Sonntag, 10. Februar 2019

Mittwoch, 16. Januar 2019

Baustelleneinrichtung auf der Quinta Parakay

Bevor es auf unserer Baustelle so richtig losgeht, bedarf es ein paar grundlegender Sachen. Das Wichtigste ist natürlich der Kühlschrank, damit immer kalte Getränke gewährleistet sind.
Dann muss Wasser her, denn ohne Wasser läuft auf dem Bau gar nichts. Ein Anruf beim Präsidenten unseres zuständigen Wasserverbandes genügte und ein paar Stunden später stand dieser auf der Baustelle.
"Alles kein Problem. Ihr verlegt eure Leitung bis zu unserer Hauptleitung und wenn ihr fertig seid, gebt ihr uns ein kurzes Zeichen und wir schließen euch dann an."
Gesagt getan. Von unserem Grundstück bis zur Wasserleitung sind es 150 Meter. Spitzhacke , Spaten und Schippe waren gefragt und dann ging es auch schon los. Und wenn man genau hinschaut sieht man, dass die Baustellenversorgung auch schon gesichert ist.
Da wir mit der Leitung unter der "Hauptstraße" durch mussten, sperrten wir diese halbseitig ab und führten den Verkehr einspurig an der Gefahrenzone vorbei. Dabei ist die ordnungsgemäße Baustellensicherung natürlich äußerst wichtig.
Nach einem Tag hatten wir die Wasserleitung verlegt und tatsächlich traf am nächsten Morgen der zuständige Klempner des Wasserverbandes am Ort des Geschehens ein. Schnell war die Wasserader angezapft und unter Druck wurden wir an die Wasserleitung angeschlossen. Eine Wasseruhr gabs nicht, denn ein Wasseranschluss kostet monatlich pauschal 20000 Gs.
Das Thema Wasser ist also erledigt. Jetzt fehlt noch der Strom und da kämpfen wir uns gerade durch die Büros der paraguayischen Stromgesellschaft ANDE.
Auch wenn noch kein Strom für Baumaschine da ist, der Startschuss zum ersten Spatenstich erfolgte trotzdem und seit zwei Tagen sind wir am erstellen der Fundamente und mischen unseren Mörtel mit der Hand.
Der Anfang ist also gemacht und wir liegen voll im Plan. Dieser sieht vor, dass (wenn alles gut läuft) der erste Bauabschnitt Ende März übergeben werden kann.

Sonntag, 6. Januar 2019

Zwischen den Tagen

Zwischen Weihnachten und den drei heiligen Königen passiert nicht viel in Paraguay, außer das überall im Land gefeiert wird. Ein Vorteil ist, dass es auch in der Hauptstadt relativ ruhig ist, wenn man sich nicht gerade zu heilig Abend oder Silvester dort herumtreibt.
Im Rahmen einer Bildungsreise waren wir am 2.Januar in Asuncion. Es galt unser Wissen über die paraguayischen Baumaterialien aufzufrischen. Auf unserem Weg lagen auch zwei Hersteller von Fenstern und Türen, dabei ist die Auswahl an Türen und Fenstern heute relativ groß.
Und wer jetzt denkt, mit deutschen Fenstern kann hier keiner mithalten, der irrt.
Mit dem richtigen Geldbeutel bekommt man heute, vom doppelten Isolierglas bis hin zum Kunststofffenster mit Aluminiumkern, alles.
Die Preise für diese Qualitätsfenster sind ähnlich wie in Deutschland und da stellt sich mir natürlich die Frage; " Brauche ich hier überhaupt ein doppeltes wärme- und schallisoliertes Fenster?" Das jedoch ist jedem selbst überlassen und ich denke, wenn ich an einer Hauptstraße in Asuncion wohne, macht sich ein schallisoliertes Fenster schon ganz gut. Und außerdem bleibt das eisgekühlte lecker Bierchen bei einer ordentlich wärmeisolierten Fensterscheibe länger frisch.


