Zwischen Weihnachten und den drei heiligen Königen passiert nicht viel in Paraguay, außer das überall im Land gefeiert wird. Ein Vorteil ist, dass es auch in der Hauptstadt relativ ruhig ist, wenn man sich nicht gerade zu heilig Abend oder Silvester dort herumtreibt.
Im Rahmen einer Bildungsreise waren wir am 2.Januar in Asuncion. Es galt unser Wissen über die paraguayischen Baumaterialien aufzufrischen. Auf unserem Weg lagen auch zwei Hersteller von Fenstern und Türen, dabei ist die Auswahl an Türen und Fenstern heute relativ groß.
Und wer jetzt denkt, mit deutschen Fenstern kann hier keiner mithalten, der irrt.
Mit dem richtigen Geldbeutel bekommt man heute, vom doppelten Isolierglas bis hin zum Kunststofffenster mit Aluminiumkern, alles.
Die Preise für diese Qualitätsfenster sind ähnlich wie in Deutschland und da stellt sich mir natürlich die Frage; " Brauche ich hier überhaupt ein doppeltes wärme- und schallisoliertes Fenster?" Das jedoch ist jedem selbst überlassen und ich denke, wenn ich an einer Hauptstraße in Asuncion wohne, macht sich ein schallisoliertes Fenster schon ganz gut. Und außerdem bleibt das eisgekühlte lecker Bierchen bei einer ordentlich wärmeisolierten Fensterscheibe länger frisch.
Sonntag, 6. Januar 2019
Freitag, 28. Dezember 2018
Auf die Plätze, fertig, los
Bis Ende April haben wir Zeit, unsere sieben Sachen zu packen und uns von unserer kleinen Farm zu verabschieden. Das heißt, in drei Monaten brauchen wir ein neues zu Hause.
Wir wollten uns verkleinern und das passende Grundstück haben wir schon gefunden. Ein Hektar jungfräuliches Land, welches wir schon seit drei Jahren bewirtschaften und das nur einen km von unsere kleinen Farm entfernt liegt, verlangt nun nach unserer vollsten Aufmerksamkeit
Jungfräuliches Land nenne ich es deswegen, weil es keinerlei Aufbauten, keinen Wasseranschluss oder gar Stromanschluss hat und auch ein Titel ist noch nicht vorhanden. Es werden also einige Papiere durch unser Büro flattern, doch das hält uns nicht davon ab, mit den Arbeiten zu beginnen. Als erstes brauchen wir eine halbwegs befahrbare Zuwegung und nach einem Tag Arbeit ist auch schon etwas Licht ins Gestrüpp geschlagen.
Einige werden jetzt sagen: "Ihr seid doch verrückt!" Da kann ich nur sagen, "Ja!".
Wir wollten uns verkleinern und das passende Grundstück haben wir schon gefunden. Ein Hektar jungfräuliches Land, welches wir schon seit drei Jahren bewirtschaften und das nur einen km von unsere kleinen Farm entfernt liegt, verlangt nun nach unserer vollsten Aufmerksamkeit
Jungfräuliches Land nenne ich es deswegen, weil es keinerlei Aufbauten, keinen Wasseranschluss oder gar Stromanschluss hat und auch ein Titel ist noch nicht vorhanden. Es werden also einige Papiere durch unser Büro flattern, doch das hält uns nicht davon ab, mit den Arbeiten zu beginnen. Als erstes brauchen wir eine halbwegs befahrbare Zuwegung und nach einem Tag Arbeit ist auch schon etwas Licht ins Gestrüpp geschlagen.
Einige werden jetzt sagen: "Ihr seid doch verrückt!" Da kann ich nur sagen, "Ja!".
Sonntag, 23. Dezember 2018
Das Leben ist Veränderung
Kinder wie die Zeit vergeht. 10 Jahre ist es nun schon her, dass wir das Abenteuer "Auswandern nach Paraguay" in den Angriff nahmen. Wenn ich heute selbst den Blog durchstöber sehe ich erst, was in diesen 10 Jahren alles passiert ist. Es war eine aufregende Zeit und wir haben die Entscheidung nach Paraguay zu gehen bis heute nicht bereut.
