Posts mit dem Label Natur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Natur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 6. Oktober 2019

Sonntag für Willi

Das schwedische Mädchen möge es mir verzeihen, aber ich bekam am Freitag kein frei und musste arbeiten. Bei meiner Arbeit entdeckte ich dann unter einem unserer Bäume jede Menge kleine, schwarze, linsenförmige Plättchen.
Es sind die Samen des Curupay, auch Cebil genannt. Ich war froh, dass ich nicht auf der Strasse zum demonstrieren war, denn da hätte ich diese Entdeckung bestimmt nicht gemacht.
Nach zwei Monaten Trockenheit in Paraguay regnete es dann am gestrige Samstag ausgiebig und heute Morgen beim Spaziergang übers Land sahen die Samen plötzlich ganz anders aus.
Die schwarze Haut war aufgeplatzt und beim näheren betrachten entdeckte ich einen kleinen Keim aus dem Samen sprießen. Es ist faszinierend, in welch kurzer Zeit sich die Natur dazu entschließt, den Frühling einzuleuten.
Man kann über den Klimawandel (ob wegen dem CO2 oder einfach normal sei dahin gestellt) diskutieren. Man kann für eine saubere Umwelt demonstrieren. Man kann reden und schlau tun.
Man kann aber auch einfach handeln. Ich nahm mir heute Morgen kurzer Hand meine Hacke und bereitete 20 Pflanzstellen für die zukünftigen CO2-Vernichter vor. Die Keimlinge waren schnell eingesammelt, denn der Keim war noch nicht in die Erde eingedrungen.
Die Keimlinge drückte ich leicht in die aufgelockerte Erde, natürlich mit dem Keim nach unten.
In den nächsten Wochen bekommen die Kleinen dann viel Liebe und Zuneigung und wenn alles glatt geht, was ich nicht bezweifle, sollten hier zwanzig neue Bäume stehen.
Wenn mein Enkel dann in fünfzig Jahren sich an einen große Baum lehnt, ist es vielleicht einer dieser heute kleinen Sprösslinge und wenn wir alle mehr tun als reden, wird es unserer Erde auch in 50 Jahren noch gut gehen.

Freitag, 10. November 2017

Der Wind, der Wind - bestimmt kein himmlisches Kind

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr hat uns ein kräftiger Sturm mit jeder Menge Brennholz versorgt. Dieses musste nun nur noch in ofengerechte Stücke zersägt werden.
Da uns grüne Bäume und Büsche besser gefallen als ein trister Brennholzstapel, versuchte ich natürlich zu retten, was zu retten war und zerrte die kleineren, umgewehten Büsche wieder an ihre ursprüngliche Position, in der Hoffnung dass sie wieder anwachsen.
Auch am Haus gab es einen kleinen Dachschaden, der aber schnell repariert war.
Der Sturm ist nun eine Woche her und heute, pünktlich zum Start ins Wochenende, sind alle Schäden so gut wie behoben. Ich denke das Wochenendleckerbierchen haben wir uns redlich verdient und auch wenn es heute Vormittag noch regnerisch ist, der Wetterfrosch sagt für die kommenden Tage nur das Beste voraus.

Freitag, 12. Mai 2017

Dr. Parakay bitte in den OP

Sieht man mal von giftigen Schlangen, Fröschen, Spinnen, Pumas und Krokodilen ab, gibt es in Paraguay kaum Tiere die dem Menschen gefährlich werden können. Und doch kann auch ein kleines Mückentier schmerzhafte Wunden hinterlassen, gerade wenn man frisch in Paraguay einreist. Bei unserm Besuch Franz und Conni haben nun die Stechviecher voll zugeschlagen und imposante Entzündungen hervorgerufen.
"Wir müssen zum Arzt oder in die Apotheke." Normal für den deutschen Sicherheitsdenker. "Wartet, ich gehe mal gucken, was mein Garten so hergibt." Schnell hatte ich Knoblauch, Moringa und Aloevera in meinem Mörser und quetschte eine Heilsalbe für die beiden zusammen.
Da ich ja nun ein paar Jahre in Paraguay lebe, vertrauten mir Franz und Conni und rieben (kurze Geschichte nebenbei, ich musste nachschlagen ob es ruben oder rieben heisst) sich mit der grünen Matsche die Wunden ein.
Jetzt wollt ihr sicher wissen, ob der Quatsch geholfen hat. Hm, dazu kann ich noch nichts sagen, denn die Naturbrühe ist gerade erst aufgetragen. Warten wir es ab.   Test

