Dienstag, 24. April 2018

Farmpause

In Paraguay steht der Winter vor der Tür und in Deutschland wartet die Arbeit auf uns. Am Sonntag hat unser Capataz Elso die Schlüssel und die Verantwortung für unsere kleine Farm übernommen und wir haben uns auf den Weg in Richtung Deutschland gemacht. Den deutschen Sommer über werden wir nun in der alten Heimat anzutreffen sein. Hier im Blog wird in dieser Zeit nicht viel passieren, aber wer Lust hat, kann gern in unser neues Blog "Alles unter Dach und Fach - Abenteuer Reetdachhaus" schauen, das wir gerade einrichten. Bevor es aber richtig los geht, machen wir noch ein paar Tage Urlaub am Strand und legen einen kurzen Stop in Brasilien ein. Und wie es sich für uns gehört, begann der Urlaub auch gleich etwas chaotisch, denn unseren Mietwagen ließen wir nach schlappen 3km gleich absaufen und mussten einen neuen ordern.
Die Regenwolken haben sich heute verzogen und die Sonne lädt zum Strandspaziergang ein.
Mit einem eisgekühlten lecker Bierchen melden wir uns hiermit ordnungsgemäß für die nächste Zeit ab.

Montag, 16. April 2018

Ruhestörender Lärm am Sonntagvormittag

Der gestrige Sonntag begann mit einem fantastischen Sonnenaufgang.
Doch die sonntägliche Ruhe sollte nur von kurzer Dauer sein, denn kurz nach 8.00Uhr knatterte eine Rallye bei uns am Farmtor vorbei.
Eine Woche zuvor wurden wir durch einen Zettel davon in Kenntnis gesetzt und wir sollten doch darauf achten, dass sich keine Tiere auf der Strasse befinden.
Mit schlappen, geschätzten 80kmh staubten zuerst die Motorräder, dann die Quads und zum Schluss die Autos an unseren Nasen vorbei. Schlau wie ich bin, hatte ich am frühen Morgen die Straße ordentlich gewässert, so dass sich der Staub vor der Tür in Grenzen hielt. In Sachen Sicherheit, war dieses ganze Spektakel eine absolute Lachnummer, denn es gab keine Streckenposten oder Absperrungen.
Gegen Mittag war dann die ganze Sache endlich vorbei und wir konnten uns wieder den wichtigen Dingen des Lebens zuwenden. Der Ofen war angeheizt und musste nur noch bestückt werden.
Ente kross stand auf der Speisekarte und machte den Sonntag zu einem perfekten Sonntag.
Für uns beginnt nun die letzte Farmwoche, bevor es am kommenden Sonntag wieder in Richtung Europa geht.

Dienstag, 6. März 2018

Die Natur machen lassen oder besser; wachsen lassen

Der natürliche Baumbestand auf dieser Welt wird bekanntlich immer kleiner. Überall wird abgeholzt was die Kettensäge hergibt und gerade in Paraguay werden immer wieder Wälder gerodet um Platz für den Sojaanbau zu schaffen oder Weideflächen für das liebe Vieh zu kultivieren. Aufforsten heißt da das Motto und eine Art der Aufforstung ist das Pflanzen von schnell wachsenden Bäumen. Und wie schnell die wachsen, kann ich selbst bei uns auf der Farm beobachten. Zum Beispiel bei meinen Eukalyptusbäumen, die ich vor knapp zwei Jahren in die Erde steckte.
Bei dieser Wachstumsgeschwindigkeit kann verständlicher Weise kein besonderes Holz herauskommen, aber es ist ein Anfang um die Welt zu retten.
Besser ist es, im Gegensatz zu geordneten Anpflanzungen, der Natur freien Lauf zu lassen, um sich selbst zu erneuern. Lässt man in Paraguay zum Beispiel ein Stück Land für ein Jahr brach liegen, wird man bald sehen, dass sich die Bäume ihren Platz wiederholen und überall kleine Pflänzchen aus der Erde sprießen. Voraussetzung dafür sind Schutzmaßnahmen gegen wilde Tiere wie auf unserer kleinen Farm gegen, Pferd, Rind, Esel oder Ziege.
Ich halte stets Ausschau nach neuen Baumkindern, sei es beim Rasen mähen oder beim Futtergras schneiden. Immer wieder entdecke ich dann frische Pflänzchen, die ich frei lege und stehen lasse. Mit etwas Glück werden sie dann in ein paar hundert Jahren bis weit in den Himmel ragen. Die Pflänzchen von heute wären da zum Beispiel der Lapacho. Nicht ganz einfach zu erkennen, da er in seinem ersten Lebensjahr noch nicht mit fünf Blättern, die wie an einer Hand angeordnet sind, daher kommt.
Geben wir dem Kleinen noch 700 Jahre Zeit und er wird unseren ganzen Berg beschatten.
Etwas schneller gehts da schon bei Bäumen wie dem Yvyrapyta oder Curupay. Dieser Zwerg hier sollte schon in 100 Jahren ein stattlicher Baum sein.
Und was habe ich von diesen Bäumen? Freude und vielleicht erlebe ich es noch, dass sie so viel Schatten spenden, dass ich unter ihnen genüsslich ein eisgekühltes lecker Bierchen schlürfen kann.

