Samstag, 15. November 2014

Argentinien die Dritte und die Ausfahrt aus dem Hafen.

Seit Dienstag Mittag waren wir nun unterwegs. Eine Nacht im Bus und zwei Nächte in verschiedenen Hotels liegen hinter uns. Heute nun sollten wir unser Auto aus dem Hafen kriegen und die Voraussetzungen scheinen günstig. Der Zoll hat grünes Licht gegeben, das Auto ist abgeladen und steht auf dem Hafengelände von Zarate und es fehlt nur noch die Überprüfung, ob das Fahrzeug mit allen Papieren übereinstimmt. Wir sind pünktlich morgens um 9.00Uhr am Hafen und setzen uns in die Cafeteria. Der Zollbeamte, mit dem wir um 9.00Uhr verabredet sind erscheint auch fast pünktlich um 10.30Uhr. Mit uns warten noch einige Wohnmobilbesitzer auf ihre motorisierten Wohnstuben. Diese werden alle von einer Mitarbeiterin von "Plate Logistics", bei der auch wir unsere Frachtpapiere vor zwei Tagen in Empfang nahmen, betreut. Anfangs ist sie auch nett und freundlich zu uns, doch als sie erfährt, dass wir die Zusammenarbeit mit ihrem Unternehmen abgelehnt haben, ist von dieser Freundlichkeit nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil. Wir werden irgendwie das Gefühl nicht los, dass sie uns die Abwicklung am Hafen erschweren will. Doch gegen kurz vor 13.00Uhr kommt dann die endgültige Freigabe vom Zoll. Kosten dafür 0 Geld. Nun wurden nur noch die Hafengebühren fällig, welche sich auf 1377,35 argentinische Peso (ca. 130€) beliefen. Alle Papiere sind komplett und Helmut wird zu ihrem Auto gebracht. Ich warte in der Zwischenzeit in der Cafeteria. Eine Stunde vergeht und ich sehe die ersten Wohnmobile das Hafentor passieren. Eine weitere Stunde vergeht, ohne das etwas geschieht. Ich fange an mir Sorgen zu machen und nach einer weiteren Stunde verlasse ich die Cafeteria und positioniere mich am Hafentor. Dann um 16.00Uhr sehe ich Helmut, doch ihr Auto hat sie nicht dabei. Sie ist aufgebracht und meint, dass wir zum Kommissariat von Zarate müssen und eine Anzeige machen. Die Nummernschilder vom Auto sind geklaut und ohne diese und eine Anzeige dürfen wir nicht durch Argentinien reisen. In einer Stunde schließt der Hafen und ich gebe die Hoffnung auf, dass wir unser Auto an diesem Tag noch bekommen. Das würde bedeuten, dass wir weitere zwei Tage in Argentinien bleiben müssen, weil am Wochenende nichts im Hafen passiert.
Mit dem Taxi gehts zur Polizeiwache und nachdem wir etwas Druck machen, erbarmt sich eine Beamtin unsere Anzeige zu Papier zu bringen. "Nun aber schnell." Kurz von 17.00Uhr sind wir wieder am Hafen und tatsächlich rollen die Räder unseres Autos kurz vor Toreschluss aus dem Hafen. Ich frage Helmut, warum die Wohnmobile so schnell abgefertigt wurden und sie so lange brauchte. "Ich musste auf den Drogenhund warten, welcher unser Auto noch durchsuchen sollte." Die Vermutung liegt nahe, dass da jemand nicht wollte, dass wir unser Fahrzeug an diesem Tag noch mit nach Hause nehmen sollten. Doch es war geschafft und ohne Nummernschilder ging es nun in Richtung Paraguay. Wir waren gespannt, was uns an der Grenze erwartet und ob es irgendwelche Komplikationen geben wird. An diesem Abend verließen wir noch den Großraum von Buenos Aires.
Nach knappen 200km schlugen wir dann unser Nachtlager an einer Raststätte auf und schliefen ein paar Stunden in unserem Auto, ehe wir am Samstagmorgen gegen 5.00Uhr unsere Reise fortsetzten. Ich kann schon mal verraten, dass es an der Grenze richtig lustig wurde. Doch das gibt`s im nächsten Post.

Kommentare:

Luiml hat gesagt…

:-) ja und was für Auto habt ihr jetzt ?

Don Parakay hat gesagt…

Hola Luiml, es ist ein Kia. Wird dann im nächsten Post vorgetsellt.

Anonym hat gesagt…

Auf die Rechnung des py. Zoll bin ich gespannt ;-)