Freitag, 25. März 2016

Hier kommt die Flut

Es ist ein wunderschönes Plätzchen, am Ende unserer kleinen Farm - unser Fluss mit glasklarem Wasser und kleinem Wasserfall.
Fast jeden Tag sind wir einmal hier unten und genießen die Natur. An den heißen Tagen gibt es eine willkommene Abkühlung, nicht nur für uns sondern auch die Hunde lieben ihren Fluss.
Nach schweren Regenfällen konnten wir oft sehen, dass der Fluss auch mal über die Ufer tritt, da sich in den Uferböschungen Gestrüpp und Geäst verfangen hatte.
Dieses Naturschauspiel wollte ich mir schon immer mal anschauen und gestern Vormittag war es endlich soweit. Es regnete wie aus Eimern. Ich stülpte mir die Gummijacke über, bewaffnete mich mit Fotoapparat und stapfte durch den Regen zum Fluss.
Als ich dort ankam, war der Fluss zwar etwas voller als sonst, aber so richtig aus dem Flussbett kam er nicht. Doch es dauerte nicht lange und ich konnte zusehen, wie der Wasserstand schnell anstieg.
Es war gigantisch, wie sich unser kleiner, ruhig dahin plätschernde Bach plötzlich in einen reißenden Strom verwandelte.
Eine neue Geschäftsidee ist entstanden - River-Rafting bei Regen.
Jetzt geht es aber erst einmal in`s Osterwochenende. In diesem Sinne wünschen wir euch allen ein tolles Osterfest und einen fleißigen Osterhasen.
Hoffentlich versteckt unser Osterhase die Eier nicht im Flussbett.

Donnerstag, 6. August 2015

Die Gefahren des Waldes

Auch in Paraguay macht die Natur im Winter ein Päuschen. Viele Bäume und Sträucher verlieren ihre Blätter und auch die Tiere gehen die Wintermonate etwas ruhiger an. Woher die Tiere und Pflanzen derzeit aber wissen, dass Winter ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Denn momentan haben wir am Tage Temperaturen um die 30C° und auch Nachts sinken die Werte kaum unter 20C°.
Wenn ich dieser Tage durch den Wald streune, entdecke ich Dinge, die im Sommer durch dichtes Grün versteckt sind und dann schnell mal zur Gefahr werden können.
Dieses Wespennest, welches ohne Zweifel ein architektonisches Wunderwerk ist, klebt an einem Baumstamm und beherbergt tausende der schwarzen, ich nenne sie, Killerwespen.
Im Sommer weist ein lautes Brummen auf die Gefahr hin, doch jetzt im Winter steht nur ein einsamer Wächter am Eingang des tierischen Kunstwerkes.
All zu nah würde ich mich trotzdem nicht an das Nest wagen, denn wer weiß, ob wirklich alle Wespen wissen, dass von der Königin Winterruhe angeordnet ist und die Stiche dieser Kollegen sind nicht von schlechten Eltern.
Etwas harmloser dagegen sind die Bewohner dieses riesigen Balles.
Sie sind auch schwarz, aber eine Art Bienen und stechen nicht.
Sie fallen nur über einen her und verzwirbeln sich in den Haaren, was sehr unangenehm ist. Und die Biester verteidigen auch im Winter ihren Bau so dass ich mir nach diesem Foto wünschte, dass ich mit Glatze auf Fotojagd gegangen wäre.

