Mittwoch, 15. September 2010

Quincho 1.Bauabschnitt

Seit dem letzten Donnerstag waren die Quinchobauer auf unserer kleinen Farm. Trotz Regenwetter am Montag, flog gestern Abend das letzte Bündel Gras auf das Dach und die Jungs beendeten ihre Arbeit.Alles in Allem kostete uns, die 4m mal 7m grosse Konstruktion, 3.500.000Gs und ein zünftiges Asado. Jetzt fehlen noch Strom und Wasseranschluss, so wie fester Boden unter den Füssen.
Als die Sonne unterging fuhren die Männer wieder zu ihren Familien und auch wir machten uns gestern auf den Weg zurück nach Aregua.

Montag, 13. September 2010

unser erstes Kalb

Nachdem unsere Wista am Freitag ihre Welpen bekommen hat, wurden wir heute, bei unserer Ankunft auf der Farm, ebenfalls von Nachwuchs überrascht.Unser erstes, eigenes Kalb hat ebenfalls am Freitag das Licht der Welt erblickt.Es ist eine kleine Kuh und Mutter Kind sind wohl auf. Ich bin stolz wie Bolle und natürlich gibt`s heute Abend, darauf ein lecker Bierchen.

Freitag, 10. September 2010

die Welpen sind da

Rein rechnerisch sollten die Jungen von unserer Wista erst nächste Woche zur Welt kommen, aber Hunde haben nun mal keinen Kalender und als wir heute in Aregua ankamen, fehlte unsere Rotweilerhündin bei der Begrüssung. Nach einer kurzen Suche, entdeckten wir sie in einem Versteck unter der Grundstücksmauer mit ihren neuen Babys.Ich selbst habe gesehen, dass Wista einen grossen, braunen Mischlingsrüden geliebt hat, aber die Welpen fallen total aus der Rolle. Auf unserer Farm warten wir jeden Tag auf unser erstes Kalb und Wista legt uns mal schnell drei Stück ins Nest.Eigentlich hatten wir schon einige Interessenten für die Welpen, aber wer will schon eine kleine Kuh, die nicht einmal Milch gibt.

Bau unseres Quincho

Vor zwei Wochen bestellten wir beim Tischler in Acahay zwei Fensterläden. Pünktlich und in guter Qualität konnten wir diese dann abholen. Weil uns die Arbeit gefiel, fragten wir nach, ob er auch einen Quincho bauen kann. In Paraguay spielt sich das Leben hauptsächlich im Freien ab und ein Quincho ist ein grosszügiges Dach, welches meist mit Gras(Paja) gedeckt ist und oft von einer Holzkonstruktion getragen wird. Es bietet Schutz vor der Sonne und Hängematte und Schaukelstuhl laden zum Faulenzen ein.
Selbstverständlich könne er dieses bauen, sicherte uns der Tischler zu und machte ein Preisangebot. Für 3.500.000Gs bekam der Tischlermeister den Auftrag und gestern Mittag, nach nur drei Tagen, standen er und vier Kollegen mit dem vorgefertigten Holz bei uns vor der Tür.
Heute steht bereits das Grundgerüst und die Männer wollen bis Dienstag fertig sein.
Leider ist das Akku meiner Kamera nicht mehr Willens Strom zu liefern und daher wird es die Fotos erst in der nächste Woche geben. Wenn kein Regen dazwischen kommt, dürfte dem Grillfest und der Einweihung des Quinchos am Dienstag nichts im Wege stehen.

Donnerstag, 9. September 2010

ausgewandert nach Paraguay

Vor einiger Zeit, fragte mich meine Mutter, ob wir uns noch wohlfühlen in Paraguay und ob unsere Entscheidung, nach Paraguay auszuwandern, die richtige war.
Es gibt bestimmt einige Sachen, die uns in Paraguay nicht gefallen, wie bettelnde Kinder an den Kreuzungen der Hauptstadt, wilde Müllhalden an den Strassenrändern oder abgemagerte und kranke Strassenhunde.
Es gibt einige Dinge, die sind nicht anders, als in Deutschland. Auch hier findet man deutsches Brot oder deutsche Wurst. Es gibt deutsche Gaststätten mit Stammtischen und den dazugehörigen Geschichten und auch Mercedes und Volkswagen fahren auf paraguayischen Strassen.
Und sicherlich haben wir einen anderen Blickwinkel auf Paraguay, als ein Paraguayer, der jeden Tag kämpfen muss, um für sich und seine Familie das Essen auf den Tisch zu bekommen.
Aber bis heute haben wir den Tausch, von zwei Monaten Sommer gegen 300 Sonnentage, 750qm Grundstück mit fünf Nachbarn gegen 75.000qm Farm mit Bach und Wasserfall, Konsumrausch gegen Badelatschen, RTL und Sat1 gegen Sonnenuntergang und Glühwürmchen, Schnellstrassen und Autobahnen gegen Holperstrassen und Sandwege, frieren gegen schwitzen, schnell gegen langsam und natürlich Berliner Kindl gegen Pilsen, nicht bereut.
Heute sind wir zwei Jahre in Paraguay und ich finde, ein bisschen Paraguay steckt auch schon in uns.