Inzwischen sind wir zu Pendlern geworden. Die Sehnsucht nach der Familie und der paraguayische Winter treibt uns von Mai bis August in die alte Heimat und so sind wir auf der Südhalbkugel genauso zu Hause wie auf der Nordhalbkugel.
10 Jahre ist es nun auch schon her, dass wir den ersten Schritt auf unsere kleine Farm machten. Was Anfangs zur Erholung gedacht war, entwickelte sich mehr und mehr zu unserem Lebensmittelpunkt und bald schon zog es uns ganz auf unsere kleine Farm. Wir lernten uns selbst zu versorgen, ob mit eigener Wurst und frisch gemolkener Milch, eigenem Gemüse oder selbstgebrautem lecker Bierchen. Und zwischen dem Melken und Radieschenpflücken hatten wir trotzdem noch genug Zeit, der kleinen Farm unseren eigenen Stempel aufzudrücken.
Wer uns kennt weiß, dass wir noch nie so lange an dem selben Ort gelebt haben, wie auf unserer kleinen Farm. Doch durch unser Doppelleben in Paraguay und Deutschland sind wir nicht mehr mit voller Kraft auf der Farm und es schleicht sich langsam so etwas wie Alltag in unser Leben.
Das Leben ist Veränderung, Stillstand ist der Tod.
So war unser Entschluss gefasst und wir suchten Menschen mit frischer Energie für unsere kleine Farm.
Ab kommenden Mai ist es dann soweit. Wir übergeben die Torschlüssel an die neue Geschäftsführung und widmen uns neuen Aufgaben.
Wie diese Aufgaben aussehen werden, gibt es dann hier wieder frisch aus der Tastatur zu lesen. Und so bin ich auch schon beim Thema Blog gelandet.
Vor 10 Jahren huschte der erste Blogeintrag auf dieser Seite durchs www und während es Anfangs täglich etwas Neues zu berichten gab, sind die Einträge in letzter Zeit sehr rar geworden. Das liegt nicht etwa daran, dass ich schreibfaul oder lustlos war, sondern eher am leeren Kopf. Nein ich meine nicht das lecker Bierchen (das war immer vorrätig), sondern es fehlten einfach neue Geschichten.
Ich habe also Hoffnung, dass es im neuen Jahr auch wieder mehr Post auf diesem Kanal geben wird.
Jetzt heißt es aber erst mal Weihnachten 2018 zu feieren. In der Nachbarschaft dröhnen schon überall die Boxen und Blitzknaller stören die sonst so idyllische Ruhe hier auf der Farm.
In diesem Sinne wünschen wir euch allen eine fröhliche heilige Nacht und ein friedliches, entspanntes und erholsames Weihnachtsfest.
Inzwischen sind wir zu Pendlern geworden. Die Sehnsucht nach der Familie und der paraguayische Winter treibt uns von Mai bis August in die alte Heimat und so sind wir auf der Südhalbkugel genauso zu Hause wie auf der Nordhalbkugel.
10 Jahre ist es nun auch schon her, dass wir den ersten Schritt auf unsere kleine Farm machten. Was Anfangs zur Erholung gedacht war, entwickelte sich mehr und mehr zu unserem Lebensmittelpunkt und bald schon zog es uns ganz auf unsere kleine Farm. Wir lernten uns selbst zu versorgen, ob mit eigener Wurst und frisch gemolkener Milch, eigenem Gemüse oder selbstgebrautem lecker Bierchen. Und zwischen dem Melken und Radieschenpflücken hatten wir trotzdem noch genug Zeit, der kleinen Farm unseren eigenen Stempel aufzudrücken.
Wer uns kennt weiß, dass wir noch nie so lange an dem selben Ort gelebt haben, wie auf unserer kleinen Farm. Doch durch unser Doppelleben in Paraguay und Deutschland sind wir nicht mehr mit voller Kraft auf der Farm und es schleicht sich langsam so etwas wie Alltag in unser Leben.
Das Leben ist Veränderung, Stillstand ist der Tod.
So war unser Entschluss gefasst und wir suchten Menschen mit frischer Energie für unsere kleine Farm.
Ab kommenden Mai ist es dann soweit. Wir übergeben die Torschlüssel an die neue Geschäftsführung und widmen uns neuen Aufgaben.
Wie diese Aufgaben aussehen werden, gibt es dann hier wieder frisch aus der Tastatur zu lesen. Und so bin ich auch schon beim Thema Blog gelandet.
