Nun ist es schon ein paar Tage alt, das neue Jahr und wir haben uns schon fast an die 13 am Ende gewöhnt. Auf ein eher langweiliges Silvester, folgte ein lecker Bierchen feuchter 1.Januar von dem wir uns nochmals einen Tag ausruhen mussten, bevor dann gestern, alles wieder in "geregelten" Bahnen verlief.
Wir machten uns am frühen Morgen auf die Socken nach Asuncion. Wieder einmal brauchten wir ein Ersatzteil für unser Auto. Die Klimaanlage hat ihren Dienst quittiert und bläßt uns nur noch warme Luft um die Nase. Der Klimaanlagenkühler hatte ein Leck und musste gelötet oder ersetzt werden. Eine Werkstatt hierfür fanden wir auf der Avd. Eusebio Ayala. Die Bastelburg machte einen kompetenten Eindruck und der Werkstattmeister sicherte uns die Reparatur bis zum Nachmittag zu. Für uns galt es nun die Zeit bis dahin zu überbrücken und wir erledigten ein paar Einkäufe. Ein Elektrogeschäft wurde dann zur bösen Falle. Wir stellten das Auto auf einen Parkplatz, direkt an der Hauptstrasse ab und kauften ein paar Schalter. Nach, nicht einmal 10min, waren wir wieder am Fahrzeug und stellten fest, dass das hintere Fenster offen stand. Bei genauerer Betrachtung, stand es nicht nur offen, sondern lag zerkrisselt auf der Rücksitzbank. Bei noch genauerem Hinsehen, stellten wir fest, dass mein Portemonnaie mit etwas Bargeld, Kreditkarte, Bankkarte und, ganz besonders ärgerlich, meiner Cedula, dem paraguayischen Ausweis, nicht mehr da war. Auch fehlten der Fotoapparat, ein Handy und ein paar Klamotten.
Ein Anruf und die Geldkarten waren schnell gesperrt. Ein weiterer Anruf rief dann die Gesetzeshüter auf den Parkplatz und diese erschienen auch relativ flott, nach einer halben Stunde, mit zwei Einsatzwagen. Die nüchterne Diagnose der Beamten traf uns hart. "Es handelt sich hier um Einbruchsdiebstahl." Nun wurden unsere Personalien auf ein Blatt Papier geschrieben.
Nach dem Schreibkram schauten sich die Beamten noch einmal am Tatort um und schickten uns dann zum Revier. Hier wurde nun nochmals ein Protokoll aufgesetzt. Natürlich gab es in der Schreibstube keine Schreibmaschine oder gar einen Computer, sondern der junge Polizeischüler griff zum Kugelschreiber und brachte die Geschichte mit fantastischer, sauberer, gut leserlichen Handschrift zu Papier. Ein ganzes Blatt Papier und eine halbe Stunde später war alles erledigt und er sagte uns, dass wir die Anzeige morgen abholen können, da sie erst noch mit der Schreibmaschine abgetippt werden muss und diese aber zur Zeit besetzt ist. Nun habe ich natürlich keine Hoffnung, dass der Räuber geschnappt wird, doch dieses Papier brauche ich, da ich ohne diesen Wisch Schwierigkeiten mit der Neubeantragung des Ausweises bekomme.
Kurzer Hand meldeten wir uns bei unseren Freunden in Villeta an, wo es dann am Abend ein Trost-lecker-Bierchen gab.
Heute Morgen dann besuchten wir wieder das Polizeirevier und tatsächlich war das Schreiben abgetippt, unterschrieben und abgestempelt. Dann fuhren wir noch schnell zur Klimawerkstatt und auch hier überraschte uns der Werkstattmeister, mit der Fertigmeldung seiner Arbeit.
Der Asuncioner Verkehrsnebel und Autolärm, Temperaturen im Auto nahe der 50°C und Klamotten, die seit zwei Tagen an uns klebten, ließen Unlust auf mehr Hauptstadtgetümmel aufkommen und wir machte uns auf den nach Hauseweg.
Es sind diese Tage , wie der gestrige, die es einem schwer machen positiv zu denken. Doch heute sieht die Welt schon wieder besser aus und nach der dringend notwendigen Dusche, hat man nun auch wieder den Blick für das Gute aus dem gestrigen Diebstahl. So ließen die Diebe zum Beispiel unser Tablet im Auto zurück, welches wohl in der Eile nicht auffiel und welches mir nun als Fotoapparat dient.
