m * 2,40m in Asuncion bei "Premium Drywall", die uns die Dinger für ein gewisses Entgelt bis an die Haustür geliefert haben.Auch Schrauben, Spachtelmasse und Fugenbänder fehlten nich bei der Lieferung und mit einem Quadratmeterpreis von 18.000Gs kann ich gut leben.
Montag, 6. Februar 2023
tschau Manni
Er war der König vom Berg.Er war der entspannteste Hund den ich je kennengelernt habe.Er hatte immer Zeit für ein Späßchen.Und er hat auf alles aufgepasst, was zur Familie gehört.Das Herz unseres lieben Freundes Manni schlug heute morgen zum letzten Mal und er machte für immer die Augen zu. Für einen Hund seiner Größe hatte er ein hohes Alter. Seine Augen waren nicht mehr die besten, die Ohren waren auch schon etwas ermüdet und beim Aufstehen hatte er schon ein paar Schwierigkeiten. Ansonsten war er voll gut drauf und genoss seinen Lebensabend.
Vor zwölfeinhalb Jahren wurde er bei uns geboren und während seine beiden Geschwister ein neues zu Hause bekamen, durfte er bleiben. Er war immer an unsere Seite und in seinen ersten fünf Lebensjahren war er der beste Freund unseres Sohnes Paul. Paul suchte dann neue Herausforderungen und ging zurück nach Deutschland. Manni blieb bei uns. Jetzt war Paul nach sieben Jahre wieder einmal in Paraguay und machte Urlaub bei uns. Vor drei Tagen ging es dann zuück ins kalte Deutschland.
Mann sagt, dass Hunde kein Gedächtnis haben und einen Menschen nach ca. 10 Monaten vergessen. Unser Manni hat den Paul nicht vergessen und ich glaube Manni hat auf Paul gewartet um sich von ihm verabschieden zu können.
Wir sind natürlich sehr traurig, aber auch glücklich darüber, dass er nach einem schönen Leben einfach in Frieden eingeschlafen ist.
Manni, irgendwann sehen wir uns wieder. Versprochen.
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