Montag, 2. November 2009

wieder schlimme Nachrichten

Vor einem Jahr fand ich unsere Rottweilerhündin Wista, völlig verhungert und von Parasiten befallen, im Strassengraben. Heute war der Tierarzt bei uns und nachdem Baby wieder gesund ist, macht uns ihre Mama Sorgen. Tränende Augen und eine trockene Nase, veranlassten uns einen Bluttest zu machen.
Und wieder gab es ein trauriges Ergebnis."Leishmaniose" positiv steht auf dem Papier. Der Tierarzt sagte uns, dass es keine Heilungschancen gibt und wir Wista einschläfern sollten. Morgen gegen Abend würde er kommen und diese Aufgabe für uns übernehmen.
Nun haben wir natürlich das ganze Internet gewälzt und sind uns nicht mehr sicher ob wir sie wirklich einschläfern müssen. Morgen müssen wir uns entscheiden und es wäre schade, wenn die Grösste unseres Dreamteam's, Asta, Laah, Wista, Baby nicht mehr da wäre.

Kommentare:

Mariechen hat gesagt…

NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN !!!!!!!!!!!! ....

Die Erreger, Leishmania infantum, äußert sich sekundär über die Haut, primär sind die inneren Organe befallen. Im Mittelmeerraum sind viele Menschen infiziert (in Südfrankreich 30 - 40 % der Bevölkerung), auch viele Touristen, ohne je ein Symptom zu zeigen oder es überhaupt zu bemerken. Ernste Gefahr besteht nur für Schwerstkranke oder Säuglinge.
Inwieweit ein Tier überhaupt erkrankt, ist regional unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab: a) vom Leishmania-Stamm, der mehr oder weniger krankmachend ist (kein Stamm hat sich nur auf Hunde "spezialisiert"), b) vom Immunstatus und Alter des Hundes (ein gesunder, junger Hund - bis 5 Jahre - kann die Infektion selbst gut bekämpfen) und c) von der Hunderasse (Bobtail, Schäferhund und Husky in Italien oder Spanien sind stärker gefährdet).
Besonders für die wachsende Zahl der Hunde, die ihre Halter auf Reisen in mediterrane Länder begleiten, ist die Prognose bei einer Leishmaniose-Erkrankung schlecht. Hunde, die in Leishmaniose-Gebieten leben und aufgewachsen sind, haben sich oft bereits mit der Krankheit auseinandersetzen müssen, ist ihr Immunsystem stabil (und das ist es meist), haben sie einen natürlichen Immunschutz erworben. Sie zeigen dann zwar einen Antikörper-Titer im Test, haben aber KEINE Leishmaniose.

Ein infizierter Hund kann sehr vielfältige Symptome zeigen, die aber auch auf andere Erkrankungen hinweisen können. Das Fehlen von Symptomen ist aber kein Hinweis darauf, dass der Hund nicht infiziert ist. Nur Tests bringen einen Nachweis. Symptome können sein: schleichender Gewichtsverlust, Lahmheit, Trägheit, Appetitlosigkeit, Haarverlust (besonders um die Augen), Schuppenbildung, Hautwunden (oft nässend, meist kreisrund - an Ohren, Kopf, Nasen und an den Beinen), Nasenbluten, Lymphknotenschwellung, Blutarmut (Anämie), "Ausfransen" der Orränder mit Schuppenbildung, Nierenschädigung.

samurai hat gesagt…

Wie traurig für Euch ! Und die Hündin ! Aber ich denke leider werdet Ihr da keine Wahl haben !Auch im Interesse der Gesundheit Eurer anderen Hunde .Das auftreten von Antikörper- Titer bedeutet aber auch , daß das Tier schon einmal infiziert war ,und "leider" immer noch die Krankheit übertragen könnte . Mag es auch noch so kalt klingen ,auch ist dies für Euch nicht gerade geschäfstfördernt , wenn Ihr , als potenzielle "weiterträger " dies auf die Kartbahn tragt ! Und wenn sich wirklich "Schwerstkranke oder Säuglinge" anstecken !!?? Wer will diese Verantwortung tragen ?? Schreckt dies nicht auch ab ?
Meines Wissenstandes ist die LEISHMANIOSE in PY auch Meldepflichtig ,sowohl Labor , wie auch Tierarzt dürften dies schon getan haben .
ES Grüssen mit weinendem Herzen Barbara + Christian

Holger hat gesagt…

Hallo,
Leishmaniose ist schlimm, aber wenn sie im Anfangsstadium erkannt wird, muss man den Hund nicht zwingend einschläfern. Wir haben selber einen Deutschen Schäferhund, Don.
Wir haben Medizin aus Spanien einfliegen lassen und Don lebt noch, die Leishmaniose wird er jedoch immer haben. Wenn Ihr Fragen habt, kontaktiert mich ruhig, helfe gerne weiter.

Holger

www.rincon-de-amigos.de

Pegasus hat gesagt…

Hallo Kay,
nein einschläfern muß nicht sein!
Auch bei unserem Kimba wurde es positiv getestet. Er bekam Medikamente und erfreut sich heute bester Gesundheit.Der zweite Test war nach 3 Monaten wieder negativ.
Entscheiden müßt Ihr aber, ich würde es erst mit Medikamenten versuchen!!!

Gruß Uwe

parakay hat gesagt…

Hallo Uwe,
bei wem hab ihr denn euren Hund behandeln lassen?
Mir fehlt zur Zeit jegliches Vertrauen in Paraguayische Tierärzte.

Grüsse Helmut