Freitag, 29. November 2013

Woche des Stieres

Drei Tage kämpften wir um unser neugeborenes Kalb, dass am Montag das Licht unserer Farm erblickte, aber nicht auf eigenen Füssen stehen konnte. Diagnose: Weißmuskelkrankheit, welche durch Vitamin E- oder Selenmangel hervorgerufen wird. Alle drei Stunden gab`s das Fläschchen, doch am Ende war der Babystier zu schwach und musste aufgeben. Traurig, aber das Framleben geht weiter und so bekam gestern, wie geplant, unser vier Jahre alte Stier sein letztes Frühstück, bevor er in den Kühlschrank wanderte. Knapp 200kg Fleisch müssen nun verarbeitet und eingefroren werden.
Natürlich können wir dieses nicht alleine essen und so verkaufen wir einen Teil des Fleisches in unserer Nachbarschaft. Ein kleines Schild am Haus reicht aus, um den Nachbarn zu signalisieren: "Hier gibt`s frisches Rindfleisch".
Wir dürften mit unserem Vorrat wieder ein halbes Jahr über die Runden kommen und für leckere Rouladen, saftiges Rumpsteak oder zartes Filetsteak brauchen wir nur in die Gefriertruhe greifen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

hola,
schade um den kleinen.
könnte man das stierkalb nicht essen?spanferkel werden doch auch gegessen.
lg toka

parakay hat gesagt…

Huhu,
wenn wir das Kälbchen hätten essen wollen, hätten wir uns vor dem natürlichen Herzversagen dafür entscheiden sollen. Wir hatten uns aber für den Rettungsversuch entschieden. Es klappt eben nicht immer alles so, wie man es will.
LG von der Farm

Anonym hat gesagt…

Warum mußte denn der Stier geschlachtet werden. War der auch krank.
Mutti

Anonym hat gesagt…

Jetzt mal eine dumme Frage von einem Unwissenden. Kann man ein Tier, was von alleine umkommt, nicht essen???
Lg Petra

Anonym hat gesagt…

hi parakay,

Wie kann die NMD oder Weißmuskelkrankheit behandelt werden?

Wird die Erkrankung festgestellt, ist es unbedingt nötig, den Mangelzustand in der gesamten Herde zu beheben.
Dazu gibt es zwei wichtige Therapieansätze, die beschritten werden sollten: einerseits die zusätzliche regelmäßige Zufuhr von VitaminE/Selen-angereicherten Mineralstoffmischungen bei den Muttertieren um längerfristig und nachhaltig den Mangel auszugleichen, andererseits die akute Behandlung der Jungtiere mit Selenpräparaten.
Die Behandlung bereits festliegender Jungtiere kommt in den meisten Fällen zu spät, weshalb das Hauptaugenmerk auf die Vorbeugung weiterer Krankheitsfälle in der Herde gelegt werden muss. Bei festliegenden Jungtieren ist die Muskelschädigung bereits so weit fortgeschritten, dass eine Heilung der Tiere sehr unwahrscheinlich ist und – sollte die Behandlung doch ansprechen – in den meisten Fällen mit Spätfolgen wie plötzliche Todesfälle in den ersten Lebensmonaten durch Herzversagen bzw. Kümmern zu rechnen ist.
Im Frühstadium der Erkrankung ist eine Behandlung jedoch unumgänglich und notwendig, um weitere Ausfälle zu vermeiden. Bei einmaliger Verabreichung von VitaminE-Selenpasten bzw. VitaminE-Seleninjektionen kann bereits nach wenigen Tagen eine deutliche Besserung bis völlige Genesung eintreten

.... toi toi toi, dass nicht deine anderen tiere krank sind,

lg nach py

parakay hat gesagt…

Vielen Dank für diese ausführliche Information und liebe Grüße von der Farm.