Freitag, 28. Dezember 2018

Auf die Plätze, fertig, los

Bis Ende April haben wir Zeit, unsere sieben Sachen zu packen und uns von unserer kleinen Farm zu verabschieden. Das heißt, in drei Monaten brauchen wir ein neues zu Hause.
Wir wollten uns verkleinern und das passende Grundstück haben wir schon gefunden. Ein Hektar jungfräuliches Land, welches wir schon seit drei Jahren bewirtschaften und das nur einen km von unsere kleinen Farm entfernt liegt, verlangt nun nach unserer vollsten Aufmerksamkeit
Jungfräuliches Land nenne ich es deswegen, weil es keinerlei Aufbauten, keinen Wasseranschluss oder gar Stromanschluss hat und auch ein Titel ist noch nicht vorhanden. Es werden also einige Papiere durch unser Büro flattern, doch das hält uns nicht davon ab, mit den Arbeiten zu beginnen. Als erstes brauchen wir eine halbwegs befahrbare Zuwegung und nach einem Tag Arbeit ist auch schon etwas Licht ins Gestrüpp geschlagen.
Einige werden jetzt sagen: "Ihr seid doch verrückt!" Da kann ich nur sagen, "Ja!".

Sonntag, 23. Dezember 2018

Das Leben ist Veränderung

Kinder wie die Zeit vergeht. 10 Jahre ist es nun schon her, dass wir das Abenteuer "Auswandern nach Paraguay" in den Angriff nahmen. Wenn ich heute selbst den Blog durchstöber sehe ich erst, was in diesen 10 Jahren alles passiert ist. Es war eine aufregende Zeit und wir haben die Entscheidung nach Paraguay zu gehen bis heute nicht bereut.
Inzwischen sind wir zu Pendlern geworden. Die Sehnsucht nach der Familie und der paraguayische Winter treibt uns von Mai bis August in die alte Heimat und so sind wir auf der Südhalbkugel genauso zu Hause wie auf der Nordhalbkugel.
10 Jahre ist es nun auch schon her, dass wir den ersten Schritt auf unsere kleine Farm machten. Was Anfangs zur Erholung gedacht war, entwickelte sich mehr und mehr zu unserem Lebensmittelpunkt und bald schon zog es uns ganz auf unsere kleine Farm. Wir lernten uns selbst zu versorgen, ob mit eigener Wurst und frisch gemolkener Milch, eigenem Gemüse oder selbstgebrautem lecker Bierchen. Und zwischen dem Melken und Radieschenpflücken hatten wir trotzdem noch genug Zeit, der kleinen Farm unseren eigenen Stempel aufzudrücken.
Wer uns kennt weiß, dass wir noch nie so lange an dem selben Ort gelebt haben, wie auf unserer kleinen Farm. Doch durch unser Doppelleben in Paraguay und Deutschland sind wir nicht mehr mit voller Kraft auf der Farm und es schleicht sich langsam so etwas wie Alltag in unser Leben.
Das Leben ist Veränderung, Stillstand ist der Tod.
So war unser Entschluss gefasst und wir suchten Menschen mit frischer Energie für unsere kleine Farm.
Ab kommenden Mai ist es dann soweit. Wir übergeben die Torschlüssel an die neue Geschäftsführung und widmen uns neuen Aufgaben.
Wie diese Aufgaben aussehen werden, gibt es dann hier wieder frisch aus der Tastatur zu lesen. Und so bin ich auch schon beim Thema Blog gelandet.
Vor 10 Jahren huschte der erste Blogeintrag auf dieser Seite durchs www und während es Anfangs täglich etwas Neues zu  berichten gab, sind die Einträge in letzter Zeit sehr rar geworden. Das liegt nicht etwa daran, dass ich schreibfaul oder lustlos war, sondern eher am leeren Kopf. Nein ich meine nicht das lecker Bierchen (das war immer vorrätig), sondern es fehlten einfach neue Geschichten.
Ich habe also Hoffnung, dass es im neuen Jahr auch wieder mehr Post auf diesem Kanal geben wird.
Jetzt heißt es aber erst mal Weihnachten 2018 zu feieren. In der Nachbarschaft dröhnen schon überall die Boxen und Blitzknaller stören die sonst so idyllische Ruhe hier auf der Farm.
In diesem Sinne wünschen wir euch allen eine fröhliche heilige Nacht und ein friedliches, entspanntes und erholsames Weihnachtsfest.