Dienstag, 14. April 2015

Eine Millionen Aufrufe

Ich habe leider die glatte Millionen verpasst, aber so ist doch auch schön.
Ein dickes Dankeschön an alle unsere Leser.

So ein Gelämmer

Zur Zeit bin ich mal wieder fern der Heimat und arbeite eine Baustelle ab. Helmut schmeißt derweil die Farm alleine und da gab es in der letzten Woche ordentlich zu tun. Los ging es am Dienstagmorgen, als Elisa zwei kleine Lämmermädels zur Welt brachte. Doch ein schlimmer Durchfall ließ nur eines der Beiden am Leben und dank Helmuts liebevoller Pflege wurde dieses auch wieder gesund.
Am Dienstagmittag setzte auch Keko ihre Lämmer auf unserem Farmboden ab. Bei ihr waren es sogar drei Zicklein, wobei eins aber schon tot geboren wurde. Bleiben uns zwei kleine, süße Zickendamen. Aber auch hier verlief nicht alles reibungslos, denn Kekos Nachgeburt kam nicht aus dem Mutterleib. Medizinische Versorgung war dringend notwendig und Helmut bekam auch dieses Problem in den Griff, so dass nun Mutter und Lämmer wohl auf sind.
Am Samstag Morgen konnte ich dann dabei sein, als Jule ihr Zicklein zur Welt brachte. Dieses Mal verlief alles reibungslos und ein kleiner Bock erfreut sich bester Gesundheit.
Insgesamt zählt unsere kleine Ziegenherde nun 9 Weiber und drei Machos, wobei sich auch bei unserer Rosi in den nächsten Tagen ihr Nachwuchs einstellen sollte. Für frische Milch ist jedenfalls die nächste Zeit gesorgt.

Sonntag, 5. April 2015

Ostern 2015

Ich hätte gar nicht gedacht, dass ich so unglaubwürdig bin. Doch die Kommentare auf meinen letzten Post zeigten mir, dass mir nicht alles geglaubt wird, was ich mir von der Seele schreibe. Aber letztendlich hattet ihr natürlich recht. Der Onkel hat nur Spaß gemacht.
Doch nun zu Ostern. Seit letztem Montag befinden wir uns in der Osterwoche 2015 und seit Donnerstag wird das Osterfest, wie in jedem Jahr, wieder ordentlich gefeiert. Der Wettergott bescherte uns für den Donnerstag und Freitag herrlichstes Osterwetter und im ganzen Land qualmten die Steinöfen. Da für den Samstag und Sonntag Regen angesagt war, zogen auch wir kurzer Hand das Festessen vor und machten unseren Tatacua juckig. So gabs dann am Donnerstag leckeres Schweinefleisch am Freitag geschmorten Schaafsrücken.
Gestern kam dann der versprochene Regen und das Sofa war Anziehungspunkt Nummer eins.
Die Kinder unseres Arbeiters bringen ein paar Regentropfen nicht aus dem Konzept und so standen sie heute Morgen pünktlich um acht Uhr bei uns im Garten. Es ist schon Tradition, dass der Osterhase jedes Jahr bei bei uns vorbeischaut und ein paar Süßigkeiten aus seinem Korb verliert. Und das wissen die Kurzen natürlich ganz genau.
In Paraguay ist Ostern nun fast vorbei, doch in Deutschland gibt`s ja Morgen noch einen Feiertag. In diesem Sinne denkt immer daran: "Wer Ostern...
, hat Weihnachten die Bescherung." Euch allen noch ein fröhliches, verbleibendes Osterfest.

Mittwoch, 1. April 2015

Das verflixte siebte Jahr

Wir befinden uns jetzt im siebten Jahr "Abenteuer Paraguay", und wir sind an einem Punkt angekommen, an dem man überlegt, ob die Entscheidung richtig war, nach Paraguay auszuwandern. Wir haben lange überlegt, diskutiert und abgestimmt. Jetzt steht unsere Entscheidung fest. Wir gehen zurück nach Deutschland.
Die Gründe dafür sind verschiedenster Art. Ich möchte zum Beispiel mal wieder eine Boulette in die Pfanne legen, bei der ich die Gewissheit habe, dass das Volumen Selbiger nach kurzer Bratzeit um die Hälfte schrumpft. Ich möchte mal wieder ein Frühstücksei essen, bei dem die Farbe des Eigelbs nicht von der Farbe des Weißei zu unterscheiden ist. Mir fehlt der Briefkasten mit Rechnungen und Mahnungen. Ich möchte mal wieder Besuch von der Polizei bekommen, weil dem Nachbarn meine Gäste zu laut sind. Ich will GEZ-Gebühren bezahlen und ich möchte endlich mal wieder eine Leckerbierchenflasche in der Hand haben, die nur einen halben Liter fast.
Wir denken, dass auch unsere Hunde über unsere Entscheidung froh sind. Nach vielen Jahren wieder mal angeleint zu sein und dabei einen Maulkorb zu tragen ist doch ein Traum. Und auch, dass sie nun Steuern zahlen können.
Ich vermisse den Stress auf der Arbeit, das eigenhändige bedienen der Zapfsäule an der Tankstelle und ich möchte meine Einkaufstüten mal wieder bezahlen.
Was mir aber am meisten fehlt, sind die trüben vernieselten Tage, an denen man sich schön warm anziehen kann, aber am liebsten doch drinnen bleibt.
Und zu guter Letzt, ich möchte gerne wieder eine Uhr tragen, die mir zeigt, dass der Tag schneller vorbei geht, als ich gucken kann.
Also sagen wir good bye Paraguay, hallo Deutschland.

Donnerstag, 26. März 2015

100% Baumwolle

Unser Nachbar hat in diesem Jahr ca. einen Hektar Ackerland mit Baumwolle bestellt.
Der Sommer in diesem Jahr war feucht und so fällt die Ernte sehr gut aus. Insgesamt zehn harte Arbeitstage, vom Pflügen, übers Säen bis zur Ernte braucht ein Arbeiter für die Bestellung, bevor er die Wattebuschel verkaufen kann.
Nach der Ernte und dem Verkauf werden ca. 2.000.000Gs in seiner Hosentasche hängen bleiben und dafür kann er sich schon ein paar Nickis aus 100% Baumwolle leisten.