Sonnabend, 11.00Uhr und 34°C, ideal eigentlich zum nicht arbeiten. Aber die ganze Zeit am Pool liegen ist auch langweilig und so bin ich grade wieder rein vom Brombeeren pflücken, eine der Früchte, die uns den Dezember versüßen. Der Dezember ist meiner Meinung nach der Monat mit den meisten Früchten, denn neben Brombeeren reifen die ersten Weintrauben, Mango gibts im Überfluss, die Ananas ist goldgelb und man muss aufpassen, dass einem keine Papaya auf den Kopf fällt.
Doch zurück zu den Brombeeren. 5 Brombeerbüsche haben wir vor drei Jahren gepflanzt und inzwischen bewuchern sie einen Großteil des Zaunes unserer Grundstücksgrenze zur Straße.Wenn, Anfang November, die Brombeerzeit beginnt, bin ich jeden Tag auf der Jagd nach der leckeren schwarzen Frucht und liefere mir dabei ein Duell mit den Schulkindern der Nachbarschaft, die nicht an unserem Zaun vorbei kommen, ohne sich die Backen mit den schwärzesten der Schwarzen voll zu stopfen. Jetzt sind Ferien und die Kinder haben andere Sachen im Kopf als meine Brombeeren. Das macht sich natürlich bemerkbar und uns kommen die Brombeeren inzwischen aus den Ohren. Was macht man in solch einem Fall?- genau, ... Wein.5 Liter sind angesetzt und bis der soweit ist,muss ich wohl auf Altbewährtes zurückgreifen. In diesem Sinne euch allen einen schönen dritten Advent und darauf ein eisgekühltes Leckerbierchen.
Samstag, 16. Dezember 2017
Mittwoch, 13. Dezember 2017
Weihnachtszeit - Puzzlezeit
Früher, als ich noch klein war, also schon sehr lange her, da wurde zu Weihnachten immer gepuzzelt. Ihr wisst schon, das ist die Beschäftigung, bei der man viele kleine Teile wieder zusammen setzt, die vorher irgendwer zerschnippelt hat, um dann wieder ein Bild zu haben, welches vorm zerschneiden, meist schon genauso aussah, nur ohne Fugen. Sinnvoll oder nicht, heute weiß, ich dass es eine gute Übung für meinen späteren Beruf sein sollte.
Ins spanische übersetzt heißt Puzzle - Rompecabeza. Schreibt man rompe cabeza auseinander bedeutet es Kopf brechen, was irgendwie auch einleuchtend ist.
Rompecabeza ist aber nicht nur das beliebte Puzzlespiel, sondern auch Bruchsteinplatten aus Naturstein, meist Sandstein, werden in Paraguay Rompecabeza genannt.
Und nun zum eigentlichen Thema. Der Weg von unserem Haus zum Quincho führte immer über die Wiese und ein Weg aus besagtem Sandstein war schon lange geplant. Jetzt habe ich es endlich geschafft, die Planung in die Tat umzusetzen. In diesem Zuge bekam die Südseite unseres Hauses auch gleich eine kleine Terrasse.
Die Sandsteinbruchplatten werden im Polygonalverband verlegt, wobei ich an dieser Stelle gestehen muss, dass meine paraguayischen Berufskollegen diese Arbeiten voll drauf haben und um einiges schneller sind als der Meister selbst. Nur beim Verfugen des Belages sollte man ihnen über die Schulter schauen und darauf achten, dass die Platten mit sauberem Wasser und Schwamm ordentlich gereinigt und die Fugen geglättet werden.
Empfehlenswert ist es auch, nach Fertigstellung des Belages eine Versiegelung aufzubringen. Diese verhindert das Eindringen von Schmutz in die Poren und schützt vor Moos und Algen.
Natürlich kann man mit dem Rompecabeza auch Wände verkleiden, was ein wenig Muskelkraft erfordert, aber eine schöne Alternative zu Putz oder Klinker bietet.
Preislich gesehen, ist der Sandsteinbruch eine günstige Variante für die verschiedensten Beläge. Wir haben für einen Quadratmeter 20.000 Gs (gut drei Euro) inkl. Lieferung bezahlt. Hierbei ist zu beachten, dass ein Quadratmeter nicht genau definiert ist, sondern mehr geschätzt als berechnet wird.
Bei 33°C wird einem nicht so richtig weihnachtlich, so mach ich mich mal wieder an die Arbeit und gehe puzzlen. Vielleicht kommt ja die Weihnachtsstimmung noch.
Ins spanische übersetzt heißt Puzzle - Rompecabeza. Schreibt man rompe cabeza auseinander bedeutet es Kopf brechen, was irgendwie auch einleuchtend ist.
Rompecabeza ist aber nicht nur das beliebte Puzzlespiel, sondern auch Bruchsteinplatten aus Naturstein, meist Sandstein, werden in Paraguay Rompecabeza genannt.