Freitag, 14. September 2012

die phantastische Unterwasserwelt des Rio Prata

Am Mittwoch um 10.00Uhr morgens trafen wir uns, 50km von unserem Hotel entfernt, auf einer riesigen Facienda, mit unserem Guide, der uns die Unterwasserwelt des Rio Prata zeigen wollte. Nachdem die Neoprenanzüge übergestülpt waren, fuhren wir 10 min mit dem Pickup zum Start unserer Tour. 2km Fußmarsch durch dichten Urwald lagen vor uns und nach 30min und Begegnungen mit wilden Affen, Tukanen und anderen komischen Vögeln, tauchte vor uns der Rio Prata auf. Nach einer kurzen Einweisung in die Kunst des Schnorchelns ging es auch schon los und wir stürzten uns in das 24°C warme, kristallklare Wasser.
Was uns da erwartete, kann ich nur als phantastisch und atemberaubend beschreiben und auf Fotos kann man gar nicht alles festhalten, was einem die Unterwasserwelt des Rio Prata, welche wir auf unserem 2km langen Tauchgang flußabwärts erlebten, bietet.
Tausende von Fischen, in den verschiedensten Farben und Größen, gaben einem das Gefühl in eine Zeit getaucht zu sein, wie sie lange lange vor Sushibars und Fischrestaurantes gewesen sein muss.Wir sind begeistert und die umgerechnet 50,-Euro pro Person für diese Tour, die auch ein reichhaltiges Mittagessen beinhaltetet, waren ausgezeichnet angelegt. Der Kurztripp nach Bonito hat sich gelohnt und gestern Abend waren wir auch schon wieder zu Hause, auf unserer kleinen Farm. Wer jetzt noch mehr Fotos sehen will klickt hier und wir werden beim nächsten mal etwas mehr Zeit mitnehmen, denn es gibt im Pantanal noch einiges zu sehen.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Blütenzauber

Nach einer wolkigen, regnerischen Woche, scheint pünktlich zum Sonntag wieder die Sonne und der Himmel präsentiert sich wolkenlos. Der Frühling ist da und an allen Ecken fängt es an zu blühen.
Heute wird gegammelt und nichts gemacht. Dazu gibt es einen frisch gepressten Orangensaft und die Welt ist in Ordnung.
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Müllentsorgung auf dem Land

Bei uns auf dem Land gibt es keine Müllabfuhr, wie man sie aus Deutschland kennt. Hier entledigt man sich seines Müll`s mit Hilfe eines Feuers oder vergräbt ihn einfach im Garten und hofft, dass er verrottet. Natürlich haben wir, als aufgeklärte, deutsche Bundesbürger Vorbildfunktion und schließen uns nicht allen Sitten oder besser Unsitten der Nachbarn an.
Ca. 15km von unserer Granja entfernt, befindet sich die offizielle Mülldeponie der Stadt Ybycui. Immer wenn wir dorthin, so wie heute, zum Einkaufen fahren, nehmen wir unsere gesammelten Mülltüten mit und geben sie dort ab.Der Müll wird vor Ort von Metall, Plastik oder Pappe getrennt, was der Wiederverwertung zugeführt wird, bevor er mit Grünabfall vermischt und später mit Erde bedeckt wird. Da wir den Transport selbst übernehmen, kostet uns die Entsorgung nicht einen Guarani.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Begegnung der anderen Art

Heute hatten wir das erste mal Schlangenalarm auf unserer kleinen Farm. Asta entdeckte dieses seltsame Reptil in der Nähe unseres Teiches. Es steckte bis zur Hälfte im Sand und das gefiel ihr gar nicht und ich wurde durch ihr agressives bellen aufmerksam.Ich war natürlich neugierig und wollte auch den Rest sehen und befreite das Ding von Sand und Lehm. Besonders hübsch war es nicht und es bekam auch gleich einen Namen von Helmut. Gekappte Schniedelschlange, nannte sie das Urzeitding, warum auch immer.Unsere Nachforschungen haben ergeben, dass es sich nicht um eine Schlange, sondern um eine Blindwühle handelt. Sie ist ungiftig und es gibt 175 verschiedene Arten in Südamerika. Um welche es sich bei diesem Exemplar handelt, konnten wir bisher nicht ermitteln.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Wunder der Natur

Weihnachtsbaumschmuck? Kettenanhänger? Dieses Ding fand ich heute in unserem Garten.Beim näheren betrachten erkannte man eine verpuppte Raupe.Was daraus wird, ein Schmetterling oder eine Motte, kann ich nicht sagen. Vielleicht ist es ja auch eine verwunschene Prinzessin die morgen schlüpft, und mir eine Kiste lecker Bierchen vor die Tür stellt.

