Donnerstag, 17. März 2011

Polizeieinsatz auf der Farm

Wenn einmal am Tag ein Auto an unserer kleinen Farm vorbei fährt ist das viel. Gestern war es sogar ein Polizeiwagen, der Streife fuhr. Es war das erste mal, dass wir hier einen Streifenwagen sahen und eine Stunde später, kamen die vier Polizisten zu Fuß über unsere Weiden gestapft. Sie stellten sich ordnungsgemäß vor und nach mehrmaligem "wie geht`s" erklärten sie uns, dass sie auf der Suche nach einer Kuh sind, die in der vergangenen Nacht, bei einem Nachbarn gestohlen wurde.
Viehdiebstahl kommt hier in der Gegend öfter vor und man sollte sein Vieh des Nachts nicht auf der Weide lassen.
Natürlich wurde die Kuh nicht gefunden. Wahrscheinlich hing sie schon zerlegt, in irgendeiner Fleischerei.
Die Strafen für Viehdiebstahl, schrecken nicht wirklich ab, denn für ein bis zwei Millionen Guaranie lassen einen die Polizisten oft laufen, was mit einer Kuh schnell wieder verdient ist.
Bei meiner Zählung heute morgen waren alle Tiere anwesend.Unser Capataz belehrte mich dann gestern Abend noch darüber, dass die Polizei nicht einfach über unsere Weiden laufen darf, sonder vorher bei mir die Erlaubnis dafür einholen muss. Mir war es egal, diente es doch der Aufklärung eines Diebstahls und wenn die Polizei in dieser Sache was unternimmt, werde ich sie bestimmt nicht aufhalten.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das ist aber eine wirklich schön Kuhherde sagt Oma

Norbert hat gesagt…

Nur eine Woche ist es her, da wart ihr zum Schlachten eingeladen, nun diese Bilder hier. Werdet ihr es über's Herz bringen je einem eurer Tiere dasselbe anzutun? Oder werdet ihr eher schlachten lassen? (wenn überhaupt...?)

samurai hat gesagt…

Hallo Norbert ,
wofuer hat man denn die Viecher,
wenn man sie nicht irgendwann
schlachten , bzw verkaufen will ?

lg Christian

Norbert hat gesagt…

Nun, sie sind ja auch ganz possierlich anzusehn... und Milch geben sie auch... zumindest der weibliche Teil. Ich schätze, ich hätte keine Probleme so eine Schlachtung mit anzusehen... aber mein Magen würde rebellieren.

parakay hat gesagt…

@Norbert, ich glaube , dass ich unsere Tiere auch selber schlachten könnte, auch wenn man mit ihnen eine gewisse Bindung eingegangen ist. Aber ich habe da so meine persönliche Meinung vom Leben und dem Tod. Leben ist Energie und der Tod bedeutet nichts anderes als Energieumwandlung oder Energieabgabe.
Es hört sich vielleicht doof an, aber Energie geht, wie wir alle wissen, nicht verloren und wenn man den Tieren ein lebenswertes und artgerechtes Dasein ermöglicht, kann man sich nur über die Energie freuen, welche einem das Tier weiter gibt.
Die Schlachtung von Tieren ist und wird immer ein heißes Thema sein, aber im Grunde genommen ist es das Leben und gegen Fleischerzeugung ohne Tierquälerei habe ich nicht`s einzuwenden.