Sonntag, 13. Dezember 2020

Was ist nur aus mir geworden?

 


Bestes "Dritter Advent-Wetter" und Zeit nachzudenken.

Ich weiß nicht genau ab wann es den sympathischen, smarten und klugen Kay nicht mehr gab. War es die Midlife Crisis, purer Egoismus oder einfach nur Dummheit, die mich in den tiefen Sumpf der Verschwörungstheoretiker, Aluhutträger und Faschisten sog, denn da bin ich heute angekommen. Ich glaube begonnen hat alles damit, dass ich im Sommer mit Helmut auf einer Demonstration in Berlin war, um gegen die Corona Maßnahmen der Bundesregierung zu demonstrieren. Am nächsten Tag  waren wir diejenigen, die den Reichstag stürmten.

Wir zwei gehören zu den Menschen, die ihr Leben selbst in der Hand haben und alles hinterfragen. Wir schauen nicht, wir handeln. Wir geben die Verantwortung für unsere Gesundheit nicht in die Hände weiß gekleideter Menschen sondern behalten sie für uns und hören auf unseren Körper, unseren Verstand und unser Herz. Umweltschutz betreiben wir aktiv (gestern 30 Bäume gepflanzt) und unterstützen keine Kinderdemos auf der Straße. Wir bieten Bienen ein zu Hause, kaufen unser Fleisch beim Nachbarn und lehnen Sojaprodukte (obwohl Soja in Paraguay wächst) ab. Wir essen einheimisches und saisonales Gemüse und Obst. Wir stehen morgens auf, frühstücken und machen uns an unsere Arbeit ohne dass wir einen Arbeitgeber haben. Wir streiten uns, dass die Fetzen fliegen um am Ende wieder auf einen Nenner zu kommen. Kurz gesagt wir sind frei.

Doch diese Freiheit ist momentan stark eingeschränkt. Schuld daran ist ein Killervirus, welches weltweit seine Spuren hinterlässt.

Dieses Virus ist so gefährlich, dass die Menschen eingesperrt werden müssen, da sie sonst andere infizieren würden. Die Menschen müssen eine Maske tragen, die nicht sie selbst schützt, sondern andere Menschen. Ich persönlich gehe nur noch vor die Tür, wenn es sein muss. Und das nicht aus Angst vor dem Virus, sondern wegen dem scheiß Lappen vorm Gesicht, der mich nicht frei atmen lässt. Wir sollen Abstand halten und uns nicht die Hände geben, aber das Niesen in die Armbeuge mit anschließendem Ellenbogencheck ist der gängige Coronagruß. Die Bundesregierung beschließt Gesetze ohne die Opposition zu hören. Ich nenne das Aushebeln der parlamentarischen Demokratie. Ups, das ist die Definition für Faschismus. Die Menschen sterben an oder mit Corona - was ist das für ein Schwachsinn. (Ich sterbe an einer Überdosis oder mit einer Überdosis.) Die Zahlen des RKI lassen darauf schließen, dass das neue Virus die Influenza fast ausgerottet hat.

Es gibt so viele Fragen, auf die ich keine Antworten habe oder bekomme. Wenn ich jemanden um Hilfe bitte, wird mir diese verwehrt weil es keinen Sinn hat mit Corona Leugnern zu sprechen. Dabei leugne ich gar nicht, dass es das Virus gibt, ich verstehe nur die Vorgehensweise dieses Killervirus nicht.

Ich glaube daran dass die Erde eine Kugel ist und sich um ihre eigene Achse dreht, so lange es noch erlaubt ist.

Wir wünschen ALLEN Menschen einen schönen dritten Advent


Dienstag, 8. Dezember 2020

Alles hat ein Ende ...?

 Irgendetwas haut hier nicht hin mit Blogger. Alles blass und ohne Farben. Hat sich der Blog etwa ein Virus eingefangen?

Jut, bis das geregelt ist mach ich hier mal weiter.

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Abschied von Else und Hotti

Als wir unsere kleine Farm verkauften, übernahm der neue Besitzer auch den größten Teil unserer Tiere. Unter anderem waren das auch unsere Eselin Else und das Pferd Hotti. Hätte der neue Boss der kleinen Farm die Tiere nicht haben wollen, hätten wir schnell ein neues zu Hause für sie gefunden.
Im Mai reisten wir nach Deutschland und kurze Zeit später informierten mich meine paraguayischen Nachbarn, dass der neue Deutsche Hotti und Else zum Abdecker bringen will. Wir mussten schnell handeln und beauftragten einen Freund, dem Typen die Tiere abzukaufen und erst einmal bei uns unterzubringen. Unser neues Stückchen Land ist nicht groß genug um den Beiden genügend Auslauf zu bieten. So fragte ich einen guten Bekannten, ob er eventuell Interesse an Hotti und Else hätte und dieser war sofort begeistert. Zwei Tage später hieß es dann auch schon Abschied nehmen.
Die Beiden sind gut auf ihrem neuen Land angekommen und können sich nun auf 16 ha richtig austoben. Dank unserer lieben paraguayischen Nachbarn hatten Hotti und Else nochmal Glück und ich kenne einen Typen mehr, mit dem ich nichts zu tun haben möchte..