Dienstag, 13. Juli 2010

Sandfloh oder Piekes

Wer gerne Barfuss durch Wald und Wiese läuft, wird in Paraguay schnell die Bekanntschaft mit diesen kleinen lästigen Biestern machen.Auch wenn momentan nicht die Temperaturen zum Barfuss laufen einladen, habe ich heute einen bei mir entdeckt. Ein Foto erspare ich mir an dieser Stelle. Der Sandfloh, oder hier auch Piekes genannt wird, nistet sich gern im Fuss ein, wo er bevorzugt die Gegend am Nagelbett sucht und dort auf Befruchtung eines vorbeikommenden Artgenossen wartet um dann seine Eier ins Fussbett zu legen. Anfangs ist der Querolant nicht zu sehen und erst nach ein bis drei Tagen deutet ein drückender Schmerz auf einen blinden Passagier in der Fussgegend hin. Man kann nun zu einem Arzt gehen oder die Sache mit einer Nadel selbst in die Hand nehmen. Ein kleiner schwarzer Punkt, zeigt einem die Stelle wo der Floh sitzt und diesen gilt es rauszuoperieren.
Bei mir half heute eine Nähnadel und "Helmut's" ruhige Hand. Aber nicht nur die Füsse werden vom Floh zur Fortpflanzung genutzt, sondern auch alle anderen Hautpartien, wenn sie mit dem Boden in Berührung kommen. Gleich drei Stück dieser lästigen Biester musste ich aus meinen Händen operieren, als ich vor einiger Zeit mein Auto mit blossen Händen aus dem Schlamm holen musste.Ausflug zum Ypoa

Samstag, 5. Juni 2010

Spätherbst

Wenn der Winter so wird, wie der Herbst ist, ist alles in Ordnung. Hier ein paar Bilder vom heutigen Samstag.
Kater im Klee.Lecker Bierchenflasche im Klee.Helmut und Kay im Klee.Palmen und Bäume vorm Klee.Kleeblüten im Klee.All dies, sind keine Kleesches von Paraguay, sondern Fotos von einem ganz entspannten Samstag.

Freitag, 8. Januar 2010

Pilze in Paraguay

Dass es in Paraguay Wiesenchampion's gibt, wussten wir schon und haben sie auch schon genossen. Heute fanden wir diese schönen Pilze.Sie ähneln der Marone oder dem Butterpilz aus Deutschland. Die Frage ist nur, ob sie auch geniessbar sind. Wir vertrauen da einfach mal einer Bekannten, wo diese Pilze des Öfteren auf der Speisekarte stehen und so gibt es heute Abend Schweinefilet mit Pilzsosse und Kartoffelbrei. Sollten wir mit den Pilzen einen Fehler gemacht haben, dann ist dies der letzte Post bei Parakay News.
Ich habe aber keine Bedenken, was bei diesem Exemplar einer Stinkermorchel schon anders aussehen würde.Guten Appetit.

Montag, 28. Dezember 2009

Natural-Concert

Was mit Worten nicht zu beschreiben ist und was man auf keinem Foto festhalten kann, sind die allgegenwärtigen Geräusche der Natur. Den ganzen Tag, aber ganz besonders intensiv zur Dämmerung hört man ein Konzert der Natur und das in mir bisher unbekannter Lautstärke. Eine Vielfalt an Vögeln,Insekten und Fröschen gibt Laute von sich die sich zu einer paraguayischen Natursymphony vereinigen. Die Töne, die man hört sind dabei so intensiv und auch geheimnisvoll, und man weiß kaum,ob man das laute Zirpen einer Grille, den Gesang einer Zikade oder das Quaken eines Frosches hört. Musik aus der Konserve ist hier mehr als überflüssig