Freitag, 2. März 2018

Baden am Fuße des Salto Cristal

Er ist für mich eines der schönsten Ausflugsziele Paraguays und immer wieder faszinierend, der Salto Cristal. Ca. 60km von unserer Farm plätschert er aus 45m Höhe in ein 12m tiefes Felsbecken - kristallklar und prickelnd kalt. In den vergangenen Tagen hatten wir Besuch von Martin und Bärbel und sie kannten den Wasserfall bis dahin nur aus der Vogelperspektive. Grund genug, dem Naturspektakel einen Besuch abzustatten. Früher brauchte man zum Abstieg ins Tal festes Schuhwerk und musste gut zu Fuß sein. Heute erleichtert den Abstieg eine, zwar abenteuerliche, aber zweckmäßige Treppe. Der Eintritt für eine Person beläuft sich auf 20000Gs.
Und es hat sich einiges getan in den letzten Jahren. Die Bretterbude, welche die Toilette darstellte, wich zwei massiven Häuschen mit Toiletten für Männer und Frauen. Auch in Punkto Sicherheit gab es ein paar neue Regeln. So sind Hinweisschilder aufgestellt, die das Baden nur mit Schwimmweste erlauben, was sinnvoll erscheint, wenn man bedenkt, dass viele Paraguayer nicht schwimmen können. Auch ist das Trinken von alkoholischen Getränken untersagt, denn mit ein paar Promille kann die steile Treppe schnell zu unschönen Verletzungen führen. Ok, gegen ein lecker Bierchen hat niemand etwas, aber bitte den Müll mitnehmen.
Und heute gibt es mal keine Fotos sondern ein kleines Video, selbst gebastelt.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Winter - Sommerurlaub 2018

War es nun Winterurlaub oder Sommerurlaub? Ganz egal, drei Wochen sind rum und morgen geht es wieder nach Hause auf unsere kleine Farm. Hinter uns liegen ein paar kalte Tage in Deutschland, bei Familie und Freunden und es gab sogar einen Hauch von Schnee.
Der Weg von Deutschland nach Paraguay ist nicht gerade ein Katzensprung, also eine gute Gelegenheit für ein kleinen Zwischenstop, zum Beispiel in Lissabon.
Lissabon, mit seiner schönen Altstadt, ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert. Und wer sich dann noch mit Marihuana eindecken möchte, kommt hier voll auf seine Kosten. An jeder Straßenecke und in jedem Lokal bekamen wir von fliegenden Kanabishändlern, die als Sonnenbrillenverkäufer getarnt waren, die Wunderpflanze angeboten.
Von Lissabon aus ging es dann weiter nach Recife in Brasilien. Hier mieteten wir uns für vier Tage ein kleines Auto und erkundeten die nördlich gelegene Umgebung von Recife.
Gut erholt geht es nun heute Nacht weiter nach Sao Paulo und morgen Nachmittag sollten wir wieder auf unserer Farm sein.
So und zum Abschluss, wie gewünscht, extra noch ein Foto für Raik.

Samstag, 13. Januar 2018

Urlaub in Paraguay

In diesem Moment befindet sich unsere Tochter Marie im Landeanflug auf Lissabon. Knapp zwei Wochen Paraguayurlaub sind vorbei und Marie ist mit ihren Freunden auf dem Weg ins winterliche Deutschland.
Nun ist Paraguay nicht unbedingt ein typisches Urlaubsland, und doch kann man hier einiges unternehmen. So besuchten die Vier die Wasserfälle von Foz de Iguazu sowie den kleineren Bruder, den Salto Cristal und waren begeistert von dem Naturspektakel.
Zum Farmurlaubsbespaßungsprogramm gehört auch immer das Erklimmen des Cerro Acahay, um sich einmal einen "Überblick" von Paraguay zu beschaffen.
Natürlich wurden auch die einen oder anderen lecker Bierchen vernichtet, ob auf der Farm oder bei Freunden.
Und wenn mal Entspannung auf dem Plan stand, tauchten die Vier ins ganz normale Farmleben ein.
Es war eine schöne Zeit mit Marie, Christoph, Tommy und Nicole und wir hatten jede Menge Spaß.
Nun heißt es für die Vier wieder dicke Jacke und Socken anziehen, um den derzeitigen, deutschen Temperaturen zu zu trotzen.