Und während ich hier so sitze und schreibe, kann ich unser neues Farmmitglied beobachten, das heute Morgen das Licht der Welt erblickte.
Kuh Nummer 8 steht nun im Stall und schon sind mir die Räuber von gestern scheiß egal.
So, und ich werde jetzt mal das Internet nach einem schicken Fotoapparat durchwühlen.
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Freitag, 4. Januar 2013
Samstag, 2. April 2011
Betrüger 2.Teil
11.Febfruar:
Wolf erteilt dem Capitano Dr. Derly Peralter Pirelli, Notar und Anwalt der Hilfsorganisation, an die die zwei Hilfscontainer adressiert sind, den Auftrag, die beiden Container zu verzollen und aus dem Hafen zu holen. 1500,-Dollar ist der Preis, den der "Doktor" dafür aufruft und darin sind alle Gebühren des Hafen`s und des Zoll`s enthalten. Weiter wird ein Schmiergeld von 500,-Dollar vereinbart, welches für die Beschleunigung der Abfertigung verwendet werden soll. Der Doktor sichert Wolf zu, dass die Container, einen Tag nach Ankunft im Hafen, bei ihm vor der Tür stehen.
zwei Wochen später: Der Zollbeauftragte, Dr. Derli Peralta Pirelli fordert die vereinbarten 2000,-Dollar von Wolf um im Vorfeld den gesamten Papierkram zu erledigen.
Der Capitano macht eine neue Kostenaufstellung und fordert weitere 700,-Dollar für unvorhersehbare Gebühren. Um die Arbeiten nicht zu behindern, werden auch diese sofort von Wolf bezahlt.
25.März:
Die Container landen, nach knapp vier monatiger Reise, im Hafen Terport, vor den Toren von Asuncion.
28.März:
Die zwei Container werden von der Rederei zur Verzollung freigegeben.
17.00Uhr: Auf Nachfrage, wann die Container aus dem Hafen rollen, wird von Dr. Pirelli versprochen, dass am nächsten Tag die Hilfsgüter bei Wolf vor der Tür stehen.
29.März:
Wir warten bis 15.00Uhr, bevor wir beim Despachanten nachfragen, wie der Stand der Dinge ist.
Der Capitano sichert erneut die Auszollung, der beiden Container, für den späten Nachmittag zu.
15.10Uhr: Wir fahren zum Hafen, um die Abfertigung zu beobachten. Inzwischen sind schon vier Tage, seit der Landung der Container, ohne Ergebnis verstrichen.
16.00Uhr Nach einem Gespräch mit dem Capitano, wird uns klar, dass heute die Container das Hafengelände nicht mehr verlassen werden.
Es fehle noch eine Freistellung von "Navemar", der zuständigen Rederei, erklärt uns der Despachante.
30.März:
8.00Uhr morgens Wir sind im Büro von "Navemar" und wollen wissen, was noch für die Freigabe der Container fehlt. Es ist alles in Ordnung sichert man uns zu und wir fahren wieder zum Hafen.
9.30Uhr Wir suchen den Capitano, aber er ist nirgendwo zu finden. Auf telefonische Nachfrage erfahren wir, dass er noch ein letztes Papier beim Zoll besorgen muss und danach die Container aus dem Hafen holen kann.
13.00Uhr Der Despachante ist am Hafen und verspricht uns die Auszollung der Container für den späten Nachmittag.
15.30Uhr Der Despachante fordert erneut eine Gebühr, ohne die der Container heute das Hafengelände nicht mehr verlassen kann. Leider haben wir die geforderten 1.200.000Gs nicht dabei und so kommen auch an diesem Tag die Container nicht aus dem Hafen.
31.März:
8.00Uhr Wolf hat das geforderte Geld in der Tasche und wir fahren zum Hafen. Nun sind schon sechs Tage, seit der Landung der Container vergangen und immer noch stehen die Container im Hafen.