Vor 10 Jahren huschte der erste Blogeintrag auf dieser Seite durchs www und während es Anfangs täglich etwas Neues zu berichten gab, sind die Einträge in letzter Zeit sehr rar geworden. Das liegt nicht etwa daran, dass ich schreibfaul oder lustlos war, sondern eher am leeren Kopf. Nein ich meine nicht das lecker Bierchen (das war immer vorrätig), sondern es fehlten einfach neue Geschichten.
Ich habe also Hoffnung, dass es im neuen Jahr auch wieder mehr Post auf diesem Kanal geben wird.
Jetzt heißt es aber erst mal Weihnachten 2018 zu feieren. In der Nachbarschaft dröhnen schon überall die Boxen und Blitzknaller stören die sonst so idyllische Ruhe hier auf der Farm.
In diesem Sinne wünschen wir euch allen eine fröhliche heilige Nacht und ein friedliches, entspanntes und erholsames Weihnachtsfest.
Montag, 15. Oktober 2018
10 Tage Paraguay
Zwei Wochen Herbstferien in Deutschland bedeuteten für Jil 10 Tage Paraguay erleben. Und auch wenn das Wetter mit viel Regen und wenig Sonne daher kam, konnten wir doch einiges mit Jil unternehmen. Beim Aufstieg auf den "Cerro Acahay" war uns der Wettergott noch gnädig und verwöhnte uns mit blauem Himmel und guter Fernsicht.
Gegrilltes Fleisch am Straßenrand geht bei jedem Wetter und auch wenn es für Vegetarier in einem klassischem Fleischland nicht leicht ist, gab es auch für Jil immer etwas zu essen.
Für ein 16-jähriges Mädel gibt es bestimmt interessantere Dinge aber auch ein Besuch der Basilika in Caacupe stand mit auf der "zu erledigen Liste".
Auch für uns das erste Mal, war der Salto Cristal bei Regenwetter.
Auf den kleinen Wasserfall folgte der große Bruder und auch hier wieder dicke Wolken und dennoch eindrucksvoll wie immer.
Am Abreisetag gabs dann doch nochmal ein wenig Sonne und bevor es in den Flieger ging, war noch Zeit für einen Abstecher in die Hauptstadt.
Heute sitzt Jil wieder auf der Schulbank und wir hoffen, dass ihr der kurze Trip in eine andere Welt gefallen hat und sie vielleicht einmal wieder in Paraguay vorbei schaut.
Gegrilltes Fleisch am Straßenrand geht bei jedem Wetter und auch wenn es für Vegetarier in einem klassischem Fleischland nicht leicht ist, gab es auch für Jil immer etwas zu essen.
Für ein 16-jähriges Mädel gibt es bestimmt interessantere Dinge aber auch ein Besuch der Basilika in Caacupe stand mit auf der "zu erledigen Liste".
Auch für uns das erste Mal, war der Salto Cristal bei Regenwetter.
Auf den kleinen Wasserfall folgte der große Bruder und auch hier wieder dicke Wolken und dennoch eindrucksvoll wie immer.
Am Abreisetag gabs dann doch nochmal ein wenig Sonne und bevor es in den Flieger ging, war noch Zeit für einen Abstecher in die Hauptstadt.
Heute sitzt Jil wieder auf der Schulbank und wir hoffen, dass ihr der kurze Trip in eine andere Welt gefallen hat und sie vielleicht einmal wieder in Paraguay vorbei schaut.
Mittwoch, 3. Oktober 2018
Darf ich Ihnen den Koffer tragen?
Wer in Paraguay auf dem Flughafen Silvio Pettirossi in Luque landet, wird am Kofferband schnell Bekanntschaft mit den dortigen Kofferträgern machen. Sie sind freundlich und nicht so schnell abzuschütteln. Wenn man ihre Dienste jedoch nicht in Anspruch nehmen möchte, sollte man schon mit einem bestimmende und klarem "Nein" antworten. Lässt man sich aber auf ihr Angebot ein, handelt man den Preis besser vorher aus. Dabei ist es natürlich jedem überlassen, wie viel ihm das Schieben des Kofferwagens bis zum Auto wert ist.