Sonntag, 31. Dezember 2017

In jedem steckt ein bisschen Zöllner

7.00 Uhr morgens und der heutige Blick in die Umgebung verrät, wir sind nicht auf unserer kleinen Farm.
Denn wir sind in ...
Natürlich sind wir nicht in Paris, sondern im wunderschönen Städtchen Ciudad del Este.
Marie macht wieder Urlaub bei Muddern und Vaddern und landete gestern mit ihrer Gefolgschaft in Foz do Iguacu. Am Abend gab es dann ein leckeres Abendessen und heute gehts an die Wasserfälle, bevor wir gegen Mittag die Reise zurück auf unsere kleine Farm antreten.
Und zum Jahresabschluss gab es für uns noch einmal eine schöne Geschichte aus der Rubrik: "rohayhu Paraguay" (ich liebe Paraguay).
Seit vier Jahren fahren wir nun schon mit deutschen Kennzeichen an unserem Kia Carnival durch Paraguay. Eigentlich wollten wir ihn schon längst in Paraguay angemeldet haben, aber irgendwie sind wir immer noch nicht dazu gekommen (der viele Stress und die Zeitnot). Bei Polizeikontrollen gab es auch noch nie Probleme mit der deutschen Zulassung und den Berliner Nummernschildern. Doch um legal mit dem Auto auf den Straßen Paraguays unterwegs zu sein, braucht man entweder die paraguayische Zulassung oder ein Papier vom Zoll, dass bescheinigt, dass das Fahrzeug touristisch genutzt wird. Dieser Schriebs ist aber immer nur drei Monte gültig und wir müssten alle drei Monate über die Grenze fahren und einen neuen Schein holen.
Da wir nun gestern die Grenze zu Brasilien überquerten, machten wir gleich einen kurzen Stop beim paraguayischen Zoll.
Einen Tag vor Silvester, sind auch hier schon viele Leute im Urlaub und so war das Hauptzollgebäude, in dem wir sonst unseren Schein bekamen, gestern nur noch von einer Person besetzt. Und dieser nette Mann hatte keine Ahnung wo er unser benötigtes Formular finden könnte. Er verwies uns an eine kleine Zollhütte, direkt im südamerikanischen Gewühl des Grenzverkehres zwischen Paraguay und Brasilien.
Wir klopften an das, ca 5qm große Büro und wurden freundlich in das klimatisierte kleine Häuschen gebeten. Nachdem wir unser Anliegen vorgetragen hatten, begann der nette, ältere Zollbeamte in seinen Unterlagen zu wühlen und suchte nach dem gewünschten Vordruck. Da wir dieses Papier schon kannten, half ich ihm bei der Suche und so wurden wir auch schnell fündig.
"Kommt Leute, ihr wisst doch bestimmt wie das ausgefüllt wird. Ich gucke mal, ob ich einen Stift finde." So ließ uns der gute Mann zurück und wir standen alleine in dem kleinen Zollhäuschen. Helmut ergriff die Gelegenheit und nahm schon mal Platz an ihrem Schreibtisch.
Kurze Zeit später kam unser Kumpel mit einem Kugelschreiber zurück und drückte diesen Helmut in die Hand.
Das Formular war schnell ausgefüllt und der Zöllner bedankte sich für unsere tatkräftige Unterstützung, setzte seinen Stempel und Unterschrift unter den Wisch, ohne zu wissen, was da nun drin stand und wünschte uns eine gute Reise.
In diesem Sinne wünschen wir euch allen einen unbürokratischen und guten Rutsch ins Jahr 2018.

Sonntag, 24. Dezember 2017

Wir warten aufs Christkind

Gestern noch Sauwetter und Regen wie aus Eimern.
Doch wir lassen uns Weihnachten 2017 nicht vernieseln und ziehen das diesjährige Weihnachtsprogramm, mit allem drum und dran, durch.
Heute dann, pünktlich zum Heiligen Abend, zwar wolkig aber trocken und es gibt leckere Melone für die Schweine, die heute eigentlich ihren Termin zum Ferkeln haben.
Für uns gibts heute eine Entensuppe vom offenen Feuer.
Da wir noch ein paar Weihnachtsgäste erwarten, ist die Suppe nicht das Einzige was köchelt sondern auch im Backofen brodelt es schon langsam vor sich hin.
Eigentlich war Ente aus dem Tatakua(Steinofen) geplant, aber eine unserer Enten hat den Tatakua vor uns belegt und brütet schon mal das nächste Weihnachtsessen aus.
Jetzt noch schnell duschen, Haare fönen und dann kann Weihnachten kommen. Ich glaube ein paar Rentiere habe ich auch schon gesichtet.
Wir wünschen euch allen ein, schönes und aufregendes Weihnachtsfest und natürlich genug lecker Bierchen im Kühlschrank.