13.00Uhr Seit fünf Stunden sitzen wir im Hafen und nun taucht auch schon der Capitano auf. Er sagt in einer Stunde fahren die Container vom Hof, aber er braucht die fehlende Gebühr und außerdem benötigt er noch das Geld für die LKW und den bestellten Gabestapler. Wir sagen dem Despachanten, dass Wolf nicht bereit ist, noch mehr Geld auszutüten, bevor die Container nicht durch das Hafentor fahren.
Daraufhin packt Dr. Derly Peralta Pirelli seine Akten in die Tasche und will verschwinden. So kann ich nicht arbeiten sagt er und startet sein Auto, welches durch seine Beulen, Rostflecken und fehlenden Beleuchtungen ihm sehr ähnlich ist. Um nicht wieder einen Tag zu verlieren, gibt Wolf nach und gibt ihm die geforderten 5.200.000Gs.
Der Capitano lässt sich dadurch nochmals umstimmen und sagt zu Wolf, dass um 15.00Uhr die Container vom Hafengelände rollen.
14.45Uhr Der Capitano kommt zu Wolf und sagt, dass er schon mal seinen Fotoapparat bereithalten soll, weil in zehn Minuten die Container auf die LKW geladen werden.
15.00Uhr Dr. Derly Peralta Pirelli, welcher Capitano und Despachante in einer Person ist, kommt wieder zu Wolf, und erklärt ihm ,dass noch eine kleine Gebühr von 800.000Gs fehlt, bevor die Container durch das Hafentor fahren können.
Wolf bezahlte diese Gebühr nicht und der Capitano verschwand und auch an diesem Tag bewegten sich die Container nicht von der Stelle.
1.April:
8.00Uhr Wolf hat inzwischen die Presidenten der Hilfsorganisation, an die die Container adressiert sind, über die Arbeitsweise ihres Zollbeauftrgaten informiert und wir fahren gemeinsam mit einer Mitarbeiterin der Fundation zum Hafen.
8.30Uhr Wolf`s Despachante glänzt durch Abwesenheit und wir treffen zufällig auf einen anderen Despachanten, welcher Wolf`s Papiere bei sich hat und für die notwendigen Stempel unterwegs ist.
Er erklärt uns, dass es nicht möglich ist, die Container vor dem kommenden Mittwoch aus dem Hafen zu holen.
Wir erfahren auch, dass alle Gebühren noch nicht von dem Capitano bezahlt wurden und dass seine Forderungen völlig überzogen waren.
Wolf hat nun dem Capitano jegliche Vollmachten entzogen und verlangt die bezahlten Gelder zurück. Auch die Hilfsorganisation wird rechtliche Schritte gegen Capitano Derly Peralta Pirelli einleiten.
Für Wolf ist jeder Tag kostbar, denn sein Rückflugtermin rückt immer näher und noch ist nicht ein Schuh, kein Bett und kein Spielzeug verteilt.
Wolf wollte nur helfen und viele Menschen in Deutschland haben sich ihm angeschlossen. Wie und wann sein Projekt abgeschlossen wird kann man nur schätzen, aber Dr. Derly Peralta Pirelli hat dafür gesorgt, dass Wolf eines klar ist. Das war sein letzter Container, den er für die Ärmsten Paraguay`s in das Herz Südamerikas geschickt hat.
Wolf erteilt dem Capitano Dr. Derly Peralter Pirelli, Notar und Anwalt der Hilfsorganisation, an die die zwei Hilfscontainer adressiert sind, den Auftrag, die beiden Container zu verzollen und aus dem Hafen zu holen. 1500,-Dollar ist der Preis, den der "Doktor" dafür aufruft und darin sind alle Gebühren des Hafen`s und des Zoll`s enthalten. Weiter wird ein Schmiergeld von 500,-Dollar vereinbart, welches für die Beschleunigung der Abfertigung verwendet werden soll. Der Doktor sichert Wolf zu, dass die Container, einen Tag nach Ankunft im Hafen, bei ihm vor der Tür stehen.
zwei Wochen später: Der Zollbeauftragte, Dr. Derli Peralta Pirelli fordert die vereinbarten 2000,-Dollar von Wolf um im Vorfeld den gesamten Papierkram zu erledigen.
Der Capitano macht eine neue Kostenaufstellung und fordert weitere 700,-Dollar für unvorhersehbare Gebühren. Um die Arbeiten nicht zu behindern, werden auch diese sofort von Wolf bezahlt.
