Nach ca. einem halben Jahr kann das erste Gras geschnitten werden und das liebe Vieh wird sich freuen.
Donnerstag, 2. September 2010
Zuckerrohranpflanzung
Aus Zuckerrohr wird nicht nur Zucker oder Zuckerrohrschnaps gemacht, sondern es dient auch als Futter für das liebe Vieh. Pflanzen kann man es zu jeder Zeit, und auch wir erweitern unsere Anpflanzungen von Zuckerrohr und Kamerungras. Mit dem Pflug werden als erstes die Furchen für die Anpflanzungen gezogen.
Will man Gutes für die Pflanzen, empfiehlt es sich gleich etwas Dung mit in die Furchen zu geben, bevor man dann Zuckerrohr oder Kamerungras schneidet und als ganzes in die Furchen legt.
Nun werden die Grasstengel nur noch mit Erde bedeckt und nach kurzer Zeit schiessen die neuen Pflanzen aus dem Boden.
Nach ca. einem halben Jahr kann das erste Gras geschnitten werden und das liebe Vieh wird sich freuen.
Nach ca. einem halben Jahr kann das erste Gras geschnitten werden und das liebe Vieh wird sich freuen.
Mittwoch, 1. September 2010
Unfall ohne Personenschaden
Bevor ein Ochsengespann richtig arbeiten kann, muss man den Tieren einiges beibringen. Dass zwei Ochsen aber auch ihren eigenen Willen haben und den, wenn es sein muss mit viel Kraft durchsetzen, konnten wir soeben hautnah miterleben. Eine Carreta voll Kuhmist sollte beladen werden, aber die auszubildenden Ochsen wollten irgendwie nicht an dieser Haltestelle anhalten und blieben erst in unserem Tatakua stehen.
Der ist dann wohl hin, und unser Nachbar Christian fand die richtigen Worte dafür. "Kaputti!" Wir nehmen es mit Humor und am Ende mussten auch Elso und Christian lachen.
Es wird natürlich wieder ein Neuer gebaut und der bekommt dann auch einen anderen Platz in der Nähe des Grills.
Einige Übungsstunden werden die beiden Ochsen wohl noch benötigen um sich ordnungsgemäss im Verkehr zu bewegen.
Und ich werde jetzt mal anfragen, ob meine KFZ-Versicherung die Schadensregulierung übernimmt.
Einige Übungsstunden werden die beiden Ochsen wohl noch benötigen um sich ordnungsgemäss im Verkehr zu bewegen.
Dienstag, 31. August 2010
Bedienungsfehler
Unsere Motorsense ist jetzt 18 Monate ohne Probleme gelaufen. Jetzt kam die erste Reparatur. Die Zahnräder der Antriebswelle waren abgenutzt und das Sensenblatt drehte sich nicht mehr. In Asuncion bekamen wir das neue Teil, welches aber mit 400.000Gs nicht gerade preiswert war. Auf die Frage, worauf der Verschleiss zurückzuführen ist, erklärte man uns, dass die Feststellfunktion des Gashebels nicht benutzt wurde und die Sense mit Gas, ohne Gas, mit Gas, ohne Gas, bedient wurde.
Ein paar kleine Preisverhandlungen und ich konnte zu dem Ersatzteil, noch einen Glasfieberspaten mit lebenslanger Garantie abstauben.
Ich bin gespannt ob der Spaten so alt wird, wie er verspricht und ab sofort wird die Motorsense nicht mehr brrn, brrn, brrn machen, sondern brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr...n.
Ein paar kleine Preisverhandlungen und ich konnte zu dem Ersatzteil, noch einen Glasfieberspaten mit lebenslanger Garantie abstauben.
Montag, 30. August 2010
Wochenend und Sonnenschein
Endlich Montag. Es war ein anstrengendes Wochenende welches mit einem Tag in Asuncion begann. Einige Dinge bekommt man nur in unserer Hauptstadt und da muss man sich dann ab und zu mal in das südamerikanische Getümmel stürzen.
Am Samstag Abend, gab Volker, der zwischen Polen, Deutschland und Paraguay hin und her pendelt, seine Wiedersehensparty und eine Menge lecker Bierchen sorgte für einen verschwommenen Sonntag.
Heute ist der Blick wieder klar und die Woche kann beginnen. Unsere kleine Farm, wird noch einen Tag auf uns warten müssen, denn auf der Kartbahn läuft die Saisonvorbereitung und es sind noch einige Sachen abzuarbeiten.
Donnerstag, 26. August 2010
Lagerfeuergeschichten
Wenn wir, nach einem "langen, harten Tag" auf der Farm, abends am Lagerfeuer sitzen, wird über dies und das geredet. Oft mit dabei, ist unser Capataz Elso. Er weiss immer, was es auf unserem Berg Neues zu berichten gibt und hat immer wieder neue Lebensweisheiten auf Lager.
Die Stromversorgung auf unserer kleinen Farm funktioniert, wirft aber des Öfteren Fragen auf. So ging gestern, wie immer wenn jemand warm duscht, auf unserer Granja das Licht, Musik und auch der Kühlschrank aus. Als Helmut wieder aus dem Bad kam, ging alles wieder an. Alles war wie immer und wir unterhielten uns mit Elso über diesen black out.
"Nicht nur ihr habt, wenn ihr duscht keinen Strom, sondern alle zehn Haushalte in unserer Nachbarschaft, auch nicht." Oh, das habe ich nicht gewusst, aber es war doch ein wenig witzig.
Dann rückte Elso aber mit der eigentlichen Katastrophe raus. "Meistens duscht ihr zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr. Und da sitzt das ganze Dorf vor seinem Televisor und schaut seine Telenovela." Welch katastrophale Situation, denn dem Paraguayer seine Telenovela ist ihm heilig und man sollte ihn nicht dabei stören und schon gar nicht seinen Fernseher abschalten. Und wir gehen einfach in der Telenovelazeit duschen.
Jetzt, wo wir wissen, dass wir schuld daran sind, dass das hauptsächlich weibliche Geschlecht aus unserer Nachbarschaft, am nächsten Morgen nicht mitreden kann, werden wir unser sträfliches Duschverhalten ändern und bereuen jeden warmen Wassertropfen zur falschen Zeit.
Die Stromversorgung auf unserer kleinen Farm funktioniert, wirft aber des Öfteren Fragen auf. So ging gestern, wie immer wenn jemand warm duscht, auf unserer Granja das Licht, Musik und auch der Kühlschrank aus. Als Helmut wieder aus dem Bad kam, ging alles wieder an. Alles war wie immer und wir unterhielten uns mit Elso über diesen black out.
"Nicht nur ihr habt, wenn ihr duscht keinen Strom, sondern alle zehn Haushalte in unserer Nachbarschaft, auch nicht." Oh, das habe ich nicht gewusst, aber es war doch ein wenig witzig.
Dann rückte Elso aber mit der eigentlichen Katastrophe raus. "Meistens duscht ihr zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr. Und da sitzt das ganze Dorf vor seinem Televisor und schaut seine Telenovela." Welch katastrophale Situation, denn dem Paraguayer seine Telenovela ist ihm heilig und man sollte ihn nicht dabei stören und schon gar nicht seinen Fernseher abschalten. Und wir gehen einfach in der Telenovelazeit duschen.
Jetzt, wo wir wissen, dass wir schuld daran sind, dass das hauptsächlich weibliche Geschlecht aus unserer Nachbarschaft, am nächsten Morgen nicht mitreden kann, werden wir unser sträfliches Duschverhalten ändern und bereuen jeden warmen Wassertropfen zur falschen Zeit.
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