Auch Helmut, die mit unserem Besuch Jil gestern pünktlich in Paraguay landete, ließ sich von einem netten Kofferträger bezirzen und übertrug ihm die Koffergewalt für ausgehandelte 30.000 Gs. Dabei spielte sicherlich auch das Versprechen des Kofferträgers eine Rolle, ihre Koffer problemlos durch den Zoll zu schieben. Schließlich waren dort ein paar Leckereien mit drin, die man in Paraguay nicht bekommt und bei denen der Zoll eventuell etwas zu beanstanden hätte.
Wenn wir jetzt mal genauer überlegen, ist ein Kofferträger (ohne diesem dabei zu nahe treten zu wollen) in der Flughafenhierarchie doch eher in den unteren Regionen anzusiedeln. Also welches Ass sollte dieser nun im Ärmel haben, dass einen Zöllner beeindrucken könnte. Richtig, er blufft nur, denn letztendlich wurde doch ein Koffer von Helmut ausgesondert und sie musste diesen öffnen. Und wie schon bei meiner Ankunft vor einer Woche waren es die Eier, die dem Zöllner ein Dorn im Auge waren und wieder durften diese die Grenze nicht passieren und landeten in der Mülltonne.
Als letzter Passagier verließ Helmut dann die Ankunftshalle und der Kofferträger schob ihr den Wagen.
Der Kofferträger erklärte ihr nun, dass der Preis für seine Dienste jetzt auf 40 Euro gestiegen sei. Schließlich hat er ja den zweiten Koffer vor dem Blick des Zöllners bewahrt und sicher ins Land geholt.
Als ich mit dem Auto vorfuhr erzählte Helmut mir von dieser Dreistigkeit.
"Kay... mach was!"
Ich nahm den guten Mann beiseite, steckte ihm die vereinbarten 30.000Gs zu und empfahl ihm eindringlich, diese doch gütigerweise anzunehmen, was er dann letztendlich auch tat und brubbelnd davon zog.
Ansonsten gab es keine besonderen Vorkommnisse auf der Reise von Deutschland nach Paraguay und während Helmut ihren Eiern nachtrauert, freut sich Jil jetzt auf 10 Tage Ferien auf der Farm.
Auch Helmut, die mit unserem Besuch Jil gestern pünktlich in Paraguay landete, ließ sich von einem netten Kofferträger bezirzen und übertrug ihm die Koffergewalt für ausgehandelte 30.000 Gs. Dabei spielte sicherlich auch das Versprechen des Kofferträgers eine Rolle, ihre Koffer problemlos durch den Zoll zu schieben. Schließlich waren dort ein paar Leckereien mit drin, die man in Paraguay nicht bekommt und bei denen der Zoll eventuell etwas zu beanstanden hätte.
Wenn wir jetzt mal genauer überlegen, ist ein Kofferträger (ohne diesem dabei zu nahe treten zu wollen) in der Flughafenhierarchie doch eher in den unteren Regionen anzusiedeln. Also welches Ass sollte dieser nun im Ärmel haben, dass einen Zöllner beeindrucken könnte. Richtig, er blufft nur, denn letztendlich wurde doch ein Koffer von Helmut ausgesondert und sie musste diesen öffnen. Und wie schon bei meiner Ankunft vor einer Woche waren es die Eier, die dem Zöllner ein Dorn im Auge waren und wieder durften diese die Grenze nicht passieren und landeten in der Mülltonne.
Als letzter Passagier verließ Helmut dann die Ankunftshalle und der Kofferträger schob ihr den Wagen.
Der Kofferträger erklärte ihr nun, dass der Preis für seine Dienste jetzt auf 40 Euro gestiegen sei. Schließlich hat er ja den zweiten Koffer vor dem Blick des Zöllners bewahrt und sicher ins Land geholt.
Als ich mit dem Auto vorfuhr erzählte Helmut mir von dieser Dreistigkeit.
"Kay... mach was!"
Ich nahm den guten Mann beiseite, steckte ihm die vereinbarten 30.000Gs zu und empfahl ihm eindringlich, diese doch gütigerweise anzunehmen, was er dann letztendlich auch tat und brubbelnd davon zog.
Ansonsten gab es keine besonderen Vorkommnisse auf der Reise von Deutschland nach Paraguay und während Helmut ihren Eiern nachtrauert, freut sich Jil jetzt auf 10 Tage Ferien auf der Farm.
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