25.März:
Die Container landen, nach knapp vier monatiger Reise, im Hafen Terport, vor den Toren von Asuncion.
28.März:
Die zwei Container werden von der Rederei zur Verzollung freigegeben.
17.00Uhr: Auf Nachfrage, wann die Container aus dem Hafen rollen, wird von Dr. Pirelli versprochen, dass am nächsten Tag die Hilfsgüter bei Wolf vor der Tür stehen.
29.März:
Wir warten bis 15.00Uhr, bevor wir beim Despachanten nachfragen, wie der Stand der Dinge ist.
Der Capitano sichert erneut die Auszollung, der beiden Container, für den späten Nachmittag zu.
15.10Uhr: Wir fahren zum Hafen, um die Abfertigung zu beobachten. Inzwischen sind schon vier Tage, seit der Landung der Container, ohne Ergebnis verstrichen.
16.00Uhr Nach einem Gespräch mit dem Capitano, wird uns klar, dass heute die Container das Hafengelände nicht mehr verlassen werden.
Es fehle noch eine Freistellung von "Navemar", der zuständigen Rederei, erklärt uns der Despachante.
30.März:
8.00Uhr morgens Wir sind im Büro von "Navemar" und wollen wissen, was noch für die Freigabe der Container fehlt. Es ist alles in Ordnung sichert man uns zu und wir fahren wieder zum Hafen.
9.30Uhr Wir suchen den Capitano, aber er ist nirgendwo zu finden. Auf telefonische Nachfrage erfahren wir, dass er noch ein letztes Papier beim Zoll besorgen muss und danach die Container aus dem Hafen holen kann.
13.00Uhr Der Despachante ist am Hafen und verspricht uns die Auszollung der Container für den späten Nachmittag.
15.30Uhr Der Despachante fordert erneut eine Gebühr, ohne die der Container heute das Hafengelände nicht mehr verlassen kann. Leider haben wir die geforderten 1.200.000Gs nicht dabei und so kommen auch an diesem Tag die Container nicht aus dem Hafen.
31.März:
8.00Uhr Wolf hat das geforderte Geld in der Tasche und wir fahren zum Hafen. Nun sind schon sechs Tage, seit der Landung der Container vergangen und immer noch stehen die Container im Hafen.
13.00Uhr Seit fünf Stunden sitzen wir im Hafen und nun taucht auch schon der Capitano auf. Er sagt in einer Stunde fahren die Container vom Hof, aber er braucht die fehlende Gebühr und außerdem benötigt er noch das Geld für die LKW und den bestellten Gabestapler. Wir sagen dem Despachanten, dass Wolf nicht bereit ist, noch mehr Geld auszutüten, bevor die Container nicht durch das Hafentor fahren.
Daraufhin packt Dr. Derly Peralta Pirelli seine Akten in die Tasche und will verschwinden. So kann ich nicht arbeiten sagt er und startet sein Auto, welches durch seine Beulen, Rostflecken und fehlenden Beleuchtungen ihm sehr ähnlich ist. Um nicht wieder einen Tag zu verlieren, gibt Wolf nach und gibt ihm die geforderten 5.200.000Gs.
Der Capitano lässt sich dadurch nochmals umstimmen und sagt zu Wolf, dass um 15.00Uhr die Container vom Hafengelände rollen.
14.45Uhr Der Capitano kommt zu Wolf und sagt, dass er schon mal seinen Fotoapparat bereithalten soll, weil in zehn Minuten die Container auf die LKW geladen werden.
15.00Uhr Dr. Derly Peralta Pirelli, welcher Capitano und Despachante in einer Person ist, kommt wieder zu Wolf, und erklärt ihm ,dass noch eine kleine Gebühr von 800.000Gs fehlt, bevor die Container durch das Hafentor fahren können.
Wolf bezahlte diese Gebühr nicht und der Capitano verschwand und auch an diesem Tag bewegten sich die Container nicht von der Stelle.
1.April:
8.00Uhr Wolf hat inzwischen die Presidenten der Hilfsorganisation, an die die Container adressiert sind, über die Arbeitsweise ihres Zollbeauftrgaten informiert und wir fahren gemeinsam mit einer Mitarbeiterin der Fundation zum Hafen.