Mittwoch, 25. November 2020

Endlich wieder ein eisgekühltes lecker B...

Seit gut einer Woche bin ich wieder zu Hause in Paraguay. Aus Anlass des 80-igsten Geburtstag meiner Mutter und den Reisebedingungen auf Grund eines Virus, wurden aus den ursprünglich geplanten 4,5 Monaten Deutschlandaufenthalt nun fast 7 Monate. Jetzt bin ich froh, wieder im warmen bei meiner Liebsten zu sein, die schon vor einem guten Monat in Paraguay landete. Ein Koffer hat es wieder einmal nicht nach Paraguay geschafft und wird, eine Woche nach Landung, immernoch von der Airline gesucht. Ansonsten verlief der Flug reibungslos. Am Flughafen BER habe ich eingecheckt ohne irgendwelche Sondergenehmigungen, Gesundheitstests oder Impfausweise vorzulegen. Von dort ging es dann über Madrid und Sao Paulo nach Foz de Iguazu. Hier wurde ich von Helmut abgeholt und wir gönnten uns noch einen Tag Urlaub in Brasilien.

Am nächsten Tag hakten wir noch einmal am Flughafen wegen des Koffers nach und machten uns dann mit leichtem Gepäck auf den Weg nach Hause. Übrigens meine Einreise in Paraguay interessierte niemanden, obwohl ich doch aus einem "verseuchtem Krisengebiet" kam. Wir passierten die Grenze, als ob die Brücke der Freundschaft von Brasilien nach Paraguay nie geschlossen war. Aber bevor jetzt alle losfliegen, Stop. Das waren meine Erfahrungen über den Landweg von Brasilien nach Paraguay und ich übernehme keine Gewähr, da es ja immerhin noch Einreisebestimmungen (seit heute auch wieder veränderte) gibt. Wir haben uns langsam aklimatisiert und können uns nun wieder mit voller Kraft und einem eisgekühlten lecker Bierchen in den paraguayischen Alltag stürzen.

 

Samstag, 5. September 2020

Gestern im Supermarkt

Zwei Kassen waren geöffnet und die Konsumenten standen in zwei Schlangen mit korrektem Sicherheitsabstand an den Kassen an. Ich schaute mich um. Die Hälfte der Wartenden hatte ihr Atemschutzläppchen ordnungsgemäß über Nase und Mund gebunden. Bei einem Drittel bedeckte der Stofffetzen die Nase nicht und der Rest hatte den Staubfänger leger um den Hals hängen oder gar keinen dabei.

In der Nachbarschlange bemerkte ich, dass eine größere Lücke zu entstehen schien, weil einer der Anstehenden nicht auf den Vordermann aufrückte. Die ältere Dame hinter dieser Person sprach den Mann an und sagte:" Sie können doch schon ihre Ware aufs Band legen." Der Mann drehte sich zu der Frau um und fuhr sie schroff an. "Ich bitte sie. Wir dürfen nicht unvorsichtig werden. Ein halbe Million Tote weltweit, das sagt ja wohl alles. Und wir beide gehören zu denen, die in großer Gefahr sind." Dann wurde der Mann von der Kassiererin aufgefordert seine Ware aufs Band zu legen, was er dann, ohne zu murren, auch schnell tat.

Die Frau, die bis dahin ihren Mundschutz nach Vorschrift trug, zog sich das Ding unters Kinn und atmete tief durch. Dann trafen sich unsere Blicke und da ich mein Gesicht nicht versteckt hatte, konnte sie mein Grinsen sehen und erwiderte dieses mit einem fröhlichen Lachen.

In den letzten Monaten habe ich erlebt, wie etwas, für uns nicht sichtbares, die Welt spalten kann. Familienmitglieder wenden sich von einem ab, wenn man eine andere Ansicht vertritt. Eine langjährige Bekannte ließ uns ihre Wut spüren, weil wir auf der "rechtsradikalen" Demonstration in Berlin waren. Von vielen Freunden und Bekannten hört man nichts mehr.

An dieser Stelle mal ein Lob an die Bundesregierung, die das deutsche Volk so gesund durch die Krise geführt hat und natürlich ein dickes Lob an alle, die so diszipliniert und gehorsam den Anweisungen der Volksvertreter gefolgt sind.(Ironie off)

Doch ich finde ein halbes Jahr mit immer mehr Verboten und Verordnungen reicht. Es ist an der Zeit das Leben wieder zu genießen und zu leben. Es ist an der Zeit seine Mitmenschen wieder zu besuchen und zu umarmen. Es ist an der Zeit frei zu verreisen. Es ist an der Zeit, die Kinder wieder Kind sein zu lassen.

Kurz gesagt, es an der Zeit uns wieder lachen zu sehen.