Der Herbst hat Einzug gehalten in Paraguay und die Temperaturen zwingen zu langer Hose und Socken. Die morgentlichen Temperaturen um 15°C, lassen beim Frühstück schnell den Kaffee kalt werden. Doch rechtzeitig zum Jahreszeitenwechsel, ist unsere neue Küche fertig und wir können unser Frühstück, von Draußen nach Drinnen verlagern. Die alte, kleine Küche und das alte, kleine Badezimmer in unserem Farmhaus sind Geschichte.
Die Zwischenwand wurde entfernt und aus zwei Zimmern wurde Eins gemacht. Die Küchenmöbel hat ein Tischler aus Quiindy gebaut und pünktlich geliefert. Die Möbel wurden von Hand gefertigt und wenn wir das deutsche genauigkeitspeniblequalitätsprüfende Auge zulassen, sind wir zufrieden, mit der 4.800.000Gs teuren Arbeit.
Ein Stück alte Heimat fand nun auch seinen endgültigen Bestimmungsort, denn neben der Spüle von IKEA, hat auch unser Kühlschrank, den wir als einziges Mitbringsel aus der kalten Heimat hier haben, einen neuen Platz gefunden.
Postskriptum: Das Foto vom alten Badezimmer, ist das erste Foto, was ich auf unserer kleinen Farm geschossen habe. Also nix mit Brille hoch und so.
Donnerstag, 29. März 2012
Dienstag, 20. März 2012
und am Abend lecker Krokodilpfanne
Der nächst grössere Supermarkt ist 13km von unserer kleinen Farm entfernt. Doch wir können auch direkt vor der Haustür einkaufen. Am Montag kommt das Gemüseauto, am Dienstag der Fischhändler, am Donnerstag der Getränkelieferant und Freitags gibt es frische Backwaren vom Bäckermobil. Heute haben wir den Fischer`s Fritzen angehalten und geschaut, ob er was Leckeres im Kühlwagen hat.Seine Ware ist fangfrisch aus dem Lago Ypoa und wir entschieden uns heute für ein Stück Krokodil. 5,5kg brachte dieses Stück auf die Waage und für 100.000Gs gehörte es uns.Für Helmut war es das erste mal, dass sie ihre Kochkünste an einem Krokodil beweisen konnte. Ein halben Tag lag es in einer Marinade aus Gewürzen, Knoblauch und Limonen bevor es dann für 45min in den Backofen wanderte. Dazu gab es Reis mit einer Käsesahnesoße.Es war absolut lecker und Krokodil wird nun öfter auf unserer Speisekarte stehen.
Montag, 19. März 2012
wie das Land - so das Internet.....tranquilo
Den Internetstick einfach in den Computer stecken und schon ist man im Internet. Ach, wenn das doch nur so funktionieren würde. Seit einigen Wochen, wird die Geschwindigkeit, mit der wir uns im Internet bewegen, immer langsamer. Inzwischen ist der Datenverkehr so langsam, dass ich schon überlegt habe, meine Blogeinträge mit der Post zu versenden. Beschwerden bei unserem Internetanbieter TIGO brachten keine merklichen Ergebnisse. Auch wurde die Möglichkeit einer festen Internetantenne geprüft und wegen "funktioniert nicht" verworfen. Ein neues Internetmodem sollte nun unglaublich Geschwindigkeit in den Datentransfer auf unserer kleinen Farm bringen.Doch "denkste Puppe". Jetzt empfängt der Computer nur noch an bestimmten Orten und in unmöglichen Stellungen ein paar Daten. Ein Mitarbeiter von TIGO erklärte uns dann am Telefon, dass man an neuen Antennen für unsere Zone arbeitet und es deswegen zu kurzen Ausfällen beim Datentransfer kommen kann. Wir glauben ihm das einfach mal, üben uns in Geduld und ich hole schon mal das Briefpapier aus dem Schrank.
Montag, 12. März 2012
hausgemachter Guajavawein
Im Juli letzten Jahres starteten wir unsere erste Weinprobe mit selbst geernteten Pampelmusen. Das Ergebnis dieses selbstgebrauten Weines, regte bei der Verkostung alle erdenklichen Gesichtsmuskeln zum anspannen an und kein Schwepesgesicht hätte unseren Gesichtszügen das Wasser reichen können. Nun starteten wir den nächsten Versuch mit Früchten der Saison, wobei die Guajava die Grundlage für unseren nächsten Weinherstellungsversuch bildete. Ca.3kg Früchten, 500g Zucker und 8l Wasser, rührten wir vor 4 Wochen zusammen und ließen dem Gährungsprozess seinen Lauf. Vor ein paar Tagen konnten wir dann zum ersten mal ein Glas Wein abzapfen. Das Ergebnis war überraschend. Ein fruchtiger, süßer Sommerwein war entstanden, der auf Eis serviert, genau das richtige Getränk, für die momentanen, heißen Sommernächte ist. Und weil der Wein so gut gelungen ist, habe ich heute gleich noch einen Eimer Guajava gepflückt und Helmut hat einen weiteren Kanister Wein angesetzt.Ich glaube allen so genannten "Weinkennern" stellen sich allein bei dem Wort Guajavawein die Nackenhaare hoch, doch ich denke die Sache liegt im Auge des Betrachters und würde ich die Wahl zwischen einem "1787 Chateau d'Yquem" und einem Guajavenwein vom Weingut Parakay haben, würde mir die Entscheidung nicht schwer fallen.
Mittwoch, 7. März 2012
-Wanted-
Es wurde dunkel und wir mussten das Einfangen auf heute vertagen. Mit einem lauten "Buenas Dias" wurde Helmut dann heute Morgen begrüsst und nachdem einige Landungsversuche am Futternapf missglückten, klappte es dann doch irgendwann und Kicki ließ sich ohne Meckern in ihren Käfig bringen. Ein glückliches Ende und natürlich gab es erst einmal ein paar Streicheleinheiten und ein deftiges Frühstück.
Nun heißt es ausschlafen für Kicki, denn die letzten zwei Tage haben sie doch sichtlich angestrengt und vielleicht erzählt sie uns irgendwann, wie unsere kleine Farm aus der Vogelperspektive aussieht.
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