8.30Uhr Wolf`s Despachante glänzt durch Abwesenheit und wir treffen zufällig auf einen anderen Despachanten, welcher Wolf`s Papiere bei sich hat und für die notwendigen Stempel unterwegs ist.
Er erklärt uns, dass es nicht möglich ist, die Container vor dem kommenden Mittwoch aus dem Hafen zu holen.
Wir erfahren auch, dass alle Gebühren noch nicht von dem Capitano bezahlt wurden und dass seine Forderungen völlig überzogen waren.
Wolf hat nun dem Capitano jegliche Vollmachten entzogen und verlangt die bezahlten Gelder zurück. Auch die Hilfsorganisation wird rechtliche Schritte gegen Capitano Derly Peralta Pirelli einleiten.
Für Wolf ist jeder Tag kostbar, denn sein Rückflugtermin rückt immer näher und noch ist nicht ein Schuh, kein Bett und kein Spielzeug verteilt.
Wolf wollte nur helfen und viele Menschen in Deutschland haben sich ihm angeschlossen. Wie und wann sein Projekt abgeschlossen wird kann man nur schätzen, aber Dr. Derly Peralta Pirelli hat dafür gesorgt, dass Wolf eines klar ist. Das war sein letzter Container, den er für die Ärmsten Paraguay`s in das Herz Südamerikas geschickt hat.
Freitag, 1. April 2011
Betrüger 1.Teil
Genau vor einem Jahr, am ersten April, schneite es auf unserer kleinen Farm.
Bei der folgenden Geschichte handelt es sich aber nicht um einen Aprilscherz und ich versuche es kurz und knapp zu erzählen.
Wolf, der seit dem 6. Februar bei uns wohnt, organisierte in Deutschland zwei Spendencontainer für Paraguay, welche mit viel Verspätung, am vergangenen Freitag im paraguayischen Hafen landeten.
Am Dienstag wurden dann die Container, von der zuständigen Rederei, zur Verzollung freigegeben.
Jetzt ist es 22.45Uhr und morgen gibt es den Rest der Geschichte, weil Wolf gerade ein eiskaltes, lecker Bierchen auf den Tisch gestellt hat.
Prost!!!!!
Bei der folgenden Geschichte handelt es sich aber nicht um einen Aprilscherz und ich versuche es kurz und knapp zu erzählen.
Wolf, der seit dem 6. Februar bei uns wohnt, organisierte in Deutschland zwei Spendencontainer für Paraguay, welche mit viel Verspätung, am vergangenen Freitag im paraguayischen Hafen landeten.
Am Dienstag wurden dann die Container, von der zuständigen Rederei, zur Verzollung freigegeben.
Jetzt ist es 22.45Uhr und morgen gibt es den Rest der Geschichte, weil Wolf gerade ein eiskaltes, lecker Bierchen auf den Tisch gestellt hat.
Prost!!!!!
Donnerstag, 17. März 2011
Polizeieinsatz auf der Farm
Wenn einmal am Tag ein Auto an unserer kleinen Farm vorbei fährt ist das viel. Gestern war es sogar ein Polizeiwagen, der Streife fuhr. Es war das erste mal, dass wir hier einen Streifenwagen sahen und eine Stunde später, kamen die vier Polizisten zu Fuß über unsere Weiden gestapft. Sie stellten sich ordnungsgemäß vor und nach mehrmaligem "wie geht`s" erklärten sie uns, dass sie auf der Suche nach einer Kuh sind, die in der vergangenen Nacht, bei einem Nachbarn gestohlen wurde.
Viehdiebstahl kommt hier in der Gegend öfter vor und man sollte sein Vieh des Nachts nicht auf der Weide lassen.
Natürlich wurde die Kuh nicht gefunden. Wahrscheinlich hing sie schon zerlegt, in irgendeiner Fleischerei.
Die Strafen für Viehdiebstahl, schrecken nicht wirklich ab, denn für ein bis zwei Millionen Guaranie lassen einen die Polizisten oft laufen, was mit einer Kuh schnell wieder verdient ist.
Bei meiner Zählung heute morgen waren alle Tiere anwesend.
Unser Capataz belehrte mich dann gestern Abend noch darüber, dass die Polizei nicht einfach über unsere Weiden laufen darf, sonder vorher bei mir die Erlaubnis dafür einholen muss. Mir war es egal, diente es doch der Aufklärung eines Diebstahls und wenn die Polizei in dieser Sache was unternimmt, werde ich sie bestimmt nicht aufhalten.