Freitag, 2. März 2018

Baden am Fuße des Salto Cristal

Er ist für mich eines der schönsten Ausflugsziele Paraguays und immer wieder faszinierend, der Salto Cristal. Ca. 60km von unserer Farm plätschert er aus 45m Höhe in ein 12m tiefes Felsbecken - kristallklar und prickelnd kalt. In den vergangenen Tagen hatten wir Besuch von Martin und Bärbel und sie kannten den Wasserfall bis dahin nur aus der Vogelperspektive. Grund genug, dem Naturspektakel einen Besuch abzustatten. Früher brauchte man zum Abstieg ins Tal festes Schuhwerk und musste gut zu Fuß sein. Heute erleichtert den Abstieg eine, zwar abenteuerliche, aber zweckmäßige Treppe. Der Eintritt für eine Person beläuft sich auf 20000Gs.
Und es hat sich einiges getan in den letzten Jahren. Die Bretterbude, welche die Toilette darstellte, wich zwei massiven Häuschen mit Toiletten für Männer und Frauen. Auch in Punkto Sicherheit gab es ein paar neue Regeln. So sind Hinweisschilder aufgestellt, die das Baden nur mit Schwimmweste erlauben, was sinnvoll erscheint, wenn man bedenkt, dass viele Paraguayer nicht schwimmen können. Auch ist das Trinken von alkoholischen Getränken untersagt, denn mit ein paar Promille kann die steile Treppe schnell zu unschönen Verletzungen führen. Ok, gegen ein lecker Bierchen hat niemand etwas, aber bitte den Müll mitnehmen.
Und heute gibt es mal keine Fotos sondern ein kleines Video, selbst gebastelt.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Winter - Sommerurlaub 2018

War es nun Winterurlaub oder Sommerurlaub? Ganz egal, drei Wochen sind rum und morgen geht es wieder nach Hause auf unsere kleine Farm. Hinter uns liegen ein paar kalte Tage in Deutschland, bei Familie und Freunden und es gab sogar einen Hauch von Schnee.
Der Weg von Deutschland nach Paraguay ist nicht gerade ein Katzensprung, also eine gute Gelegenheit für ein kleinen Zwischenstop, zum Beispiel in Lissabon.
Lissabon, mit seiner schönen Altstadt, ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert. Und wer sich dann noch mit Marihuana eindecken möchte, kommt hier voll auf seine Kosten. An jeder Straßenecke und in jedem Lokal bekamen wir von fliegenden Kanabishändlern, die als Sonnenbrillenverkäufer getarnt waren, die Wunderpflanze angeboten.
Von Lissabon aus ging es dann weiter nach Recife in Brasilien. Hier mieteten wir uns für vier Tage ein kleines Auto und erkundeten die nördlich gelegene Umgebung von Recife.
Gut erholt geht es nun heute Nacht weiter nach Sao Paulo und morgen Nachmittag sollten wir wieder auf unserer Farm sein.
So und zum Abschluss, wie gewünscht, extra noch ein Foto für Raik.

Samstag, 13. Januar 2018

Urlaub in Paraguay

In diesem Moment befindet sich unsere Tochter Marie im Landeanflug auf Lissabon. Knapp zwei Wochen Paraguayurlaub sind vorbei und Marie ist mit ihren Freunden auf dem Weg ins winterliche Deutschland.
Nun ist Paraguay nicht unbedingt ein typisches Urlaubsland, und doch kann man hier einiges unternehmen. So besuchten die Vier die Wasserfälle von Foz de Iguazu sowie den kleineren Bruder, den Salto Cristal und waren begeistert von dem Naturspektakel.
Zum Farmurlaubsbespaßungsprogramm gehört auch immer das Erklimmen des Cerro Acahay, um sich einmal einen "Überblick" von Paraguay zu beschaffen.
Natürlich wurden auch die einen oder anderen lecker Bierchen vernichtet, ob auf der Farm oder bei Freunden.
Und wenn mal Entspannung auf dem Plan stand, tauchten die Vier ins ganz normale Farmleben ein.
Es war eine schöne Zeit mit Marie, Christoph, Tommy und Nicole und wir hatten jede Menge Spaß.
Nun heißt es für die Vier wieder dicke Jacke und Socken anziehen, um den derzeitigen, deutschen Temperaturen zu zu trotzen.