Und nun zum eigentlichen Thema. Der Weg von unserem Haus zum Quincho führte immer über die Wiese und ein Weg aus besagtem Sandstein war schon lange geplant. Jetzt habe ich es endlich geschafft, die Planung in die Tat umzusetzen. In diesem Zuge bekam die Südseite unseres Hauses auch gleich eine kleine Terrasse.
Die Sandsteinbruchplatten werden im Polygonalverband verlegt, wobei ich an dieser Stelle gestehen muss, dass meine paraguayischen Berufskollegen diese Arbeiten voll drauf haben und um einiges schneller sind als der Meister selbst. Nur beim Verfugen des Belages sollte man ihnen über die Schulter schauen und darauf achten, dass die Platten mit sauberem Wasser und Schwamm ordentlich gereinigt und die Fugen geglättet werden.
Empfehlenswert ist es auch, nach Fertigstellung des Belages eine Versiegelung aufzubringen. Diese verhindert das Eindringen von Schmutz in die Poren und schützt vor Moos und Algen.
Natürlich kann man mit dem Rompecabeza auch Wände verkleiden, was ein wenig Muskelkraft erfordert, aber eine schöne Alternative zu Putz oder Klinker bietet.
Preislich gesehen, ist der Sandsteinbruch eine günstige Variante für die verschiedensten Beläge. Wir haben für einen Quadratmeter 20.000 Gs (gut drei Euro) inkl. Lieferung bezahlt. Hierbei ist zu beachten, dass ein Quadratmeter nicht genau definiert ist, sondern mehr geschätzt als berechnet wird.
Bei 33°C wird einem nicht so richtig weihnachtlich, so mach ich mich mal wieder an die Arbeit und gehe puzzlen. Vielleicht kommt ja die Weihnachtsstimmung noch.
Donnerstag, 7. Dezember 2017
Rate mal mit Parakay
Wir gehen stramm auf den Heiligen Abend zu. Gut, das ist nichts Neues für euch. Aber auch sonst gibt es nichts Neues oder Spektakuleres zu berichten. Also schicke ich euch heute einfach mal ein paar Fotos und hänge eine Frage hinten dran.Welches Foto wurde garantiert nicht in Paraguay aufgenommen?
Montag, 13. November 2017
Sonntagsausflug zum Lago Ypoa
Sonntagmorgen 8.00 Uhr, strahlender Sonnenschein und blauer Himmel, die Kühlbox ist einsatzbereit und die Badehose gepackt. Unser Ziel, der Largo Ypoa, ca. 30km Luftlinie von unserer Farm entfernt. Und dann gings auch schon los, immer im Schatten des "Cerros Acahay".
Geführt werden wir von Google-Maps, das für uns die kürzeste Strecke ausweist. Holzbrücken sind dabei ganz normal, aber auch immer wieder ein Foto wert.
Dass bei der kürzesten Strecke die Wege des Öfteren abenteuerlich sind, kann sich jeder denken und manchmal kommt man nicht drum herum, umzukehren und einen anderen Weg zu suchen.
So fahren wir ca. 40 Minuten durch viel Landschaft und verlieren dabei den alten Vulkan von Acahay nicht aus den Augen.
Der Granja "Yvaga Rape" wollten wir schon immer mal einen Besuch abstatten und da liegt sie plötzlich auf unserer Route. Also machen wir unseren ersten Stop für eine kleine Erfrischung und einen kurzen Rundgang.
Nach zwei gescheiterten Anläufen ist es unser dritter Versuch, irgendwie an den Lago Ypoa zu gelangen und dieses Mal wählen wir den Weg von Crapegua aus, in Richtung Beni Loma. Tatsächlich gibt es auch einige Hinweisschilder auf den schönen See. Und dann ist er, wie aus dem Nichts, zu sehen und streckt sich blau am Horizont durch die Landschaft.
5 Minuten später stehen wir vor einem Tor und sehen, nicht weit entfernt, ein Kanu auf dem der Bootsmann gerade ein kleines Nickerchen machte.
"Früher gab es hier einen Campingplatz und die Kanus fuhren die Touristen auf den See. Doch diese Zeiten sind schon lange vorbei." erklärt uns der freundliche Seemann.
Da ein breiter Schilfgürtel den See umgibt, fragen wir ihn, ob er uns nicht auf den See schippern kann. "Nein, ich warte hier auf irgendwelche Wissenschaftler, die ich verschiffen soll."
So bleibt uns nur die Sicht auf den See aus der Ferne, aber der Fuhrmann tut uns den Gefallen und posiert vor meiner Kamera.
Mission Lago Ypoa zum dritten Mal gescheitert. Aber wir werden nicht aufgeben und ein vierter Versuch lässt bestimmt nicht lange auf sich warten.