Viehdiebstahl kommt hier in der Gegend öfter vor und man sollte sein Vieh des Nachts nicht auf der Weide lassen.
Natürlich wurde die Kuh nicht gefunden. Wahrscheinlich hing sie schon zerlegt, in irgendeiner Fleischerei.
Die Strafen für Viehdiebstahl, schrecken nicht wirklich ab, denn für ein bis zwei Millionen Guaranie lassen einen die Polizisten oft laufen, was mit einer Kuh schnell wieder verdient ist.
Bei meiner Zählung heute morgen waren alle Tiere anwesend.
Montag, 6. Dezember 2010
Diebe auf der Kartbahn
Eine unverschlossene Hintertür zur Küche, auf der Kartbahn, lud an diesem Wochenende einen oder mehrere Diebe ein, sich bei uns in der Küche zu bedienen. Gestohlen wurde ein Hamburgergrill. Der Gasschlauch wurde ordnungsgemäß abgeschraubt und mit Gasflasche zurückgelassen. Computer, Fernseher, Mixer oder andere technischen Geräte wurden nicht berührt und standen noch an ihrem gewohnten Platz. Da will sich wohl jemand, mit einem Hamburgerstand selbständig machen und holte sich bei uns seine Erstausstattung an Produktionsmitteln. Eine neue Plancha wurde gleich wieder gekauft und kostete uns umgerechnet 100,00 Euro. Der Dieb hat da wesentlich günstiger "eingekauft".
Montag, 21. Dezember 2009
ehrliche Diebe
Handy nass, trocknen lassen in der Sonne und weg war es. Das ist die kurze Geschichte meines Handtelefons vom Samstag. Am Sonntag redete ich mit Nestor(dem Bauführer der letzten Baustelle) darüber und heute kam der Tischler zur Kartbahn und brachte es wieder. Hat ausversehen einer eingesteckt.
Nicht schlimm, denn es ist ja wieder da.
Nicht schlimm, denn es ist ja wieder da.
Samstag, 17. Januar 2009
Dein Freund und Helfer
Computerschaden auf ganzer Ebene. Gleich zwei unserer Computer waren ausgefallen und befanden sich in Reperatur. Heute konnte ich sie wieder abholen und musste in das, ca. 40km entfernte Caacupe, brausen. Marie wollte mich begleiten und bei der Gelegenheit Apfelkuchen vom deutschen Bäcker in Ypacarai mitnehmen. 50 zu 50 steht die Chance, auf dieser Strecke von der hiesigen Polizei angehalten zu werden. Mir blieb der Zwangsstop natürlich nicht erspart und ein netter Polizist fragte mich nach Führerschein und Zulassung. Wir haben heute den 17.Januar und das bedeutet, dass mein Führerschein seit 12 Tagen ungültig ist. Nun gibt es in Paraguay zwei Möglichkeiten die Polizei milde zu stimmen. Man muss sein Auto an Ort und Stelle abstellen, geht dann(zu Fuss) zum Rathaus und bezahlt dort seine Strafe. In meinem Fall wären das 260000,-Gs (ca.40,-Euro) gewesen. Danach bekommt man seine Papiere zurück und kann sein Auto wieder aufsuchen und weiterfahren.
Es gibt aber auch eine einfachere und billigere Variante, die ich dann auch immer bevorzuge. Schmiergeld ist in Paraguay gern gesehen und so einigte ich mich mit dem netten Polizisten auf 40000,- Gs (6,60 Euro). Das Geld wanderte direkt zum Wohle des Volkes in die Tasche des netten Herren und ich konnte meine Fahrt fortsetzen.
Der Rest ist schnell berichtet. Apfelkuchen gekauft, Computer abgeholt und in Tobati, der Töpferstadt Paraguay's, eine LKW-Ladung handgeformte Cottofliesen in Auftrag gegeben.
Am Abend schaute dann unser Computerspezialist Sebastian aus Caacupe noch vorbei und überzeugte sich selbst davon, daß die Computer wieder einwandfrei liefen. Das war natürlich der Fall und Marie war überglücklich ihren PC wieder brummen zu hören.
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