Es war trotzdem ein schöner Sonntagsausflug und so ging es, unverrichteter Dinge, wieder Heimwärts, in Richtung Cerro Acahay, der immer noch am Horizont zu sehen war.
Im Nachhinein ärgere ich mich darüber, dass ich den Kanuten nicht nach seiner Telefonnummer gefragt habe. Oder besser, Helmut habe fragen lassen. So wird der nächste Ausflug zum Lago Ypoa eben wieder eine Reise ins Ungewisse.
Geführt werden wir von Google-Maps, das für uns die kürzeste Strecke ausweist. Holzbrücken sind dabei ganz normal, aber auch immer wieder ein Foto wert.
Dass bei der kürzesten Strecke die Wege des Öfteren abenteuerlich sind, kann sich jeder denken und manchmal kommt man nicht drum herum, umzukehren und einen anderen Weg zu suchen.
So fahren wir ca. 40 Minuten durch viel Landschaft und verlieren dabei den alten Vulkan von Acahay nicht aus den Augen.
Der Granja "Yvaga Rape" wollten wir schon immer mal einen Besuch abstatten und da liegt sie plötzlich auf unserer Route. Also machen wir unseren ersten Stop für eine kleine Erfrischung und einen kurzen Rundgang.
Nach zwei gescheiterten Anläufen ist es unser dritter Versuch, irgendwie an den Lago Ypoa zu gelangen und dieses Mal wählen wir den Weg von Crapegua aus, in Richtung Beni Loma. Tatsächlich gibt es auch einige Hinweisschilder auf den schönen See. Und dann ist er, wie aus dem Nichts, zu sehen und streckt sich blau am Horizont durch die Landschaft.
5 Minuten später stehen wir vor einem Tor und sehen, nicht weit entfernt, ein Kanu auf dem der Bootsmann gerade ein kleines Nickerchen machte.
"Früher gab es hier einen Campingplatz und die Kanus fuhren die Touristen auf den See. Doch diese Zeiten sind schon lange vorbei." erklärt uns der freundliche Seemann.
Da ein breiter Schilfgürtel den See umgibt, fragen wir ihn, ob er uns nicht auf den See schippern kann. "Nein, ich warte hier auf irgendwelche Wissenschaftler, die ich verschiffen soll."
So bleibt uns nur die Sicht auf den See aus der Ferne, aber der Fuhrmann tut uns den Gefallen und posiert vor meiner Kamera.
Mission Lago Ypoa zum dritten Mal gescheitert. Aber wir werden nicht aufgeben und ein vierter Versuch lässt bestimmt nicht lange auf sich warten.
Es war trotzdem ein schöner Sonntagsausflug und so ging es, unverrichteter Dinge, wieder Heimwärts, in Richtung Cerro Acahay, der immer noch am Horizont zu sehen war.
Im Nachhinein ärgere ich mich darüber, dass ich den Kanuten nicht nach seiner Telefonnummer gefragt habe. Oder besser, Helmut habe fragen lassen. So wird der nächste Ausflug zum Lago Ypoa eben wieder eine Reise ins Ungewisse.
Freitag, 10. November 2017
Der Wind, der Wind - bestimmt kein himmlisches Kind
Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr hat uns ein kräftiger Sturm mit jeder Menge Brennholz versorgt. Dieses musste nun nur noch in ofengerechte Stücke zersägt werden.
Da uns grüne Bäume und Büsche besser gefallen als ein trister Brennholzstapel, versuchte ich natürlich zu retten, was zu retten war und zerrte die kleineren, umgewehten Büsche wieder an ihre ursprüngliche Position, in der Hoffnung dass sie wieder anwachsen.
Auch am Haus gab es einen kleinen Dachschaden, der aber schnell repariert war.
Der Sturm ist nun eine Woche her und heute, pünktlich zum Start ins Wochenende, sind alle Schäden so gut wie behoben. Ich denke das Wochenendleckerbierchen haben wir uns redlich verdient und auch wenn es heute Vormittag noch regnerisch ist, der Wetterfrosch sagt für die kommenden Tage nur das Beste voraus.
Da uns grüne Bäume und Büsche besser gefallen als ein trister Brennholzstapel, versuchte ich natürlich zu retten, was zu retten war und zerrte die kleineren, umgewehten Büsche wieder an ihre ursprüngliche Position, in der Hoffnung dass sie wieder anwachsen.
Auch am Haus gab es einen kleinen Dachschaden, der aber schnell repariert war.
Der Sturm ist nun eine Woche her und heute, pünktlich zum Start ins Wochenende, sind alle Schäden so gut wie behoben. Ich denke das Wochenendleckerbierchen haben wir uns redlich verdient und auch wenn es heute Vormittag noch regnerisch ist, der Wetterfrosch sagt für die kommenden Tage nur das Beste voraus.
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